Haftpflichtversicherung/Arbeitsunfall

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo,

so einfach lässt sich die Frage nicht beantworten:

1.) Welche Funktion übt Person X im Supermarkt aus?

2.) Wer hat das Befördern der Palette in der erfolgten Art und Weise angeordnet?

3.) Hat es früher schon derartige Beförderungen gegeben und wie sind diese abgelaufen? Hat es schon einmal vergleichbare Unfälle gegeben?

4.) War von den Beteiligten - vor allem von Person X - im Vorfeld zu erkennen, dass es hier zu einem potentiellen Unfallpunkt kommen kann? Wurden etwaige Bedenken angemeldet?

Ich habe zwar jetzt schon so eine Idee, wie die Haftungsfrage aussehen könnte, will aber anhand der vorgenannten Fragen meine Vermutung absichern...

Viele Grüße

Loroth

1.) Person X ist ein Probearbeiter, der für gewöhnlich nur "Praktikantenarbeiten" ausführt, z.B. Regale sortieren, Müll entsorgen, Lager aufräumen

2.) Die Anordnung stammt von der Filialleiterin

3.) Eine Palette in der gleichen Größenordnung ist vor einiger Zeit schon einmal auf dem Parkplatz umgekippt, jedoch ohne größere Schäden (ein paar Dosen und Kartons verbeult, mehr aber auch nicht)

4.) Da ich nicht Person X bin, weiß ich nicht, ob sie die Gefahr im Voraus erkannt hat. Jedoch werden täglich Paletten in den Laden befördert, ohne das jemals ein Unfall an dieser Türschwelle passiert ist.

Ich hoffe, dass das hilft und bedanke mich für die schnelle Antwort!

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@Vaultboy727

Vielen Dank für die ergänzenden Antworten.

So ganz lässt sich zwar immer noch keine abschließende Aussage treffen, aber wir kommen der Sache näher.

Zunächst einmal ist festzuhalten, dass es eine sog. "Arbeitnehmerhaftung" gibt, bei der Arbeitnehmer je nach Grad der Fahrlässigkeit unterschiedlich haften:

Bei einfacher Fahrlässigkeit, wenn also trotz üblicherweise anzunehmender Sorgfalt doch mal was schief geht und/oder der Schaden geringfügig ist, haftet der AN nicht; bei mittlerer Fahrlässigkeit haftet er anteilig (er muss dann also einen Teil des Schadens übernehmen) und nur bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz haftet er voll.

So, nun zum konkreten Fall: die beiden Praktikanten sind m.A.n. komplett raus aus der Haftung, da sie einerseits gar nicht als Arbeitnehmer zu betrachten sind und lediglich Arbeitsanweisungen befolgt haben.

Es ist nicht anzunehmen, dass man bei Praktikanten Kenntnisse und Erfahrungen voraussetzen muss, nach denen sie die Ausführung der Arbeit als zu gefährlich hätten ablehnen oder geeignetere Maßnahmen zum Transport der Palette eigenständig hätten ergreifen müssen. Vielmehr können sich Praktikanten in den meisten Fällen darauf verlassen, dass erfahrene Kollegen - vor allem aber Vorgesetzte - die Gefahrenlage besser als sie einschätzen können (wenn es sich nicht gerade um eine Extremsituation handelt).

Auch der Probearbeiter ist möglicherweise von der Haftung befreit, da er - wie der Name sagt - noch zur Probe beschäftigt ist und die gefährliche Stelle aufgrund mangelnder Erfahrung noch gar nicht als solche einschätzen konnte.

Der Filialleiterin dagegen könnte (!!) es in so einem Fall eventuell "warm werden", da sie die Gegebenheit vor Ort kannte oder zumindest kennen konnte. Sie kann sich maximal auf den Umstand zurückziehen, dass bisher noch nichts Vergleichbares passiert ist.

Viele Grüße

Loroth

P.S.: Immer wieder kommt es zu Situationen, in denen die vermeintliche Schwäche der Beschäftigten genutzt wird, um sich auf deren Kosten derlei Schäden bezahlen zu lassen. In so einem Fall gilt es, Ruhe zu bewahren und schlimmstenfalls zum Anwalt zu gehen...

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@Loroth

Hier würde eine private Haftpflichtversicherung eintreten, um ihren VN vor einer unberechtigten Forderung zu schützen.

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Danke für die schnelle Hilfe! Bin beruhigt zu wissen, dass ich nichts zu befürchten habe! Ich denke mal, dass ich dieser Frage den Stern geben werde, aber das geht ja leider erst nach 24 Stunden

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Das ist ein reines Unternehmerrisiko.

