Haftung bei Privat Verkauf-"Transportschäden"/-?-Was tun?

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6 Antworten

Hi,

das ganze ist doch arg kurios und erinnert mich an meinen ebay-Betrüger der noch vo 2-3 Wochen versucht hat mich übern Tisch zu ziehen XD

Hast Du die Sendung richtig als Paket verschickt, oder als Päckchen? Und über welches Versandunternehmen? (klingt nach DHL)

„Ich bat ihm sich mit dem Vorfall bei seiner Paketstelle zu melden.“

Das bringt einem Empfänger nichts; es ist der Versender der sich um derlei kümmern muss da der den „Vertrag“ mit dem Versandunternehmen hat.

„und brachte mir mein zuvor an den Empfänger/Käufer gerichtetes Paket wieder.“

Wie genau sah das aus? War das ganz normal frankiert, also mit Adresse an Dich und neuer Marke die ER bezahlt hat, oder war da ein Zettel drauf oder so mit "Annahme verweigert"?
Beschreib mal wenn Du kannst...

"Ein paar Tage später bekam ich Post von dem Paketunternehmen, welches aufgrund des Schadens am Scheinwerfer und am Paket selbst, das Paket geprüft haben und dieses als nicht "ausreichend gegen Transportschäden gesichert" abgestempelt haben!"

Die Sendungen auf derlei überprüfen tut meines Wissens nach generell kein Paketunternehmen, zumal die überhaupt nicht feststellen / beweisen können, das Du schuld warst!

Klingt erstmal nach einem Betrugsschreiben und solltest das bei dem Versandunternehmen auf Echtheit (über-)prüfen lassen.

"die mir aber in der Angelegenheit leider auch nicht weiter helfen kann/möchte und mich auf eine Service-Telefonnummer verweist."

Ja so ist es; die Postfilialen können nichts machen, sowas muss man über die Servicehotline klären.

"Er möchte das ich handel"

Das klingt weiterhin nach Betrug. Was genau will er denn?

"Ich hoffe Ihr könnt mir helfen und wisst, was ich nun machen kann/soll."

Das ganze klingt für mich anhand der paar Infos nach Betrug und in dem Fall machst Du: Nichts.
Der Mensch kann Dir nichts denn DU bist für Transportschäden nicht haftbar und ER muss erstmal beweisen können das der defekt DEINE Schuld war!

Ist das Paket zerdellt gewesen? Wenn ja, melde den Schaden DHL. Ist das Paket in einem tadellosen zustand? Dann erhärtet sich der Verdacht auf Betrug nur...

Gruß

Wie schon mehrfach gesagt, bist du fein raus.


Im TV wurde letzt ein ähnlicher Fall beschrieben.

Der Verkäufer verschickt ein Paket an den Käufer.

Der Käufer erhält das Paket, nimmt den Inhalt (der ist heil) und packt sein kaputtes altes Teil da rein.

Dann schickt er sein kaputtes Teil zurück mit der Begründung "Inhalt kam kaputt an, hast nicht gut genug verpackt" und will das Geld zurück.

Darum würde ich als Privatverkäufer auch nie nie nie ein zurückgeschicktes Paket annehmen, außer man hat es vorher so abgesprochen.


Genau das hat ein ebayer bei mir vor 2-3 Wochen versucht! Wollte mir weiß machen das der Artikel defekt bei ihm ankam weil ich das falsch verpackt hätte... ja klar XD

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Erstmal vielen Dank für eure Meinungen und Antworten diesbezüglich.

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->genericdevice:

Nein, eine genaue Anweisung zur Verpackung und zur Sicherung hat mir der Käufer nicht genannt!

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->Rosswurscht:

Natürlich ist es ärgerlich für den Käufer ebenso beschämt es aber auch mich, das der Versand nicht reibungslos vonstatten ging und nun ein Schaden beim Transport entstanden ist.

Nichtsdestotrotz hat der Käufer das Paket angenommen, das Paket geöffnet, ein Scheinwerfer aus dem Paket entwendet und den kaputten Scheinwerfer wieder zurück gesendet.

Wäre der folgliche Ablauf ggfs. anderes verlaufen, hätte man eventuell über eine Nachverhandlung aufgrund des entstandenen Schadens sprechen können, aber so fühle ich mich ehrlich gesagt auch etwas verarscht!

