Hallo, Wie gewöhne ich einem jungen Hund das ziehen an der Leine bei Begegnung mit anderen Hunden ab?

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7 Antworten

Das übt man in der Hundeschule. 

Ganz wichtig, der Hund muss viel Gelegenheit bekommen mit anderen Hunden zu spielen.

Nicht spielen dürfen sollte nicht so oft vorkommen. Hunde sind soziale Wesen, sie brauchen andere Hunde um glücklich zu sein.

Je zuverlässiger ein Hund Kontakte pflegen kann umso besser ist er zu lenken wenn es gerade mal nicht geht.

Geh einfach zielstrebig an anderen Hunden vorbei, wenn du ihn nicht laufen lassen kannst. Dein Hund wird schnell lernen, wenn er angeleint ist gibt es keine Kontaktaufnahme zu anderen Hunden.

Das Problem ist, dass dein Hund wohl selbständig die Entscheidung trifft, dass er den anderen Hund stellen, begrüßen oder vertreiben will. Weshalb er zieht ist nicht relevant. Solche Entscheidungen darf der Hund einfach nicht treffen. 
In der Regel gibt es aber dann noch ein paar andere Dinge die man hat schleifen lassen oder aber noch ein paar andere Probleme bei der Erziehung des Hundes. Ist aber alles in den Griff zu bekommen.. 

Ist der andere Hund noch weiter entfernt, sind Dinge wie Richtungsänderungen und einfach stehen bleiben eine gute Lösung, aber nur eine temporäre Lösung. Auch funktioniert dies bei sehr störrigen Hunden nicht immer. Ist der Hund aber in der Nähe dann ist dies dann eh keine Lösung mehr. Eine Dauerlösung sollte das eigentlich nicht sein.

Ich würde an Deiner Stelle mal die "Rudelposition" oder das Teamgespann mal generell hinterfragen und auf einige anderen Dinge die vielleicht noch so verkehrt laufen könnten achten und dann sogar etwaig Hilfe dazu holen in Form von Schulen und Trainiern die nicht nur mit der neumodischen pos. Verstärkung arbeiten.

Wenn ich das Problem hätte, dass mein Hund bei Begegnungen mit anderen Hunden ziehen würde, dann würde ich selbst erst mal den Job des "Beobachters" viel intensiver übernehmen und mich von nichts mehr auf dem Spaziergang ablenken lassen. Kein Phone, keine Musik etc. Begleitungen würde ich auch erst mal einstellen bis ich ein Gefühl beim Dauerbeobachten der Umgebung bekommen habe. Sobald ein Hund in der Gegend auftaucht, würde ich den Hund hinter mich verfrachten. So dass er ab diesem Zeitpunkt hinter mir läuft. Will er an mir vorbei, schiebe ich ihn wieder mit der Hand an der Brust zurück (Funktioniert bei jeder Größe). Das Ziehen ist so komplett abgestellt. Vorteil dabei ist, dass der Hund so vermittelt bekommt, dass etwas in der Nähe ist was dir bewusst ist, du aber alles im Griff hast und die Entscheidung triffst dass DU dich darum kümmerst und er sich gefälligst zurückhalten soll. Das Selbe machst du bei Häuserecken und Kurven die schlecht Einsehbar sind. Bei direkten Begegnungen würde ich den Hund ablegen lassen. Wenn er dennoch dazu neigt Aufstehen zu wollen, dann mit einem Fuß knapp auf die Leine stellen. Das hindert den Hund am Aufstehen ohne ihn zu würgen oder ihm Ansatzweise weh zu tun. Wichtig ist nur, dass dein Körper eine Mauer zwischen dir und dem anderen Hund bildet. Hände in die Hüfte.. Brust raus.. Eben eine starke Körperhaltung. Jegliche ungenehmigte Begrüßung durch einen anderen Hund unterbinden. Bevor du dir nicht 100%ig sicher bist, dass die Begegnung nicht stressfrei ausgeht würde ich eine Begrüßung unterbinden. Wenn der Hund irgendwann entspannt auf dem Boden liegt bei solchen Begegnungen würde ich das Selbe mit Sitz machen. Wenn auch da der Hund entspannt ist, erst dann würde ich das Führen an der Leine in Erwägung ziehen. Denn erst dann hätte ich selber ein sicheres Gefühl. Was ich natürlich auf den Hund entsprechend ausstrahle... 

