Haftet eine Tierhalterhaftpflichtversicherung (inkl. Fremdreitervers.) im Falle eines Sturzes der Reitbeteiligung von meinem Pferd?

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8 Antworten

 Ich bin Besitzer eines Pferdes und habe selbstverständlich eine Haftpflichtversicherung (inkl. Fremdreiterversicherung) abgeschlossen.

Ich vermute mal, dass du Eigentümer (Tierhalter) des Pferdes bist.

 Ich würde gern wissen, ob die Haftpflichtversicherung im Falle eines Sturzes der Reitbeteiligung überhaupt für die Schäden, Krankenhauskosten, etc. aufkommt.

Nein, die Tierhalterhaftpflicht leistet bei Fremdschäden, bedeutet, wenn das Pferd mit der Reitbeteiligung durch geht und dabei wird eine dritte Person verletzt, werden die Kosten dieser dritten Person übernommen.

Der Reiter selbst sollte daher eine eigen Unfallversicherung abschließen, die dann greift, bzw. dessen Krankenversicherung.

 Und wäre ich eigentlich versichert, wenn ich persönlich von meinem Pferd falle oder muss ich mir dafür wieder eine weitere Versicherung abschließen?

Jeder Mensch sollte auch an seine eigenen Schäden nachdenken und dafür sollte er folgende Versicherungen haben: Berufsunfähigkeitsversicherung, Unfallversicherung, Kranken-Zusatzversicherung.

Wenn Du selber von deinem Pferd fällst, zahlt das keine Haftpflichtversicherung. Da brauchst Du eine Unfallversicherung. Eine Reitbeteiligung gilt in gewisser Weise rechtlich als Mitbesitzer, und daher ist es da meist genau so. 

Du solltest Dich da aber besser mit Deinem Versicherungsvertreter drüber unterhalten und Dir genau erklären lassen, was das bedeutet, was in deinem Vertrag steht, wenn es unverständlich für dich ist.

Also, selber kann ich doch gar nicht abgesichert werden. TH wie auch PH ordnen doch nur angerichtete Fremd-Schäden.

Der Fahrer meines Autos bekommt ja von meine H. auch nichts.

Und für Kosten für Arzt/Krankenhaus/Reha sind in Deutschland doch die Kassen zuständig.

NochWasFrei 17.06.2016, 10:37

Und für Kosten für Arzt/Krankenhaus/Reha sind in Deutschland doch die Kassen zuständig.

Das stimmt natürlich. Aber sobald die "Reitunfall" hören kommen die zu 100% auf den Tierhalter zu und fordern Regreß. (Dazu gabs vor ein paar Tagen erst eine Frage hier)

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schleudermaxe 17.06.2016, 10:57
@NochWasFrei

Nein, die fordern keinen Regreß.

Wie bei anderen Unfällen auch wollen die wissen, ob es einen Verursacher und damit Kostenträger gibt und wenn ich selber der Verursacher bin, ist meine Kasse weiterhin zuständig und ich leiste keinen Regreß.

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Menuett 17.06.2016, 12:40
@NochWasFrei

Wenn es nicht das eigene Pferd war, dann kommt die KK gesichert.

Bei einem Eigenschaden kann sie nichts zurückverlangen.

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schleudermaxe 17.06.2016, 12:51
@Menuett

Und was will die KV? Wenn ich mir ein Rad borge und damit mich zerbrösele, bezahlt ja auch die PH des Verborgers keinen Cent, wetten?

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NochWasFrei 17.06.2016, 10:53

Okay, das war wohl auf den letzten Absatz bezogen "was passiert wenn ich persönlich von meinem Pferd falle".

Diese Kosten trägt natürlich die Krankenkasse. Eine Unfallversicherung sollte man bei solch einem Hobby wohl aber dennoch zusätzlich abschließen.

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Erklär mal kurz "Reitbeteiligung" für nicht Pferde Kenner. Jemand darf das Pferd nutzen und beteiligt sich dafür an den Kosten, oder wie muss ich das verstehen? Offiziell bleibst aber nur du Tierhalter und -eigentümer? 

Und bei welcher Versicherung hast du den Haftpflichtvertrag? Dann kann man da mal in die Bedingungen schauen.

NochWasFrei 17.06.2016, 10:55

Wenn du selbst von deinem eigenen Pferd fällst, hat die Haftpflicht damit nichts zu tun. Hier ist eine private Unfallversicherung zu empfehlen.

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Apolon 17.06.2016, 15:55

Eine Reitbeteiligung ist eine Person, die mit dem Pferd ab und zu mal ausreitet und sich vielleicht auch an der Pflege des Pferdes beteiligt.

Dafür zahlt sie meist einen minimalen mtl. Beitrag von 50 - 70 €

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Die Reitbeteilgung selbst kann kein Schmerzensgeld verlangen. Da gilt ein stillschweigender Haftungsausschluss.

Aber die Krankenkasse kann Forderungen stellen. Diese werden von Deiner Tierhalterhaftpflicht gezahlt. Für Dritte kann man die Haftung nicht ausschließen.

Hei, also vorab: keine Gewähr ;P

Dein Versicherungsvertreter ist hier der beste Ansprechpartner. Och kenne es allerdings von meiner Versicherung so: Frendreiter ist NICHT gleich Reitbeteiligung. Die Reitbeteiligung muss zusätzlich hinzugefügt werden. Ist aber heutzutage fast bei jedem anständigen Vertrag mitdabei ;)
Bei mir ist es so, ich muss die RB der Versicherung namentlich nennen. Angenommen du hast einen "Schadensfall" mit der RB und hast in der Versicherung "nur" Fremdreiter; so musst du nachweisen können, dass die RB nicht öfters bei dir reitet & du kein Geld bekommst dafür.

Es ist empfehlenswert; wenn man die RB daraufhinweist dass es in der Unfallversicherung (vom Menschen;D) das "Risiko Pferd/Reitsport" gibt. Das sichert zusätzlich ab :)

Viele Haftpflichtversicherung übernehmen bei einem Sturz die Kosten, aber das kommt selbstverständlich auf deine Versicherung an. Es gäbe auch noch eine Unfallbersicherung die das ganze bestimmt abdecken müsste! 

Aber es ist einfach enorm unterschiedlich bei den verschd. Versicherungen!

Mit der Tierhalterhaftpflicht in der der Fremdreiter auch berücksichtigung findet, sowie einer Haftungsausschlußerklärung die Du mit der Rb bitte machst, bist Du mit allem im Grünen Bereich.

Sollte Pipi man runterfallen und sich dem Arm brechen, dann teile das der Versicherung stillschweigend mit und warte ab was Pipi macht. Die Versicherung regelt das dann oder weist es von sich.

Die Haftungsausschlußerklärung dient in dem Fall, wenn der Schaden die versicherte Höchstsumme überschreitet. Das ist Selbstschutz.

Für Dich ist die Haftpflicht nicht da. Gegenüber Deiner Rb bist Du in der Pflicht und irgendwelche Zettelchen, die viele Pferdebesitzer gerne verfassen, wo alles vertraglich jede Haftung zurückgewiesen wird, sind absolut wertlos.

Menuett 17.06.2016, 12:39

Sobald eine Haftung des Tierhalters gegeben ist, zahlt die Tierhalterhaftpflichtversicherung.

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