Haftpflichtversicherung für Haus und Grundbesitzer

...komplette Frage anzeigen

9 Antworten

Die Wohngebäudeversicherung kümmert sich nur um bestimmte Schäden am Wohngebäude. Wird hingegen ein Dritter durch eine von Deinem Wohngebäude oder Grundstück ausgehenden Gefahr geschädigt, z.B. weil Du in irgendeiner Form den Dir obliegenden Verkehrssicherungspflichten nicht ausreichend nachgekommen bist, bist Du i.d.R. dafür haftbar. Für Besitzer eines selbstgenutzten Einfamiliehauses ist dieses Risiko regelmäßig in der Privathaftpflichtversicherung versichert. Sobald Du jedoch ein unbebautes oder Garten / Wochenendgrundstück besitzt oder ein Mehrfamilienhaus, empfihlt sich dringend der Abschluss einer Haus- und Grundbesitzer- Haftpflichtversicherung.

Hallo Herz53,

die beiden Versicherung haben - wie einige hier schon angemerkt haben - eigentlich nichts miteinander zu tun. Eine Wohngebäudeversicherung kommt für Schäden auf, die am Wohngebäude entstehen z.B. durch Sturm, Hagel, Blitz, Feuer, etc. (so am Rande mein Lieblingsversicherungsfall ist der An- oder Aufprall von Flugzeugen oder Flugzeugteilen :-)). Es ist also nur das Gebäude und in einem gewissen Maß auch der Inhalt versichert.

Bei einer Haftpflichtversicherung geht es darum, dass du als Risikoträger (hier als Hausbesitzer) besondere Sicherungspflichten hast denen du nachkommen musst. Der klassische Fall ist der § 823 BGB (es gibt zum Thema Grundbesitz auch noch einige Sondernormen, aber zum verdeutlichen spar ich mir diese jetzt). Darin ist geregelt, dass wer anderen einen Schaden zufügt für diesen Ersatzpflichtig ist. D.h. wenn jemand durch dein Gebäude (z.B. herabfallende Teile) oder auf deinem Grundstück (dazu gehört auch die Strasse, die im Winter regelmäßig geräumt werden muss) zu Schaden kommt, bist du zum Schadenersatz verpflichtet.

Wenn du eine Haftpflichtversicherung hast, kommt diese dafür auf. Als Besotzer eines selbstgenutzten Einfamilienhauses ist dieser Schutz meist in der normalen privat Haftpflichtversicherung beinhaltet. Hast du ein vermietetes Objekt oder auch nur eine Einliegerwohnung in deinem Einfamilienhaus, brauchst du eine gesonderte Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht. Die Kosten hierfür kannst du dann aber auf die Mieter anteilsmäßig umlegen. Wohnst du nicht selbst in deinem vermietetem Haus, solltest du die Verkehrssicherungspflicht (Gehweg von Laub, Schnee, etc. frei halten) im Meitvertrag auf einen / alle Mieer übertragen, da du dafür die Verantwortung trägst. Machst du es nicht, musst du dir jemand anderen suchen, der den Gehweg sauber hält oder du machst es selbst.

Als Fazit würde ich zusammenfassen:

  • Die Wohngebäudeversicherung ist eine reine Sachversicherung und deckt Schäden am Wohngebäude ab.

  • Die Haftpflichtversicherung deckt Schäden ab, die einem Dritten durch dein Haus, Grundstück widerfahren.

Ich hoffe meine Antwort hilft dir weiter.

Grüße Mondkalb

Die Haftpflichtversicherung brauchst Du, falls jemand durch Dein Haus oder Grundstück einen Schaden erleidet. Z.B. herabfallende Ziegel treffen einen Spaziergänger.

Die Haftpflichtversicherung für Haus und Grundbesitzer haftet, wenn auf Deinem Grundstück jemand einen Schaden erleidet, weil zum Beispiel jemand auf nassem Laub ausgerutscht ist, den Du nicht beseitigt hast, oder die berüchtigte Kehr- und Räumpflicht im Winter nicht ausgeübt wurde.

Man benötigt diese Versicherung aber eigentlich nur für vermietete Objekte. Auch dann wenn in Deinem Haus, indem Du selbst wohnst, und das Du besitzt, eine Wohnung vermietet ist.

Bei ausschließlich selbstgenutzen Einfamilienhäusern kommt in der Regel die private Haftpflicht für solche Schäden auf. Frag dann aber auf jeden Fall bei Deiner priv. Haftpflichtversicherung nach, obs wirklich mitversichert ist.

Die Wohngebäudeversicherung kommt dafür nicht auf.

Hey Herz. Das ist von Versicherung zu Versicherung verschieden. Informiere Dich, was die Wohngebäudeversicherung abdeckt, und lass Dir einen Versicherungsmann von einer bekannten Versicherung kommen, der Dir sagen wird, was Du von dieser Versicherung erwarten darfst und wie hoch die monatlichen/jährlichen Kosten sind im Vergleich zur Wohngebaudeversicherung. Erst dann, wenn Du schwarz auf weiss alles hast und entsprechende Vergleiche anstellen kannst, kannst Du auch eine Entscheidung treffen. LG Silvie

Klammlosewelt 07.07.2011, 23:17

Man kann das nicht in die Wohngebäudeversicherung mit einschließen. Die Wohngebäudeversicherung kommt für Schäden am Gebäude auf. Die Haftpflichtversicherung für Haus- und Grundbesitzer kommt für Schäden auf, die ein dritter, auf dem Grundstück erleidet. Z.B. Schnee wurde nicht weg geräumt, und es rutscht jemand aus und bricht sich das Bein.

0

Diese Versicherung haftet bei Personen- Sach und Vermögensschäden. Sie ist bei einer normalen Familienhaftpflicht eingeschlossen. Der Versicherungs-Schutz gilt hier aber nur für ein Einfamilienhaus.

Bei einem Zweifamilienhaus oder größer benötigt man zur Absicherung eine Haus und Grundbesitzer Haftpflicht.

Diese Absicherung hat nichts mit der Wohngebäudeversicherung zu tun.

Vertragsfreiheit, das kannst du individuell vereinbaren.

Klammlosewelt 07.07.2011, 23:12

Wie? Was kann man vereinbaren? Wohngebäudeversicherung und Haftpflicht für Haus und Grundbesitzer sind doch zwei völlig verschiedene Dinge.

0

Und wer haftet wenn sich jemand auf deinem grundstück ein Bein bricht wil da ein Ölfleck oder bananenschale liegt. Du hast die haftung

kläre das mit deiner Versicherung! Wir haben eine Hausrat.

Klammlosewelt 07.07.2011, 23:08

Was ist denn das für eine Antwort???

0
SgtMiller 07.07.2011, 23:58

@freya888, hast Du Ahnung ?

Nein ?

Setzen, sechs und Mund halten.

0
suzisorglos 08.07.2011, 00:02

und ich habe Kühe! - Was interessiert's aber den Fragesteller?

0

Was möchtest Du wissen?