Jegliche Form von Belohnungen sind in diesem Zusammenhang aber kontroproduktiv. Dem Hund muss ja nicht irgendwas schmackhaft gemacht werden. Sondern er muss ja dem Halter und damit auch Entscheidungsträger vertrauen können. Vertrauen darauf, dass er den anderen Hund als "Gefahr" what ever erkennt und dennoch alles im Griff hat. Das Ziel ist es, dass der Hund bei fremden Hunden (Egal ob Freund oder Feind) auf die Entscheidung vom Halter wartet und auch dann erst zum Spielkamerad rennen darf z.B. Mit Belohnungen erreiche ich dieses aber nicht.

Das ist aber nur eine Sache die so in Angriff genommen werden kann.  

Probier ihm jedes Mal abzulenken wenn ein anderer Hund kommt. Sei es durch ein Leckerli oder durch streicheln oder losrennen wenn ihr im Park seid

Gibt es keine Antwort für. Es ist eben nicht egal, warum der Hund zieht. Wenn man weiß, warum der Hund das macht, weiß man auch, welche Trainingseinheiten man braucht. Also, da Du hier keinerlei Informationen gibst, kann man dir auch nichts empfehlen.

Das einzige, was ich Dir empfehlen kann: Das Buch "Leinenrambo" von Sabrina Reichel. Hier werden ein paar Möglichkeiten beschrieben, was man tun kann.

Bedenke auch: Es gibt nicht die Methode für jeden Hund. Es gibt mehrere und man muss für sich selbst heraus finden, welche am geeignetsten ist.

Die Methode, in eine andere Richtung zu gehe, wenn der Hund zieht, wird spätestens dann lustig, wenn Dein Hund mehr wie 40 kg wiegt. Dann bist du jeden zweiten Monat bei deinem Hausarzt und läßt dir Spritzen geben für deine verspannte Schultern.

indem man es genau so trainiert wie ohne fremde Hunde...

Es gibt verschiedene Möglichkeiten

-Sei ein Baum (stehn bleiben)

- richtung Ändern

etc...

Wichtig ist das 100% durchzuziehen und nicht einmal ziehen lassen und dan wieder nicht.

Ich hab meinem Rüden ein Kommando drüber gelegt, der zieht wie ein Hornochse, hab bei ihm Leinenführigkeit bissel schleifen lassen.

Zieht er, kommt ein Falsch und ich laufe rückwärts, dabei halt ich die Leine nur fest und zieh nicht dran. Kommt er zu mir zurück und nimmt Kontakt zu mir auf (blick) wird er gelobt und es geht mit Slow weiter.

Hab ich mal keine Bock 100%ig zu sein gibts das kommando Zieh und er darf machen was er will.

Es gibt zwei klassische Möglichkeiten dem Hund das ziehen abzugewöhnen. Jeder Hund reagiert auf andere Optionen besser.

Entwerder du lässt deinen Hund jedes Mal "Sitz" oder "Platz" machen, wenn er zieht. So merkt er, dass der Zug auf der Leine ihn nicht schneller voran bringt.

Oder du gehst immer in die engegengesetzte Richtung in die der Hund zieht. und dann ein paar Mal hin und her. Das verwirrt die meisten Hunde und sie hören auf zu ziehen.

Viel Erfolg!

Kommentar von Adsensio714
29.07.2016, 12:11

Letztere Option habe ich selber als hilfreich empfunden

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Ein bisschen an der Leine ziehen wird er vermutlich immer. Nur weniger extrem kannst Du ihm beibringen. Dazu findest Du bei YouTube verschiedene Tutorials. 

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