Hallo, hier eine Frage in Sachen Erbe....Leibl.Mutter 2007 verstorben. Stiefvater nun ebenfalls. Ansprüche hat Tochter nie geltend gemacht, nach Tod der auch?

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2 Antworten

Das läst sich so pauschal nicht sagen, da es eine Vielzahl von möglichen Konstellationen gibt. Zunächstmal kommt es auf das Testament der Mutter an.

Ohne Testament wäre die Tochter schlicht (Mit-)Erbe der Mutter. Die Erbengemeinschaft mit den Stiefvater würde dann mit den Erben der Stiefvaters fortgesetzt. Das Erbe als solches unterliegt keiner Verjährung, da es keine Forderung ist und mit den Erbfall zufällt ohne das es einer Handlung oder Erklärung bedarf. Durch das Erbe können Ansprüche entstehen, die jeweils für sich der Verjährung unterliegen können.

Hat die Mutter mit den Stiefvater ein gemeinsames Testament gemacht, kann dieses nach den Tod der Mutter nicht mehr aufgehoben werden.(Es sei denn der Stiefvater schlägt das Erbe aus.) D.h. ein neues Testament des Stiefvaters wäre im Rahmen des gemeinsamen Testaments zu betrachten. Wie die Rechtslage in diesen Fall aussieht, hängt dann vom Wortlaut der jeweiligen Testamente ab.

Pflichtteilsansprüche die sich aus einer Enterbung durch die Mutter ergeben, verjähren nach 3 Jahren. Beim Erbfall des Stiefvaters entstehen hingegen keine Pflichtteilsansprüche.



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Kommentar von susaru
25.02.2016, 19:41

Danke-es gab ein eingereichtes gemeinsch.Testament, welches

für unwirksam erklärt wurde. Dies ist akzeptabel.

Gehe davon aus, dass das dann wie "nie gewesen" bewertet wird, also auch die darin enthaltene gegenseitige Einsetzung entfällt?

Somit wäre es dann wie oben erwähnt , also die  Tochter würde (Mit)erbe der Mutter und Erbengemeinschaft mit Erbe des Stiefvaters bilden. Aber wie würde dies berechnet, wenn Stiefvater einen Alleinerben benannt hat?

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Klage auf Pflichtteil muß binnen 3 Jahren erfolgen.

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