Hallo, Ich bin Männlich und 50 Jahre alt und habe seit ca einer Woche eine Lungenentzündung und dazu eine rippenfellentzündung. Was kann ich dagegen tun?

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6 Antworten

Hallo Jannik,

ich bin derzeit selbst betroffen. Die Schmerzen waren so stark, dass ich mich sofort in die Notaufnahme begeben habe. Das Ganze entwickelte sich schlagartig innerhalb von 24 Stunden. Samstag morgen ging es noch gut. Mittags habe ich mich für zwei Stunden schlafen gelegt - und plötzlich waren die Schmerzen da. Es liegt nahe, "nur" auf einen eingeklemmten Nerv zu tippen. Diese Hoffnung sollte man sich auf jeden Fall aus dem Kopf schlagen.

Im Krankenhaus brauchte es fünf Stunden, bis ein kompetenter Internist die Lage erkannt hat und mich intravenös mit Schmerzmittel und Antibiotikum versorgt hat. Diese Verzögerung liegt in der Fehldiagnose der Empfangsdame begründet, die mich mit "Rückenschmerzen" aufnahm. Darauf solltet ihr als Betroffene unbedingt achten, da ich durch die Fehldiagnose einer unerfahrenen Pflege- und Empfangskraft im Hinblick auf die Notaufnahme-Priorität automatisch ganz nach hinten gerutscht bin!

Nun befinde ich mich in hausärztlicher Behandlung und möchte anderen Betroffenen die Erfahrung mit meinem Rippenfell teilen:

Nach dem Besuch im Krankenhaus am Sonntag hatte ich nach dem Besuch beim Hausarzt am darauffolgenden Montag  - wie Du - drei Tage lang immer noch unfassbare Schmerzen.  Angst vor der nächsten Nacht, Schweißausbrüche, fürchterliche, krampfartige Schmerzen, ich habe das ganze Haus zusammengebrüllt. Die Schmerzen ziehen bis in die Schulter, jeder Atemzug glich einem Messerstich in die Seite. Es wollte trotz der starken, vermeintlich schmerzlindernden Medikamente nicht aufhören. 

Ich bekam an dem Montag  Amoxi-Clavulan als Antibiotikum und Novaminsulfon 500 mg für die Schmerzlinderung verschrieben. Letzteres erwies sich  - zumindest bei bei mir, das betone ich ausdrücklich - als absolut wirkungslos und sorgte sodann für die drei oben beschriebenen, schlaflosen Nächte.


Nach einer erneuten Blutabnahme am folgenden Mittwoch beim Hausarzt erläuterte ich die Situation und bekam zusätzlich Ibuflam 600mg verschrieben, die ich anschließend einnahm. Innerhalb von zwei Stunden verbesserte sich mein Zustand schlagartig. Ich habe das Novaminsulfon sofort abgesetzt. Ein Anruf meines Hausarztes am Donnerstag ging mit dem Hinweis einher, dass meine Entzündungswerte sehr hoch sind und bei jeder kleinsten Unregelmäßigkeit sofort das Krankenhaus aufsuchen soll. Derzeit dokumentiere ich den Konsum der verschriebenen Tabletten und messe stündlich Fieber. Mein Zustand verbessert sich zunehmend, bin aber noch nicht genesen.

Nun möchte ich meine Erfahrungen mit der Rippenfellentzündung mit Euch teilen, wobei ich darauf hinweise, dass sie nicht medizinisch fundiert sind und sich nur auf meinen Fall beziehen:

Erfolgt die richtige Schmerzbehandlung und zeitnah die richtige Diagnose, muss es nicht zu solchen Horrornächten kommen. Bei kleinsten Anzeichen sofort zum Arzt oder ins nächste Krankenhaus! Auch wenn man sich für hart im nehmen hält oder denkt, "das ist schon nichts dramatisches." Es bedarf keiner Diskussion,  denn jede Minute rumhängen und nichtstun wird mit immer stärker werdenden Schmerzen bestraft.

Aufgrund der mit der Entzündung einhergehenden Kurzatmigkeit war es für mich hilfreich, in unmittelbarer Nähe für frischen Wind zu sorgen. Stehende Luft fördert das Gefühl der Atemnot insbesondere an warmen Tagen. Ein leichtes, kühles Lüftchen (z.b. Ventilator, natürlich nicht das einer Klimaanlage) wirkt Wunder. 

Warme/heisse Bäder, Körnerkissen oder Rotlicht bringen überhaupt nichts und verschlimmbessern den Schmerzzustand nur. 

Je jänger man auf einer Postion verharrt, umso stärker ist der Schmerz bei der nächsten Verlagerung. Mindestens einmal pro Stunde sollte man sich auf die Zähne beissen und in eine andere Position bringen. Auch zu dem Zweck um sicherzustellen, dass die verschriebenen Medikamente anschlagen und der Schmerz gelindert wird.

Allen Betroffenen eine gute Besserung!

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Achte auf genug Wasser, viel Vitamine und Mineralien, Medikamente richtig einnehme und genung Schlafen. Wenns nach ner Zeit nicht besser wird, wieder zum Arzt und schauen. Wenns zunehmend schlechter wird, dann würde ich ein Krankenhausaufenthalt in Kauf nehmen. Gute besserung wünsche ich dir.

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Kommentar von Janniklehmann
17.06.2017, 13:34

Okey dankeschön aber gibt es denn nicht irgendwelche Tabletten wo ich nehmen könnte oder irgendwas das dieses stechen in der brust verschwinden lässt? 

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Dich körperlich schonen und die Medikamente vom Arzt nehmen, und wenn es nicht wirkt, gehst du nächste Woche nochmal hin.

Die Lungenentzündung ist ja offensichtlich durch ein Virus verursacht, sonst hättest du Antibiotika bekommen.

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Geh auf jeden Fall noch mal dringend und schnell zum Arzt, Lungenentzündungen können tödlich enden!!

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Du hast immer das Recht auf eine zweite Arztmeinung.

Es gibt immer noch die Notaufnahme in einem Krankenhaus!

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Gehe ins Krankenhaus alter Mann.

Dir wird wohl Cortison verabreicht werden müssen. Das bekommst du nicht in der Apotheke. 

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Kommentar von Janniklehmann
17.06.2017, 13:33

Was heißt das alter mann ich geh regelmäßig trainieren bin gut durchtrainier und ernähre mich ziemlich gesund also daran fehlt es nicht ich suche nur nach einer Möglichkeit dieses stechen in der brust Weg zu bekommen

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