Wenn dabei eine Person zu Schadengekommen wäre, hätte der Ladenbetreiber noch mit einer Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung zu rechnen. Außerdem würde die BG ihn wegen Verletzung der Unfallverhütungsvorschriften verklagen.

Hallo Vaultboy727,

solltest du Angestellter des Supermarktes sein und das Gebäude gehört deinem Chef, würde er auf dem Schaden sitzen bleiben.

Bist du Angestellter des Supermarktes und das Gebäude wurde von deinem Chef angemietet, zahlt die Betriebshaftpflichtversicherung.

Euch drei, kann nichts passieren. Euer Chef kann euch nur in die Haftung nehmen, sofern grobfahrlässig bzw. vorsätzlich gehandelt wurde. Doch dies ist nicht erkennbar.

Beste Grüße

Euch drei, kann nichts passieren. Euer Chef kann euch nur in die Haftung nehmen, sofern grobfahrlässig bzw. vorsätzlich gehandelt wurde. Doch dies ist nicht erkennbar.

Vorsicht!! Beim Stichwort "Arbeitnehmerhaftung" gibt es auch eine mittlere Fahrlässigkeit. Liegt diese vor, können AN anteilig haften!

Und ob so eine mittlere Fahrlässigkeit nicht doch vorliegt, lässt sich noch immer nicht endgültig beurteilen.

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@Loroth

Hi Loroth,

mittleren Fahrlässigkeit… der ist gut. Man erkennt den Profi :-)

Doch selbst bei der mittleren Fahrlässigkeit würde nur ein Teil der Haftung übergehen…. Doch das ist ein anderes Thema. Des Weiteren müssen diverse Faktoren in die Bewertung mit einbezogen werden.

Um auf den Sachverhalt zurückzukommen. Ich erkenne die mittlere Fahrlässigkeit nicht in der Fragestellung. Du ?

Lieben Gruß

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@fragmichdurch13

Nein, siehe unten. Mir ging es * im Klugscheißmodus* nur darum klarzustellen, dass es neben der vollen Haftung bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit halt auch noch so ein "Mittelding" gibt.

*Klugscheißmodus aus *

;-)

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@Loroth

*Klugscheißmodus *… Moment, der Knopf gehört doch mir ;-) ….

Aber du hast völlig RECHT! Es gib halt dieses „ Zwischending „

:-)

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@Loroth

Für die Verkehrssicherheit des Ladenlokals ist alleine der Gewerbetreibende verantwortlich. Wäre jemand verletzt worden, würde sogar die Staatsanwaltschaft tätig werden.

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@DerHans

Hallo Hans,

das steht doch außer Frage. Aber nur weil die Türschwelle leicht ramponiert ist und ein kleines Schlagloch vorhanden ist, stelle ich nicht die Verkehrssicherheit in Frage. Immerhin reden wir von einem Supermarkt. Der Inhaber sollte alleine schon aus betriebswirtschaftlichem Interesse heraus dafür sorgen wollen das alles in Ordnung ist.

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LG Piffsburner

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Zu Unrecht des Ladendiebstahls beschuldigt. Wie wahrscheinlich ist das und was könnte man in einem solchen Fall tun?

Ich habe schön öfters Geschichten darüber gehört, dass eine Person zu Unrecht des Ladendiebstahls verdächtigt wurde. Mir macht das ganze ziemlich Angst.

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  3. Fall: Eine Person probiert in einem Laden in der Umkleidekabine einige Teile an, z.B. 8 Teile (wenn es erlaubt ist, 8 Teile mit in die Umkleide zu nehmen). Da sie sich die Passform, Qualität, etc. genau ansieht, dauert es etwas länger. Schlussendlich entscheidet sie sich dagegen etwas zu kaufen und hängt alle Teile zurück. An der Tür wird sie aufgrund des Verdachts auf Ladendiebstahl aufgehalten mit der Begründung, dass sie zulange in der Umkleide war, aber nichts kaufte.

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Mir macht das alles jedenfalls große Angst, da sowas jedem passieren könnte, und für mich sind das richtige Horrorerlebnisse, von denen ich gehört habe.
Ich würde jetzt gerne wissen, was man als Beschuldigter in solchen Fällen machen könnte und wie wahrscheinlich es ist, dass sowas vorkommt. Die Ladendetektive sollen angeblich aufgrund der Fangprämie und ihrer sonst schlechten Bezahlung immer dreister werden..

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