Hallo, habe diese folgende Frage schon öfters gestellt. Muß doch jemand was wissen. Es geht um die radioaktive Verseuchung durch Tschernobyl. Bitte weiterlesen?

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6 Antworten

Es kommt darauf an.

Es gab in dem Bereich natürlich heftige radiologische Katastrophen wie etwa den Test "Castle Bravo", bei denen man zum Teil auch mit größter Anstrengung versucht hat, sie zu vertuschen, und wo es sogar zu akuter Strahlenkrankheit und einem Todesopfer infolge einer Sekundär-Infektion kam - das bewusste japanische Fischerboot. Maralinga / Vixen B der Briten ist in dem Zusammenhang auch interessant, "-zich Meter hoher Strahl von brennendem Plutonium"...

Allerdings ist auf der anderen Seite die Menge des spaltbaren Materials selbst in einer großen Atomwaffe sehr gering (meistens nur höchstens ein paar -zich Kilogramm, je nachdem) im Vergleich zu der in einem Kernreaktor enthaltenen Menge (tonnenweise.) Entsprechend gibt es von vornherein auch meistens viel weniger Spaltprodukte.

Und wenn die Waffe ausreichend hoch gezündet wird, so dass der Feuerball den Boden nicht berührt, gibt es kaum lokalen Fallout (Spaltprodukte heften sich an größere Asche- und Staubpartikel und rieseln hoch konzentriert in der Nähe runter). Stattdessen verteilen sich die Spaltprodukte in der gesamten Atmosphäre weltweit und sind entsprechend stark verdünnt.

Messbar sind sie allerdings durchaus noch und die Fachwelt ist zerstritten über die Langzeitfolgen geringer Strahlendosen. Stahl aus Weltkriegs-Schiffswracks ist heutzutage ziemlich gesucht, weil weniger stark radioaktiv kontaminiert als der Stahl aus dem heutigen Atomzeitalter. Für gewisse sehr empfindliche wissenschaftliche Messgeräte ist das unabdingbar.

Nicht ganz, damals war die Belastung teilweise sogar höher.....

Kommt halt drauf an, welchen Ort und welche Zeit "nach Tschernobyl" du meinst.

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