Haftpflichtversicherung - warum hat sie diese klausel?

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4 Antworten

Hallo, Versicherer müssen heute leider viel zu oft davon ausgehen, dass sie betrogen werden (sollen). Diese Betrugsrate würde eklatant nach oben schnellen, wenn man unkontrolliert dieses Schadensbild öffnen würde. So würden viele wirkliche Eigenschäden, ich setze mich auf meine Brille, dann über die Haftpflicht des Anderen bezahlt werden. Damit werden dann auch die VersBeiträge noch stärker ansteigen. Leider ist in unserer Gesellschaft diesbezüglich kein Unrechtsbewußtsein vorhanden. Viele argumentieren noch nach der Faustregel, wenn ich schon 100 € im Jahr für die PH zahle, dann muss mindestens eine Brille oder ähnliches rausschauen. Dies ist der absolute Ansatz. Würden alle bei der reinen Wahrheit bleiben, dann könnten die Beiträge erheblich niedriger sein.

Im normalen täglichen Leben ist es nun einmal so, wenn ich mir etwas kaputt mache, dann kaufe ich mir wieder diesen Gegenstand und bezahle ihn aus der eigenen Tasche. SO ist (sollte) das Leben (sein), und nicht anders. Jeder anständige VN zahlt dann auf diese Art und Weise die fingierten Schäden mit. Fändest Du das richtig und gerecht für eigene Fehler Anderer zu bezahlen??

EquusCaballus 28.03.2012, 20:35

natürlich NICHT. und ich hab auch noch nie die versicherung betrogen. ich finds nur doof, dass wenn wirklich ein fremdschaden passiert (bei den eltern oder so) dass man dann leer ausgeht.

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VersBerater 29.03.2012, 00:30
@EquusCaballus

ich wollte sicherlich nicht bemerken, dass Du soetwas gemacht hättest. Dann ist das falsch rübergekommen und ich entschuldige mich dafür. Ich habe nur versucht neutral zu schreiben, warum dies so ist. Das in Einzelfällen das auch auf der anderen Seite zu Ungerechtigkeiten führen kann, ist verständlich aber nicht vermeidbar. Der mögliche Schaden bei den VR durch Betrug wäre wesentlich höher. Es wird halt immer schwer sein, hier richtig abzugrenzen und eine richtige, ich will nicht sagen gerechte, Lösung zu finden. Da wo einerseits Gerechtigkeit ist, ist andererseits auch die Ungerechtigkeit nicht weit weg. Es sind zwei absolut sehr nahe Schwestern wie auch Licht und Schatten.

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Wenn der Geschädigte in gleichen Haushalt wohnt und durch denselben Vertrag (mit-) versichert ist, wird eine gewisse wirtschaftliche Gemeinschaft unterstellt. Schäden mitversicherter Personen untereinander werden dann also - zu Recht - wie Eigenschäden behandelt. Außerdem ist die Versuchung, Versicherungsbetrug zu begehen, in einer solchen Konstellation ungleich höher, wogengen die Versicherer sich und ihre ehrlichen Kunden zu schützen versuchen. Wenn Du Dich auf Vaters Brille setzt, wird die Haftpflichtversicherung übrigens in den meisten Fällen sowieso ablehnen, auch wenn Du um die Ecke wohnst...

Betrug ja, aber den muss man nachweisen und da tut man sich bei Menschen die im gleichen Haushalt leben eher schwer.

Leider ist die Mentalität mancher Menschen derart verdreht, dass solche immer einen Ausweg suchen um etwas nicht selber zahlen zu müssen. Sobald etwas kaputt geht, würden solche Leute etwas stricken um die Versicherung einspringen zu lassen. Und nahe Angehörige kann man da leichter mit ins Boot nehmen :-(

weil dann die Wahrscheinlichkeit eines Schadens immens höher wäre. Dadurch wären die Prämienzahlungen auch um ein vielfaches höher

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