Hallo:) als Hausaufgabe sollen wir Bayerns Selbstverständnis im deutschen Bildungsföderalismus untersuchen. Leider finde ich dazu nichts!?

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4 Antworten

Ich denke, dieser besondere Stellung Bayerns ist ein Mythos, der von der Staatsregierung aus parteipolitischen Gründen hochgehalten wird.

Bei den Pisa-Studien ist Bayern meist etwa auf Platz 3 unter den Ländern. Aber in Bayern gibt es bundesweit die meisten Hauptschüler (hier euphemistisch Mittelschüler genannt) und die wenigsten Abiturenten und Studenten.

Die Pisa-Studien laufen bei 15-jährigen. Also ist die Bevölkerung in allen anderen Ländern länger im Bildungssystem. Die überholen die Bayern also durch längeren Schulbesuch.

Außerdem werden die Ergebnissen in Bayern oft aus politischen Gründen frisiert, die Schulleiter sind meist in der Partei.

Bei meinem Sohn stand so ein Test an. Also wurde am Tag vorher ein "Mathe-Projekttag" einberufen. Die Schüler wurden an diesem Tag von früh bis spät mit früheren Prüfungsfragen gepusht.

Ob Kunst- oder Deutschlehrer. Die bekamen von den Mathelehrern die Aufgaben erklärt und mussten die mit den Schülern einüben.

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(Bildungs-)Föderalsimus bedeutet in dem Zusammenhang eigentlich nur eine Organisationsstruktur, bei der sich die einzelnen Glieder (Bundeslänger) eigenmächtig verwalten können... Bildungspolitik ist Landesangelegenheit.

Die Bayern sind im Grunde recht stolz auf ihre elitäre Schulbildung im Vergleich zum Rest Deutschlands. Bayern zahlt dafür auch mehr, will aber auch die Sonderstellung vom Rest haben.

Man darf nicht vergessen das Bayern ein sehr reiches Bundesland ist, da allein in München die meisten Blue-Chip-Unternehmen Deutschlands angesiedelt sind und ordentlich Steuern zahlen werden.

Andere Bundesländer wie Berlin haben es da nicht so gut, demenstprechend weniger Finanzmittel stehen zur Verfügung und Berin ist mit zig 1000 Fehlstunden an Schulen wegen Lehrmangel, Deutschlands Spitzenreiter.

Diese Schere sorgt dafür, dass Schulbildung in Deutschland nicht einheitlich sein kann, aber am Ende interessiert es i.d.R. keinen, wo du dein 1,0er Abi gemacht hast. Ob im elitären Bayern oder irgendwo in Buxtehude wo der Pfefferwächst, ein 1er Abi nur wegen Anwesenheit gemacht wurde...

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Schau mal im 19.Jhh. nach. Damals gab es Bildungsreformen (Spaltung Schule von Kirche, man glaubt es kaum), Schulsystemreformen (Realgymnasium), Gründung LMU, Gründung TUM, Lehrerverbände..., was es so in anderen deutschen Gebieten (Flickenteppich) nicht gab. Bayern hatte keine großen Rohstoffvorkommen für die Schwerindustrie. So wurde die Bildung als "Resource" weiterentwickelt.

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Saublödes Thema, Recherchiere doch dazu: Aufbau des Föderalen Bildungssystems, Finanzierung des Systems, Kulturhoheit der Länder, Die Ausprägung des Bildungssystems in Bayern. Unterschiede zw. Bayern udn anderen Bundesländern zB Berlin. Meinungen von Politikern dazu. Zusammenfassung.

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