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->appledev4:

Wie bereits in meiner Antwort zu genericdevice erwähnt, wurde seitens des Käufers keine Anweisung zum Transport gegeben!

Demnach habe ich es wie in meiner Fragestellung erwähnt nach gutem gewissen sorgfältig gegen Transportschäden gesichert.

Zumal es nicht meine ersten Scheinwerfer waren, die ich per Transportunternehmen versendet habe.

Bisher Gott sei Dank aber ohne Vorkommnisse.

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->monara1988:

Das Paket wurde als/mit "Paketmarke 5kg" verschickt/versichert!

Ich hatte in meiner Zeit als Privat-Verkäufer noch nicht den Fall gehabt, dass ein Paket bzw. dessen Inhalt auf dem Transportweg beschädigt wurde, daher war mein erster Instinkt gewesen, den guten Herren zu seiner Paketstelle zu verweisen da er ja schließlich das Paket angenommen hatte und geöffnet hatte. Ich war dahingehend etwas überfragt.

Das Paket kam im gleichen Karton wie ich es zuvor losgeschickt hatte wieder bei mir an, allerdings nochmals überklebt.

Auf dem Paket war auch ein vermerk von dem Transportunternehmen drauf, aber da ich das Paket ja nicht annahm, hatte ich keine Möglichkeit gehabt es mir genau anzusehen.

Festzustellen war jedenfalls, dass es deutlich leichter war wie zuvor als ich es zum Käufer schickte und man einen losen "Gegenstand" im inneren des Pakets wahrnahm.

Das es sich bei dem Schreiben um einen Betrugsfall (Fälschung) handelt glaube ich weniger, da mir die nette Dame an der Paketstelle, welche ich mit dem Schreiben und den Bildern konfrontierte, mich direkt zu einer Servicetelefonnummer verwies.

Ob die Dame sich das Schreiben genauer ansah, kann ich dabei leider nicht sagen.

Er verweist auf das Schreiben welches ich bekommen habe und möchte das ich mich mit ihm in Verbindung setze, worauf ich aber wirklich keinen Nerv mehr habe.

In unserem letzten Telefonat war schon die rede davon, dass ich ihm das Geld für einen Scheinwerfer zurück senden soll und ich dafür den alten Scheinwerfer wieder bekäme. 

Das Paket hat unterhalb eine kleine delle erlitten mit einem ca. 3-5 cm Riss im Karton. Da ist allerdings Füllmaterial für die Hohlräume. Laut der Dame am Schalter ist die Vermutung, das wohl ein schwerer Karton/Paket draufgefallen sei. 

 

 

 

Wenn etwas kaputt geht beruft sich der Transportdienstleister immer auf unzureichende Verpackung. Sonst wärs ja nicht kaputt gegangen ...

Bei der geringen Summe würd ich mich mit dem Käufer einfach auf Hälfte Hälfte einigen. Er behält den einen Scheinwerfer und du erstattest ihm die Halbe Summe (er möchte doch den einen behalten, oder?). Denn der Käufer kann ja definitiv nix für den Schaden.

Mahlzeit, 

Gemäß §447 BGB geht das Haftungsrisiko beim Transport von Artikeln, die Privatpersonen versenden, in dem Moment, in dem du das Paket an den Paketdienst abgibst, auf den Käufer des Artikels über, es sei denn, dieser hat dir genaue Anweisungen zum Transport gemacht, denen du nicht nachgekommen bist. 

Ich gehe aber mal stark davon aus, dass er das nicht hat, da du bereits angemerkt hattest, dass der Herr sehr schlecht deutsch spricht. 

Von daher gesehen bist du aus dem Schneider und hast richtig gehandelt, das Paket nicht zurückzunehmen. Den Rest muss jetzt er mit dem Paketdienst regeln. Du bist nicht schadenersatzpflichtig. 

MfG, 

Appledev (Stud.Jur)

Nein du musst nichts ersetzen, anders als beim gewerblichen Händler geht das Risiko bei der Übergabe an den Paketdienst auf den Käufer über (§ 447 BGB)

Einzig, wenn er dir genauere Anweisungen wie du es verpacken sollst gemacht hat und du davon abweichst, kann er Schadenersatz verlangen, oder er beweisen kann, dass es schon bei der Übergabe an den Paketdienst beschädigt war ..


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