Haftpflichtschaden - Wann der Versicherung melden?

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6 Antworten

Der Schaden ist sofort zu melden.

Der Geschädigte oder dessen Rechtsbeistand bekommt über den Zentralruf der Autoversicherer ohnehin die Daten des Unfallgegners bzw. des Halters des Fahrzeugs und kann sich direkt an dessen Versicherung wenden mit oder ohne Zustimmung deiner Mutter.

Fahrlässige Körperverletzung wird nur auf Antrag verfolgt.

Wäre es denkbar, daß die Radfahrerin eine Mitschuld zugesprochen bekommt, weil sie nicht abgestiegen ist?

Ohne die genaue Situation zu kennen, sage ich dazu nichts. Im Zweifel entscheidet darüber ein Gericht.

Danke!

Du mußt dazu auch nichts sagen, aber mehr als daß die Radfahrerin am Fußgängerüberweg nicht abgestiegen ist, muß man dazu ja auch nicht wissen, oder?

Allein das reicht doch schon aus für eine Teilschuld, da man als Radfahrer an Fußgängerüberwegen absteigen MUSS, oder etwa nicht?

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@Franz577

Wie gesagt das bewertet ein Richter in letzter Konsequenz.

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Gerade bei einem Personenschaden sollte deine Mutter umgehend ihre Versicherung informieren und dieser alles weitere überlassen.

Wenn sich nämlich erst der gegenerische Anwalt bei der Versicherung meldet, wird es problematisch.

Problematisch inwiefern?

Und soviel ich weiß, wurden noch keine Versicherungsdaten ausgetauscht (oder erfährt das die Geschädigte auch auf anderem Weg?)

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@Franz577

Problematisch, weil ein Schaden unverzüglich zu melden ist. Die Versicherung könnte deiner dann vorwerfen, ihrer Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen zu sein.

Und ein Anwalt kann ganz einfach über den Zentralruf der Autoversicherer ermitteln, bei welcher Gesellschaft das Auto versichert ist.

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@kim294

Ok, aber als "unverzüglich" kann man einen oder zwei Tage später schon noch durchgehen lassen, oder?

So schnell wird da jedenfalls sicher noch nichts vom Anwalt kommen, wenn das gestern erst passiert ist.

Und ein bißchen Bedenkzeit muß einem schon auch eingeräumt werden. Sowas muß man ja auch selbst erst mal verdauen.

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@Franz577

Was zur Hölle spricht dagegen, eben kurz bei der Versicherung anzurufen?
Wenn die Dame gestern noch bei einem Anwalt war, wird das sehr schnell gehen, bis die Versicherung informiert ist.

Es ist auf jedem Fall besser, wenn deine Mutter vorher dort angerufen hat.

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@kim294

Tut sie ja auch, aber jetzt haben wir ja schon heute und nicht mehr gestern. Und gestern hatte sie dafür einfach keinen Nerv, das muß man ja auch verstehen. Sie ist ja auch nur ein Mensch und kein Roboter.

Und daß die Geschädigte gestern schon bei einem Anwalt war, wage ich sehr zu bezweifeln, weil die ärztliche Behandlung sicher Vorrang hatte und die sich auch erst mal von ihrem Schock erholen muß. Ist auch schon eine etwas ältere Dame.

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@Franz577

 Sie ist ja auch nur ein Mensch und kein Roboter.

Gerade deshalb, sollte man auch an den Menschen denken, den man durch die eigene Unachtsamkeit verletzt hat und unverzüglich (sofort) die Kfz-Haftpflichtversicherung verständigen.

Auszug aus den Versicherungsbedingungen:

E.1 Welche Pflichten haben Sie im Schadenfall?

E.1.1 Bei allen Versicherungsarten

Anzeigepflicht

E.1.1.1 Sie sind verpflichtet, uns jedes Schadenereignis, das zu einer Leistung durch uns führen kann, innerhalb einer Woche anzuzeigen.

