Hallo , ist der Beruf Pilot wirklich so schlimm Arbeitszeiten ,oft immer die gleichen Orte am Tag ( dreimal Malle am Tag ) das Gehat?

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6 Antworten

„Gibt es noch viele Leute die Pilot werden wollen“

Ja, wollen möchten viele, aber wie heißt es so schön: „Viele sind berufen aber nur wenige sind auserwählt.“

Die GF-Datenbank liefert nur bei der Eingabe von „Pilot werden“ schon 27.700 Ergebnisse.

Die Durchfallerquote bei den Eignungstests der Airlines und auch der Bundeswehr hat sich seit ca. 2003 praktisch verdoppelt - und das bei gleichbleibenden Ansprüchen.

Das spricht nicht für die Qualität der Bewerber. Auf der anderen Seite bedeutet dies, dass die Airlines aus einem immer größeren Pool auswählen können, denn es wird immer mehr Bewerber als Flugzeuge und Cockpitsitze geben.

Ob Du jetzt lieber Kurz- oder Mittelstrecke fliegst mit vielen Starts und Landungen oder Langstrecke in verschiedene Zeit- und Klimazonen, hängt von den Einsatzanforderungen der Airline, Deinen Interessen und auch Deiner Physis ab.

Kurzstrecke heißt nicht unbedingt 3x am Tag nach Palma zu fliegen, sondern könnte auch ein Zehn-Tage-Umlauf sein, der Dich z. B. von FRA nach Palma, von dort nach Düsseldorf, dann nach Moskau und über Hamburg und London zurück nach Frankfurt führt.

Dazu Wecken zu sehr unterschiedlichen Zeiten, auch nachts. Bei der Langstrecke fliegst Du einen Leg, hast frei, fliegst zurück und hast wieder frei, bist also nur kurz (ca. zwei bis vier Tage) im Crewhotel.

Das gilt jetzt für Cockpit und Kabine gleichermaßen.

Als Newcomer bei einer Billig-Airline zu starten, ist natürlich etwas anderes als bei einer renommierten Fluggesellschaft. Da der Markt gesättigt ist, werden sich die Arbeitsbedingungen und Gehälter auf die Verträge auswirken.

Bei den Majorairlines hat es aber immer ein Plus bei den Gehältern und sonstigen Zusatzleistungen gegeben. Dass es bei allen Tarifverhandlungen immer ein großes Geschrei von allen Beteiligten gibt, ist aber normal.

Die besten Arbeitsbedingungen (die Du für Dich selbst mal definieren müsstest) gibt es immer noch bei den großen Unternehmen. Sie können zusätzliche Belastungen besser verteilen und damit auffangen.

Ansonsten gilt: Die EU erlaubt max. 900 Flugstunden pro Jahr und max. 13 Stunden Dienstzeit pro Tag. Danach ist eine Pause von mindestens 12 Stunden vorgeschrieben. Ebenso ist nach 6 Flügen am Stück Schluss mit Fliegen und die Crew muss ins Hotel.

OK, da gibt es auch bei den großen Gesellschaften Anstrengungen, die evtl. vorteilhafteren Firmenkonditionen mit weniger Flügen und Stunden an die gesetzlichen Vorgaben anzunähern, was natürlich dann zu einem Aufschrei unter den gehätschelten Besatzungen führt.

Wie dem auch sei: Du musst als Pilotenanwärter

a) einen guten Schulabschluss hinlegen. Zwar schreibt die EU hier nichts vor, aber das ist ein Item, auf das Airlines u. U. Wert legen. Heißt also, mindestens FHR, besser noch allgemeine Hochschulreife.

b) den Auswahltest bestehen; entweder als Airline-Rookie, oder spätestens bei einer Bewerbung als „Ready Entry“, also als Pilot der von einer freien Flugschule (oder auch einer anderen Airline) kommt.

c) das Medical bestehen. Ist das nicht der Fall, ist die fliegerische Karriere zu Ende. Deshalb ist es wichtig, einen Plan B zu haben.

Für die Kabine sind die Anforderungen nicht ganz so hoch, weder, was die Schulbildung noch das Medical betrifft. Aber auch hier ist ein Plan B hilfreich.

Und da macht sich dann die beste Schulbildung bezahlt, weil sie eine Vielzahl anderer Jobs oder auch ein Studium ermöglicht.

