Die Kinder meines verstorbenen Bruders wollen uns Geschwister von seiner Beisetzung ausschließen. Dürfen sie das?

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6 Antworten

Hallo,

wenn die Auftraggeber des Bestatters dies ausdrücklich so wünschen, dann habt ihr leider schlechte Karten. Denn so darf (eigentlich) keine Information über die Bestattung nach außen dringen.

Nunja... Ich denke, zwischen Euch und den Kindern gibt es einen ungelösten bzw. schwelenden Streit.

Ob die Kinder Dich und Deine Geschwister rechtlich gesehen "ausladen" können oder erzwingen, dass Ihr auf der Beerdigung nicht erscheinen dürft, weiß ich nicht. Ich glaube auch, das ist eher die Frage der Moral und des Anstands ob sie das "dürfen" oder nicht.

Versucht doch einfach mit den Kindern Eures Bruders zu sprechen. Es geht in dem Falle ja nicht um die Kinder sondern darum, dass Ihr ein letztes Mal von Eurem Bruder Abschied nehmen wollt. Es ist immerhin der letzte Abschied, der Euch als Geschwister noch bleibt.

Sagt Ihnen auch, dass es Euch bei der Beisetzung NICHT um den (noch bestehenden) Streit mit ihnen geht, sondern einfach darum, dem Bruder sein letztes Geleit zu geben.

Ihr könnt auch anbieten, dass Ihr als Geschwister Euch nicht direkt neben die engere Verwandschaft stellt, sondern einfach etwas abseits bleibt, damit die Kinder ohne Groll am Grab trauern könnt. Ihr aber auch. Ihr habt beide das Recht, von diesem Mann Abschied zu nehmen.

In dieser Situation hilft es nicht, Schuldige zu suchen oder Fehler die begangen wurden, aufzurollen. Es geht um Euren Bruder, der nunmal auch der Vater dieser Kinder ist. Zähne zusammenbeißen und durch. Auch wenn es sicherlich beiden Seiten schwer fällt.

Danke für deine Worte, leider wollen die Kinder nicht mit uns reden und wir haben mit ihnen auch keinen Streit. Die Mutter der Kinder, die geschiedene Frau meines Bruders, steckt wohl eher dahinter. Sie geht auch zur Beerdigung, dabei ist sie gar keine Angehörige mehr.

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@Biggi28

Schwierig. Ganz schwierig.

Geht doch zu den Kindern direkt hin, wenn ihr das noch nicht getan habt.

Ansonsten ruft bei der Kirchenverwaltung oder Friedhofsverwaltung an. Meist über die örtliche Pfarrei zu erfahren. Die kennen die Bestattungstermine auch wenn Euer Bruder evtl. nicht der Kirche angehört. Aber er wird auf dem örtlichen Friedhof begraben (und der gehört nunmal der Kirche ;-) )

Bei diesem ganzen Familienzwist zwischen Ex-Schwägerin und den Kindern ist es vielleicht ganz gut, wenn Ihr ein paar Tage NACH der Beerdigung das Gespräch mit den Kindern sucht. Und wenn es nur dazu dient zu verstehen, woher der ganze Unmut untereinander kommt.

Auch wenn es für Euch als Geschwister schwer fällt. Vermeidet neuen Streit und redet mit den Betreffenden. Auch wenn Ihr vielleicht den Kopf einziehen müßt oder Euch Unwahrheiten anhören müßt. Weiß der Henker, was die Mutter den Kindern alles ans Ohr gequatscht hat...

Macht Euch bei der Friedhofsverwaltung schlau und geht auf die Beerdigung.

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@kugel

Wir werden alles mögliche versuchen. ich schreibe dann mal wie es ausgegangen ist

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Klar. Warum nicht.

Sie können einen Bestatter beauftragen ohne Dritte in irgendeiner Form informieren zu müssen.

Es steht Euch aber natürlich frei eine eigene Gedenkfeier zu machen.

"Sie können einen Bestatter beauftragen ohne Dritte in irgendeiner Form informieren zu müssen"

Die Beisetzung heimlich abhalten zu wollen, ist etwas völlig Anderes als Jemanden davon auszuschließen ... das sollte man wissen.

Aber es gibt viele Möglichkeiten, den Beisetzungstermin herauszufinden. Er steht in der Zeitung, der Pfarrer kennt den Termin, das Friedhofsamt kennt den Termin, der Bestatter usw.

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@papavonsteffi

Der Termin muss doch nicht in der Zeitung stehen! Viele setzen nachträglich erst eine Anzeige in die Zeitung mit "die Beisetzung FAND im engsten Familienkreis statt".

Des weiteren muss auch kein Pfarrer die Beisetzung machen.

Und ein Bestatter macht das, was der Auftraggeber wünscht. Wenn also der Auftraggeber wünscht, dass die Beisetzung nicht bekannt gegeben wird, sondern man nachträglich informieren möchte, ist das absolut machbar und ok!

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@papavonsteffi

So weit war ichauch schon, aber wenn man noch nicht mal den Ort weis wo er begesetzt werden soll.

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@Biggi28

Habt ihr denn schon zu Lebzeiten keinen guten Kontakt gepflegt? Warum ist es dann so wichtig für Euch jetzt die Beisetzung im engen Kreis zu stören?

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@Gerneso

Ich hatte guten Kontakt zu meinem Bruder, nur zu den Kindern nicht. Sie halten sich auch nicht an seinen Wunsch wo er beigesetzt werden wollte.

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@Biggi28

Tja, dann hätte er am besten zu Lebzeiten alles schriftlich festgehalten und notariell betätigen lassen sollen.

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Sie dürfen sagen, dass Ihr nicht kommen sollt - Ihr müsst Euch aber nicht an das Verbot halten.

Zu einer Beisetzung kann jedermann gehen - auch Nachbarn zum Beispiel.

Leider sagen sie uns auch nicht wo und wann er beigesetzt wird.

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@Biggi28

Es gibt viele Möglichkeiten, den Beisetzungstermin herauszufinden. Er steht in der Zeitung, der Pfarrer kennt den Termin, das Friedhofsamt kennt den Termin, der Bestatter usw.

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@papavonsteffi

In der Zeitung muss nichts stehen, 60 % unserer Angehörigen schalten gar keine Anzeige mehr, ein Pfarrer ist nicht erforderlich bei einer Bestattung (jnd wenn doch kann er auch eine "Schweigepflicht" haben, wenn es gewünscht wird, dann müssen auch Friedhofsamt bzw. -verwaltung und der Bestatter den Mund halten.

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Ja, das dürfen die. Die Beisetzung kann im engsten Familienkreis stattfinden. Das heißt, das nur geladene zur Beerdigung kommen.

Nein. Ihr seid seine Familie. Ihr habt ein Recht dabei zu sein.

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