Hallo! Habe vor drei Jahren den Garantie Hebel Plan abgeschlossen bei Carpediem. Was ist da los?

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4 Antworten

Bei den Gesellschaften des Garantie-Hebel-Plans (GHP) ist nur das Totalverlustrisiko sicher und sonst nichts. Es handelt sich um eine spekulative unternehmerische Beteiligung an einem KG-Fonds, der diverse Investitionen in Lebens-/Rentenversicherungen sowie Investmentfonds tätigt und mit Zinsdifferenzgeschäften eine zweistellige Rendite erwirtschaften will. Tatsächlich wurde wohl auch in die S&K-Gruppe investiert und in den Fußballverein Kickers Offenbach (!).

Es macht sicherlich Sinn, sich anwaltlichen Rat einholen, bevor man eine Kapitalanlage auf dem sog. grauen Kapitalmarkt abschließt und sich zur Zahlung von mehreren Tausend Euro verpflichtet. Das ist meist mit weniger Kapitalverlust verbunden, als dann erst zum Anwalt zu gehen, wenn Zahlungen ausbleiben, die Gesellschaft keine Informationen mehr herausgibt, insolvent geworden ist oder - wie hier – die Post mit dem Vermerk „unbekannt verzogen“ zurückkommt und Chaos in der Geschäftsführung herrscht. Oftmals wird vor dem Kauf eines Toasters für 19,99 EUR mehr Aufwand betrieben (Preisvergleiche, Studium mehrerer Testberichte) als vor der Eingehung einer Beteiligung für mehrere 10.000 EUR mit Laufzeiten von 10 bis 30 Jahren.

Aber auch jetzt macht es noch Sinn, Ausstiegsmöglichkeiten (insbesondere ein Widerrufsrecht wegen fehlerhafter Widerrufsbelehrung) und Schadensersatzansprüche vom Fachmann prüfen zu lassen. Der Gebührenrahmen ist gesetzlich festgelegt und das Honorar lässt sich vorher erfragen. Im gerichtlichen Verfahren gelten die gesetzlich vorgesehenen Vergütungen. Ob Anwälte schon eine Klage auf den Weg gebracht haben, ist kein Entscheidungskriterium, sondern möglicherweise auch der Tatsache geschuldet, dass sorgfältig geprüft oder eine außergerichtliche Einigung angestrebt wurde oder schlicht der Anleger mit einer Rateneinlage nur kostengünstig die Beteiligung widerrufen oder außerordentlich kündigen wollte.

Jürgen Naumer

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Prinzip: Mit 100.000 € eingebrachtem Kapital werden z. B. zusätzliche 300.000 € (abgesichert) geliehen und mit dem Eigenkapital abgesichert. Mit der Gesamtsumme (400.000 €) wird spekuliert... Bei einem Verlust von 25 % ist das gesamte eingebrachte Kapital dann weg...

Soso, Du hast also 100.000 eingezahlt, für weitere 300.000 gezeichnet (geliehen) = 400.000 Summe zum Zocken. Und bei 25% Verlust haftest Du noch für die restlichen 300.000, oder? Das wird kein Hebelvertrag sein, sondern ein Knebelvertrag. Und was bekommste im Erfolgsfall dafür? 10, 15 oder 20% Gewinn? Jaja, die liebe Gier.

Lass Dich gut beraten. Aber es wird teuer, sehr teuer, denn der RA legt beim Honorar die Gesamtsumme (400.000.-€) zugrunden. Viel Erfolg.

Carpe diem - genieße den Tag.


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omegac30ne 31.03.2013, 17:15

Hallo! Soviel habe ich nicht investiert. Zahle im Monat 100 Euro ein. L.G.

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kleinewanduhr 31.03.2013, 19:12
@omegac30ne

Nun gut, dann ist es weniger als von mir angedacht. Aber warum übrhaupt in einen Immobilienfond einzahlen, wenn es vielleicht zum nächsten Crash kommen wird. Um dort wieder heraus zu kommen, bedarf es sicher große Anstrengungen. Lege die Verträge der Verbraucherberatung vor, dort wird Dir mit guten Ratschlägen zur Kündigung geholfen werden. Mach das Beste draus. Viel Erfolg.

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ich kann dir nur raten bei der Verbraucherzentrale zu fragen. Da arbeiten Profis die dir helfen können.

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omegac30ne 31.03.2013, 10:29

Hallo! Welche Verbraucherzentralen meinst du? Kann man auch zu den örtlichen gehen? L.G.

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jimpo 31.03.2013, 12:58
@omegac30ne

Du kannst zu jeder Verbraucherzentrale gehen.

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omegac30ne 31.03.2013, 11:22

Hallo! Die Rechtsanwälte kassieren doch auch nur die Kohle. Soviel ich weiß, haben die noch keine Klage auf den Weg gebracht. Viele Anwälte zocken ihre Klienten auch nur ab. Wie soll man da gute Anwälte von schlechten unterscheiden? Trotzdem danke für die Antwort.

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