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Du musst diesen Beruf gerne machen, nicht andere. Was bringt es Dir Pilot werden zu wollen, nur weil andere dies (gerne) sind?

Aber zu Deinen Fragen:

1. Die Gehälter sind von Airline zu Airline unterschiedlich. Bei den sog. Billig-Airlines fallen sie natürlich magerer aus als bei den Majorairlines. Dazu kommt auch noch die unterschiedliche Vergütung zwischen einem gerade erst begonnenen FO, einem FO mit mehreren tausend Flugstunden oder einem gerade beförderten Kapitän und den, der 15 Jahre Erfahrung und/oder vielleicht 15.000 Flugstunden im Buch stehen hat.

2. Pilot wollen viele werden, schaffen tun dies jedoch die Wenigsten. Das liegt nichtmal am Nicht-Bestehen des Medicals oder Faulheit, sie fallen (meistens) durch den DLR-Test. Keine Ahnung, warum. Mir persönlich fiel er relativ leicht.

3. Ich möchte Dir hier einen persönlichen Rat geben, bevor Du die Lizenz zum Führen von Verkehrsflugzeugen machst: Sieh zu, dass Du eine vernünfige Berufsausbildung absolvierst! Falls Du - aus welchen Gründen auch immer - fluguntauglich wirst oder die Lizenz nicht schaffst stehst Du nicht auf der Straße! Für FB gilt dasselbe!

4. Bei welcher Airline Du anfangen sollst können wir Dir nicht sagen, das musst Du selbst entscheiden. Ich habe mich bei meinen beiden (beides Major) pudelwohl gefühlt und tue es auch heute noch.

Und zu guter Letzt: Ja, ich mache meinen Job gerne - auch wenn er manchmal stressig ist. :)

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Pilot ist aus meiner Sicht ein cooler Job. Aber auf jeden Fall anstrengend. 

Dass man mehrfach am Tag die selbe Strecke fliegt kann ich mir gut vorstellen, find' ich aber nicht so schlimm. Im Grunde ist man ja Busfahrer, nur halt in der Luft, was das ganze natürlich deutlich schwerer macht. 

Die Flüge übernehmen heutzutage aber eh Autopiloten, wobei natürlich jeder Pilot in der Lage sein muss, jederzeit das Steuer wieder zu übernehmen. Starten und Landen machen oft noch die Piloten, wobei das bei den meisten Flughäfen ein Autopilot mindestens genau so gut könnte, wenn nicht sogar besser.

Das Gehalt ist durchaus stattlich. Aber natürlich abhängig von der Airline und in letzter Zeit durchaus gesunken. Das stimmt.

Als Flugbegleiter ist man im Flugzeug jedoch das Mädchen für alles und wird dabei auch noch verhältnismäßig schlecht bezahlt. Dazu muss man sich dumme Sprüche von genervten Passagieren anhören und panische Leute beruhigen. Bei günstigen Airlines müssen die Flugbegleiter sogar hinterher das Flugzeug aufräumen.

Zur Info: Bin weder Pilot noch Flugbegleiter.

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Kommentar von Pilotflying
29.08.2016, 15:16

Bei Dir merkt man, dass Du weder Pilot noch Flugbegleiter bist. 

Du gibst hier Auskunft zu einem Beruf, den Du weder aus Erfahrung kennst noch selbst ausübst. Du kannst weder einen Airlines fliegen, noch kennst Du die Gehälter und den Alltag der Piloten. 

Aber Du weißt, dass der Job cool ist. Viele Piloten hingegen sehen das schon lange nicht mehr so.

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Das ist mit Streckenflügen wie mit dem Bus fahren: Man fliegt bzw. fährt eine bestimmte Strecke mehrmals täglich hin und zurück!

Ein Flugbegleiter, Steward, ist einfach ´ne Servicekraft, vereinfacht "Bedienung". Und allein hierfür hat google 847 000 Ergebnisse in o.33 Sek.

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das Gehalt spielt doch keine Rolle, wenn es dein Ideale sind, aber bevor du das erreicht hast vergehen Jahre 

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Gehälter:

Pilot bis zu 20000,-€ im Monat

Flugbegleiter bis zu 5000,- € im monat

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Kommentar von LukasVoss
28.08.2016, 11:08

Wo zum Teufel hast Du diese Zahlen her?!

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