Haftpflicht für Architekten

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Eine "Haftpflichtversicherung für Architekten und Ingenieure" IST eine Vermögenshaftpflichtversicherung, die aber auch Sach- und Personenschäden deckt.

Ich habe noch nie gehört, dass man über die Architektenkammer "Gruppen-Haftpflichtverträge" erhält; das mag bei Krankenversicherungen der Fall sein - eine Haftpflicht sollte aber nach dem eigenen Bedarf und am besten nach fachkundiger Beratung (unabhängiger Spezial-Versicherungsmakler, z.B. Eberle-Bauassekuranz oder UNIT usw...) abgeschlossen werden. Es gibt hier durchaus Unterschiede in den Bedingungen (z.B. die Massen- und Kostenklausel, Ausschlüsse wegen Überschreitung eigener Fristen und Termine). Wenn Du z.B. an einem Bauträgerunternehmen beteiligt bist und hierfür planst, hast Du in einer "normalen" Architektenhaftpflicht von der Stange hierfür KEINEN VERSICHERUNGSCHUTZ, sondern brauchst zusätzlich die sog. "Bauträgerbedingungen". Deshalb suche Dir gute Beratung und entscheide dann.

Übrigens: Immer weniger Versicherer zeichnen das Architekten-Risiko, weil die Rechtsprechung sehr bauherrn-freundlich urteilt und die Haftungskriterien und damit das Risiko sehr hoch angesetzt sind. Soweit ich weiß decken aber aber die Zurich, die VHV und die AXA noch das Architekten- und Ingenieurrisiko.

Eine sog. D&O-Versicherung ("directors-and-officers-Vermögensschadenhaftpflichtversicherung) brauchen lediglich die Organe von Unternehmen wie GmbH oder AG, für den Fall, dass sie aufgrund organhaftungsrechtlicher Vorschriften auf Schadenersatz in Anspruch genommen werden. Das trifft für die wenigsten Architekten zu. Viel wichtiger wäre eine Absicherung gegen Erwerbsausfall (Berufs-Unfähigkeit); hier gibt es aber keine pauschalen Ratschläge - die BU-Versicherung ist ein sehr beratungsintensives aber überaus wichtiges Produkt - gerade für Selbständige, die noch kein eigenes Vermögen aufgebaut haben.

Viel Erfolg!

Beste Grüße von LeonH

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo,

die Frage ist zwar schon etwas her, aber weil die vom Fragesteller tw. als gut bezeichneten Antworten inhaltlich nicht ganz richtig sind, möchte diese soweit es mir möglich ist, korrigieren - bitte nicht als Besserwisser werten -. Eine Berufshaftpflicht für Architekten ist keine Vermögensschadenhaftpflicht (VH). Versichert sein müssen, Personen- und Sachschäden, sowie Schäden am Objekt und eine entsprechende Nachhaftung bei Vertragsende, alles Dinge, die nicht in die VH gehören. Ich bin kein Versicherungsvertreter, aber ich habe mal als Mathematiker bei einer gearbeitet. Es existieren zwar Rahmenverträge mit Architektenkammern, aber diese sind anscheinend nicht grundsätzlich die günstigsten. Unsere Firma hat gerade die Berufshaftpflicht gewechselt, wir haben bei fünf Spezialmaklern Anfragen gestellt, (alles andere macht aus meiner Sicht gar keinen Sinn, man bekommt sonst nur Halbwissen präsentiert, was sich professionell anhören mag, aber es nicht wirklich ist) fast alle hatten eigene Beiträge, die niedriger als bei den Versicherungen selbst waren. Aufgrund meiner ehemaligen Tätigkeit bei einem Versicherer, der auch immer noch im Planungshaftpflichtgeschäft aktiv ist, fiel für uns eine direkte Anfrage beim Versicherer oder einem Vertreter aus; unabhänig von den Beirägen ist das im Schadensfall oder bei fachlichen Fragen einfach nicht paktikabel.
Am übersichtlichsten und günstigsten für unsere Fachrichtung (Automatisierungstechnik) waren die Angebote der Ingenieurversicherung, www.ingenieurversicherung.de , um Komentaren vorzubeugen, ich bin damit nicht verbandelt, unser Vertrag wurde letzten Endes auch über einen anderen Fachmakler vermittelt, der mit diesem Anbieter zusammenarbeitet.
Grundsätzlich möchte nur davon abraten, sich in Bezug auf die Berufshaftpflicht von einem semiprofesionellen oder einem Allroundanbieter beraten zu lassen. Schließlich brauchst Du eine kompetente Stelle für Fragen oder bei Schäden. Um einen Vergleich wirst Du nicht herumkommen.
Viel Erfolg Karl Heinz

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Schau' einmal hier: www.baulinks.de/baubranche/berufshaftpflicht.htm , dort bekommst du einige Informationen. Es hängt wesentlich von Deiner genauen Tätigkeitsbeschreibung ab, wer Dir ein wirklich "passendes" Angebot machen kann. Wichtig wäre ggfs. darüber hinaus noch eine Vermögensschadenhaftpflicht und eventuell eine "D&O"-Versicherung. Hinweise bekommst Du auch von Deiner Kammer. Die meisten großen Komposit-Versicherer bieten das an, z.B. Axa, VHV, Zurich...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Am besten fragst du bei der Architektenkammer nach. Die bietet einen Beitritt zu einem Gruppenvertrag an, der eheblich günstiger ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?