halboffene Augen in der Meditation?

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2 Antworten

Ich bin Buddhist und praktiziere Zazen, eine Form buddhistischer Sitzmeditation. Auch dabei werden die Augen halb offen gehalten.

Letztlich ist es ganz einfach:

Setze dich aufrecht auf dein Meditationskissen und lasse deinen Blick einfach vor dir auf den Boden fallen, indem du ihn leicht senkst.

Das ist ein Blickwinkel von etwa 45 Grad und der Blick ruht dann automatisch etwa einen Meter vor dir auf dem Boden (kein Grund das Geo-Dreieck rauszuholen. ;-) ).

Das ist eigentlich schon alles, was es meiner Meinung nach zur Position der Augen beim Zazen zu sagen gibt, das ist keine große Wissenschaft.

Hier ist ein Video mit deutschen Untertiteln:

Solltest du noch Fragen haben, oder irgendetwas unklar sein, helfe ich dir aber natürlich gerne weiter.

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Kommentar von LBxRAIDER
04.03.2017, 22:09

Also die Augen nie zusammendrücken(geschlosssen?


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Ergänzung:

Im Idealfall sollte man Meditation unter Aufsicht eines Lehrers erlernen und eine gewisse Zeit lang unter seiner Aufsicht in einer Sitzgruppe üben.

Das bietet mehrere Vorteile:

Der Lehrer korrigierte mögliche Fehler in der Haltung, die sonst langfristig zu dauerhaften Fehlhaltungen und Verspannungen führen können.

Außerdem steht er bei Fragen unmittelbar als Ansprechpartner zur Verfügung und kann entsprechend qualifizierte Antworten geben.

Der regelmäßige Termin in einer Sitzgruppe hilft, den "inneren Schweinehund" zu überwinden, der einen gerne mal von der Meditation abhalten will.

Hat man diese Haltung dann verinnerlicht, kann man natürlich jederzeit und überall üben - an der Bushaltestelle, in der Bahn....

Hintergrund

Man sollte sich vorher durchaus kritisch über den Lehrer und die Organisation, die den Kurs anbietet informieren, denn auf dem Markt der verschiedenen Meditationen tummeln sich auch viele fragwürdige Gruppen.

Nach dem Lehrer oder der Gruppe zu googeln und das mit Begriffen wie "Kritik", "Sekte" oder "cult" zu kombinieren, kann dabei hilfreich sein. 

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