E.1.1.2 Ermittelt die Polizei, die Staatsanwaltschaft oder eine andere Behörde im Zusammenhang mit dem Schadenereignis, sind Sie verpflichtet, uns dies unverzüglich mitzuteilen. Dies gilt auch, wenn Sie uns das Schadenereignis bereits gemeldet haben.

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@Apolon

An diesen Menschen denkt sie schon mehr als genug, keine Sorge.

Und die Geschädigte bekommt deswegen auch nicht mehr oder weniger zugesprochen, wenn das einen Tag früher oder später gemeldet wird.

Und wir haben das gestern auch noch gemacht.

Aber am selben Tag kann man das einfach nicht von jedem verlangen, weil eben jeder Mensch anders ist und nicht jeder nach so einem Ereignis sofort in der Lage ist, nur zu funktionieren und an alles zu denken, was sofort getan werden muß.

Das leuchtet doch ein, oder?

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Koppschüttel......

Statt dich hier durchzufragen solltest Du JETZT SOFORT die Versicherung über den Schaden informieren und die Daten der Geschädigten mitteilen.
Es ist erstmal nicht erforderlich Angaben zur Sache zu machen.....

Nur:
Hallo Versicherung.... Mutter hat Dummheiten mit ihrem Auto AB-C 123 gemacht.....
eine Radfahrerin ist Verletzt... Name und Anschrift sind xxxx.... Das reicht schon

Schon erledigt.

Aber was heißt "Dummheiten"?

Es war halt ein Fahrfehler, wie er jedem mal passieren kann und wie er täglich auch tausendfach passiert (mal mit mehr, mal mit weniger dramatischen Folgen).

Dafür hat man ja eine Haftpflichtversicherung.

Mit Dummheit hat das jedenfalls gar nichts zu tun!

Und ein paar grobe Angaben zum Hergang darf man sicher machen, auch wenn sich die Versicherung zur Ermittlung der Schadenssumme nur auf offizielle Angaben (Polizeibericht, Gerichtsurteile ect.) stützen darf.


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@Franz577

OK.... :)

Dummheiten im Sinne von Missgeschick..... der offizielle Begriff ist Fahrlässigkeit.... und ja, genau dafür hat man eine Haftpflichtversicherung.

Aber zu den Angaben:
natürlich darf man auch sofort Angaben machen, diese sollten nur gut überlegt sein.
Die Versicherung stützt sich bei Frage ob sie reguliert auf Polizeibericht und Aussagen der Beteiligten. Diese Entscheidung kann Durch ein Gerichtsurteil bestätigt, aufgehoben oder anteilig verändert werden.

Die Ermittlung der Schadenshöhe teilt sich auf in:
1. Sachschäden, die können durch Belege, Kostenvoranschläge oder Gutachten zweifelsfrei ermittelt werden.
2. Kosten, Behandlungskosten, Strassenreinigungskosten, Abschleppkosten usw.
3. Schadensersatz für Personenschäden, Schmerzensgeld oder Renten diese werden als vorrübergehende oder Dauerhafte Einschränkungen durch gutachterliche Ärzte festgestellt und sind entsprechend der Lebensituation des Geschädigten zwischen den Parteien notfalls gerichtlich auszuhandeln.

entsprechend der Lebenssituation bedeutet, bzw. kann bedeuten, wenn jemand einem hochbegabten Sportstudenten die Beine zb abfährt, oder einem Schüler der während seiner Schulzeit nicht anderes tut als sich auf ein Medizinstudium vorzubereiten und auch entsprechende Noten hat, dieser sein Ziel aber auf Grund des Unfalls nicht weiter verfolgen kann, dann muss der Schädiger schlimmstenfalls das Monatliche viktive Einkommen des Geschädigten ersetzen.

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@RudiRatlos67

Ist mir soweit alles klar, aber aushandeln muß das dann ja die Versicherung mit der Gegenseite. Damit hat man ja selbst nichts mehr zu tun.

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