Hallo, Community, meine Geduld ist am Ende - wer kann weiterhelfen?

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Verscheuche sie regelmäßig oder leg dir einen Hund zu da geht dann keine Katze mehr her. Oder eine Hecke aus Dornensträuchern da gehen Katzen normal auch nicht durch 

Hi, Sepp333, alles schon probiert (bisher Pflegehunde), und unsere Dornenhecke (leider nur im N-Bereich) hält die Katzen auch nicht wirklich auf - im Gegenteil, sie scheinen gern von dort zu kommen. Verscheuchen - na ja, die Viecher wissen ganz genau, wann man da ist und wann nicht... LG.  

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@Sepp333, von allen genannten, meist zeitintensiven Varianten ist die Anschaffung eines Hundes wohl noch am ehesten naheliegend. Jedoch steht zu befürchten, dass das derzeit etablierte ökologische System, welches ich eigentlich erhalten will, dadurch ebenfalls aus den Fugen gerät. Dies hat sich bereits früher abgezeichnet, als wir noch zeitweilig Hunde in Pflege hatten - nur diese waren "happy". Katzen ließen sich kaum noch blicken, jedoch das, was wir fördern wollten, eben auch nicht mehr. - Und es braucht Monate, ehe sich alles wieder normalisiert.

Dies nur als Nachtrag zu bereits vorliegendem Kommentar. LG.

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Was bedeutet allgegenwärtige, zunehmende Katzenplage, hat sich dort ein dritter Nachbar eine Katze zugelegt, oder vermehren sich verwilderte Katzen?

Im Fall der verwilderten Katzen, solltest du den Tierschutz bei der Kastration unterstützen.

Ansonsten reg dich nicht auf, so lange Katzen kommen, hast du kaum Mäuse und Ratten.

Nein, ich bin keiner dieser Katzenfreaks, ich würde dir auch zur Gelassenheit raten, wenn es um Eichhörnchen, Igel, Tauben etc ginge. Aber darüber regt man sich ja Gott sei Dank so schnell nicht auf.

L. G. Lilly

@Lilly11Y, um dir die Situation etwas besser zu verdeutlichen: Wir wohnen in Hanglage nahe am Wald, von Grundstücken umgeben, welche durch Zuzug in den letzten Jahren entstanden sind. Jetzt leben hier zahlreiche neue Familien mit ihren Kindern, von denen offenbar jedes zwischenzeitlich seine eigene Katze hat. Und dazu kommen die Katzen aus dem näheren Stadtbereich. Der Begriff "Katzenplage" hat insofern seine Berechtigung.

Zudem, falls du das falsch verstanden hast, geht es mir genau um diejenigen Arten, welche hier normalerweise heimisch sind (also abgesehen von der Vogelwelt - Igel, Eichhörnchen, Siebenschläfer, Marder, wir haben sogar Mauswiesel), von den ich also Schaden abwenden will und werde. Es geht mir absolut auf´s Gemüt, wenn ich wieder und wieder eine von den Katzen auf unserer Treppe sehe, die erneut einen Vogel im Maul hat. Ich würde sicher nichts sagen, wenn es bei Ausnahmefällen bliebe.

Ratten gibt es trotz der vielen Katzen reichlich - aber hierfür sind unsere Steinmarder als autochthone Art schon eher zuständig. Und Mäuse (habe hier sogar schon Brand- und Gelbhalsmaus feststellen können) gehören dazu, was von wildernden Katzen mit Sicherheit nicht zu sagen ist.

Dennoch vielen Dank für die Antwort. LG.

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@SedOwl

Danke für deine ausführliche Erklärung. 

Ja, Katzen fangen Vögel, das ist narürlich nicht abzustreiten. 

Du erwähnst um welche ansässigen Tierarten es dir geht. Mauswiesel fressen vorrangig Kleinsäuger, Marder fressen Vogeleier, kleine Säugetiere, Insekten etc, Vögel fressen Würmer und Insekten. 

Welcher Tierliebhaber soll jetzt welche Tierart verdammen?

Bei solchen Diskussionen gerät erstaunlicherweise die Katze immer wieder sehr hart in den Fokus und das wahrscheinlich, weil Katzen entweder geliebt oder gehaßt werden. 

In meiner Gegend haben sich Nutria angesiedelt, ich mag diese Tiere überhaupt nicht, deswegen käme mir jedoch niemals der Gedanke, diese Tiere vertreiben zu wollen, auch wenn sie an den Uferböschungen Schaden anrichten. Jedes Tier möchte einfach nur leben,  auf die Art und Weise, die seiner Natur entspricht.

Du schreibst auch, daß wildernde Hunde von Jägern erschossen werden. Auch das ist richtig: schätzungsweise jährlich 65.000 Hunde und 400.000 Katzen, davon allein in NRW 12.249 Katzen + die nicht gemeldeten Abschüsse. 

L. G. Lilly

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@Lilly11Y

Hi, Lilly11Y, danke für deinen ausführlichen Kommentar!

Vielleicht erst einmal die längst überfällige Richtigstellung: Die von dir beschriebenen Tierarten (Marder, Mauswiesel und autochthone Vögel) gehören zu unserem Ökosystem. Hauskatzen jedoch (im Gegensatz zu Wildkatze und Luchs) definitiv nicht.

Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Aspekt: Heimische Arten nehmen stark ab (vgl. Rote Liste), Hauskatzen hingegen nehmen deutlich zu.

Natürlich wäre es falsch, Meinungen grundsätzlich zu verdammen, nur weil sie der eigenen Auffassung widersprechen. Was ich mir jedoch wünsche, ist etwas mehr logisches Verständnis auch für ökologische Zusammenhänge (auch fundierte Einstellungen z. B. zum Thema Nutria, Bisamratte, Biber, oder eben Hauskatze).

Ja, was die Jagd angeht, werden wir wohl nur schwer nachweisen können, wie hoch der Anteil nicht gemeldeter, illegaler Abschüsse tatsächlich ist. Das betrifft vermutlich nicht ausschließlich das sog. "Raubzeug". Aber ich mag nicht spekulieren.

Liebe Grüße.

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@SedOwl

Diese Diskussion könnte natürlich ins Uferlose laufen. 

Für dein Anliegen ( ein gesundes Ökosystem) habe ich vollstes Verständnis und es wäre sehr schön, wenn mehr Menschen Interessen dieser Art hätten, weniger dafür, daß du dabei Einiges außer Acht läßt.

Es handelt sich bei den Katzen in deiner Gegend um gut gefütterte Freigänger, die zugegeben, bestimmt mal eine Maus oder ein Vögelchen fangen. Nicht um sich unkontrolliert vermehrende und damit tatsächlich eine Gefahr für das Ökosystem darstellende, verwilderte Katzen. 

Was diese betrifft, bin ich tatsächlich auf deiner Seite und deswgen das ganze Jahr mit der Kastration eben dieser Streuner beschäftigt ( auch aus dem Grund, daß wir Menschen die Situation verursacht haben).

Vielleicht ist der Unterschied, daß ich die gesamte Problematik betrachte. Ob es sich nun um Vögel, Marder oder Katzen und Nutria ( die ursprünglich nicht im europäischen Ökosystem angesiedelt waren) handelt.

Ein Ungleichgewicht haben wir Menschen zu verantworten und in Ordnung zu bringen, ohne es einem Tier anzulasten.

L. G. Lilly

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Ich habe mir mal alle Deine Antworten und Diskussionen angesehen und muss Dir leider sagen, dass Du da fast keine Möglichkeiten hast.

Chemische Mittel müssen immer wieder aufgefrischt werden. Auch die Verpiss-Dich-Pflanze wirkt nur, wenn ne Katze direkt dran vorbeistreift, damit sie ihren Geruch entwickelt, den Katzen nicht mögen.

Akkustische Katzenschrecks, die es im Internet zu kaufen gibt, könnten auch andere Tiere abschrecken und manche dieser Maschinen können sogar von Menschen gehört werden.

Was Du evtl. versuchen könntest, wäre ein Schreckgerät, das Wasser verspritzt. Google da mal Katzen oder Reiherschreck (ich habe sowas, glaube ich mal gesehen.

Wäre evtl. für Deine Bodenbrüter geeignet. Allerdings musst Du die Dinger von Zeit zu Zeit versetzen, denn Katzen sind so schlau, dass sie sich die Stellen merken.

Hallo, maxi6, sehr gute, vor allem realistische Antwort! Danke, LG.

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@SedOwl

Das ist auch so ziemich das Einzige, was ich empfehlen kann.

Ich habe selber 8 Katzen und auch in meinem Garten streunen fremde Katzen mit rum. Da bei mir keine Vögel brüten habe ich meinen Garten mit Rindenmulch bedeckt, den ich immer schön feucht halte.

Da gehen Katzen auch nicht gerne durch.

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@maxi6

8 Katzen + Streuner, und alles vermulcht? Da brütet (außer evtl. in Nistkästen) wohl wirklich nichts mehr, selbst wenn, dürfte während der Führungsphase nahezu alles draufgehen...

Habe mir jetzt etwas einfallen lassen, hoffe, dass es funktioniert.

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@SedOwl

Ich lebe in einer Ferienhaussiedlung, 80m weg vom Meer in Kroatien und Bodenbrüter findest Du hier keine, höchstens mal Schildkröten und Schlangen (giftige und nicht giftige).

Hier brütende Vögel sind Schwalben, die ihre Nester sogar auf meinem kleinen Balkon haben (da kommen meine Katzen nicht hin). Sonst gibt es hier massenhaft Möven und ab und zu hört man auch Amseln, die sich sogar aus den Wassereimern in menem Garten (sind nur 3 Beete) bedienen, ohne dass sie Angst vor meinen Katzen haben, die meist nur nachts draussen sind.

Die Streuner, die es hier gibt, sind in der Regel Strassenkatzen, die aber von uns kastriert und auch ärztlich und mit Fressen versorgt werden.

Soviel zu Deiner Info.

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@maxi6

Hi, ich gehe davon aus, dass man grundsätzlich unterschiedliche Ausgangslagen nicht unbedingt miteinander vergleichen sollte. LG.

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@SedOwl

Genauso ist es. Was hast Du jetzt für ne Idee, um die Katzen zu verjagen, das würde mich einfach mal interessieren.

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