Hallo, Ich habe eine Frage, welche das Themengebiet Psychologie umfasst: Merken depressiv erkrankte Menschen, dass sie krank sind?

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9 Antworten

was depressionen sind, glaubt jeder zu wissen- so denken viele ziemlich schnell an depression, wenn die stimmung länger schlecht ist. damit sind dann einige schon richtig eingeordnet.

es gibt aber auch andere leute, die keine depression haben wollen- psychische erkrankung ist ein tabu und psychisch krank zu sein empfinden viele als stigma. solche können dann ganz offensichtlich depressiv sein, ihnen geht es auch nach eigenen ausagen nicht gut- aber depression als diagnose lehnen sie trotzdem ab.

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Eine an Depression erkrankte Person merkt diese Erkrankung zunächst nicht, sondern meist erst dann wenn diese Erkrankung bereits mittelschwer ist und es zu latenter Suizidalität kommt. Übrigens alle psychisch erkrankten merkten zunächst nicht dass sie erkrankt sind, für sie ist das normal. Es werden bei Depression nicht nur Gefühle verändert, es kommt zu Einschlaf- und Durchschlafstörungen, Konzentrationsschwäche. Antriebsschwäche u.v.a.m. Ohne fachärztliche Behandlung kommen die Betroffenen nicht aus der Krankheit heraus. Eine Heilung dauert sehr lange. Der Nachteil eine Depression kann trotz Heilung immer wieder auftreten.

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Ich glaube es kommt darauf an, was für eine Selbstwahrnehmung man hat. Ein depressiver Mensch merkt schon, dass etwas nicht stimmt. Wenn man das Interesse verliert und andere Gedanken hat und sich alles irgendwie zum negativen verändert, dann ist es ja bei jedem Menschen so, dass er sich denkt, das was nicht passt. Bis man aber darauf kommt, dass es Depressionen sind, kann es schon dauern. Das ist wie bei einer Erkältung. Am Anfang denkt man das wird sicher wieder besser und wenn man dann in einer Grippe steckt kommt es auf den Menschen an, ob er zum Arzt geht oder denkt, er schafft das schon selbst.

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Merken depressiv erkrankte Menschen, dass sie krank sind?

Man merkt es auf jedenfall erst mal selbst und das hilft aber noch nichts, dadurch wird es noch nicht besser...

Es ist wie ein dunkles tiefes Loch, in dem man nicht gut alleine heraus kommt , weil man keinen Sinn mehr sieht,  es überhaupt noch zu wollen...

Ohne Licht von Aussen , mit dem richtigen Draht ins Innere der Probleme , bleibt der Zustand konstant oder (vertieft das Loch) bzw. verschlimmert sich unter Umständen...

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Ja, manchmal fällt es nur schwer sich dies erst einmal einzugestehen. Ich selber bin shcon zum Ha und hab gesagt er soll mich an ne Klinik überweisen ,da ich vermute das ich Depressionen habe. (Hab sie halt rezidiviedierend) und genauso war es dann auch. Allerdings kommen Depressionen meist schlecihend ,also dauert es n wenig bis man es merkt und man sollte eine deprihase nicht mit Depressionen verwechseln.

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Bei Depressionen gehen die Leute meistens selber zum Arzt oder ambulant ins Krankenhaus. Ich glaub weil inzwischen jeder schonmal von Depression gehört hat und wenn sowas länger anhält fragt man sich dann schon selber mal ob es das sein könnte. Ich finde dann sollte man niemanden drängen. Und es muss einem auch gestattet sein ein paar Jahre traurig sein zu dürfen, wenn schlimme Sachen passieren und passiert sind. Hinterher, wenn man beim Arzt war, merkt man doch nur, dass Freunde und Familie wichtiger sind, als Arzt oder Tabletten. Ambulant finden vielleicht Gespräche statt unter Leuten, wo vielleicht mal einer dabei ist, dem es ähnlich geht, ansonsten Malen und Tischtennis. Das kann man zuhause besser. Gut, alles das war alles nur Geschwafel und meine Meinung.

Die Beurteilung der eigenen Gefühle oder des eigenen Verhaltens aber auch die Beurteilung der Gefühle und des Verhaltens anderer kann nie objektiv sein.

Wir sehen auch alles durch die Brille alle müssen Happy sein bei Krieg und Totschlag. Und gegen alles gibts Tabletten und der Arzt kann ja bei allem Helfen.

Trotzdem gute Frage. Die im Bekanntenkreis selber zur Ambulanz gegangen sind wegen Depressionen, denen gehts jetz Top. Die in die Psych geschickt worden sind haben es schwer. Komisch. Ok, sorry für die Ausführung oder Danke für die Frage.

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Kommentar von Indivia
14.02.2016, 17:18

Dem muss ich leider widersprechen, bei einer richtigen Depression sollte man immer einen Arzt aufsuchen, mir haben Gespräche mit Freunden etc nciht geholfen ( denn iwann sidn auch die genervt) .

Und bitte setzte keine Gerüchte in die Welt, die Psychotherapie findet ambulant normalerweise als Einzeltherapie statt du bist da mit der Psychotherapeutin alleine die dir sagt ,wie du an deinen Problemen arbeiten kannst (in der Verhaltenstherapie), evtl wird auch je nach Problemen die Konfrontationstherapie eingesetzt. Ich finde die 55 Min dort immer sehr anstrengend.

In der Psychiatrie wird wesentlich mehr gemacht, ich war 2014 in der Uniklinik ud folgendes gab es dort als Angebot: ( kein Tischtennis!)

-Wasser treten

- Gruppensport

-Tanztherapie

-Kunsttherapie

-Einzelpsychotherapie

-Yoga

-Thai Chi

-Walking

-Kochgruppe

-Ergotherapie

- Soziales kompetenztraining

-Stressbewältigung

-Angstgruppe

-Gruppe füe Alkoholiker

-Depressionsgruppe

-AutogenesTraining

-Entspannung nach Jacobson

- Massagen

-Entspannungsbäder

-Rotlichttherapie

-Physiotherapie

-CogPack

und ich denk ich hab mit Sicherheit noch nicht alles aufgezählt.

Hinzu kommen noch Einzelvisisten ( 2mal Woche), gruppenvisiste ( 1 mal) und Oberarztvisite ( 1 mal woche)

Nein Tabletten und Ärzte können nciht bei allem helfen,aber man sollte bevor man aufgibt ihre Hilfe in Anspruch nehmen.

Wieso haben die aus der Psychiatrie es jetzt schwer?

Also ich muss sagen be mir ist es seitdem positivergeworden ,klar war es damals peinlich, als ich das einem Frend shcrieb,antwortete er nur : "und warum ist dir das peinlich." Ich glaub das war die beste Antwort die man geben konnte.

Ich gehe heute meist ( ausser im berufslben ,aber selbst in der Bewerbung stand das ich Depressionen habe) offen um, und 99% der Leute haben kein Problem damit.

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Natürlich merken sie das. Depressiv heißt ja nicht dumm oder doof. Die Frage ist nicht ob sie Hilfe haben wollen sondern ob sie noch genug Kraft haben sich welche zu suchen oder sich gar selber zu helfen? Ist doch eine Krankheit.

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Zuerst nicht. Aber nach ner Zeit machen Mitmenschen ja drauf aufmerksam, du streitet es ab, und siehst es dann irgendwann ein und ein Fachmann bestätigt es später.

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Kommentar von skogen
14.02.2016, 15:11

War zumindestens bei mir so. War ja aber noch jünger und hab mich für sowas nicht interessiert.

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Da sich die meisten Depressionen schleichend entwickeln, merkt man es natürlich nicht "sofort". Es ist ja auch nicht krankhaft, wenn man mal schlecht drauf ist. Aber wenn dann so langsam überhaupt nichts mehr Freude bereitet, auch die Dinge nicht, die einem früher immer Freude gemacht haben, auch wenn es einem schlecht ging, dann wird vielen Menschen schon klar, dass mit ihnen etwas nicht stimmt.

Mir ist das durchaus klar geworden und ich habe dann auch beschlossen, mir ärztliche Hilfe zu suchen. Denn wenn man sich nur noch verkriechen möchte, über Wochen und Monate hinweg, ist das ja kein Leben mehr.

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