Haftet die Haftpflichtversicherung in diesem Falle und wie beschreiben?

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8 Antworten

 Habe bei der Arbeit (nach der Arbeitszeit) mit dem Firmenwagen (VW T5 mit einem Dachgepäckträgeraufbau) das Geragentor meiner Firma beim einparken beschädigt.

Hier könnte nur die Kfz-Haftpflichtversicherung des Firmenfahrzeugs greifen. Allerdings vermute ich, dass in dem Versicherungsvertrag keine Eigenschäden mitversichert sind und somit wird diese auch das beschädigte Garagentor der Firma nicht erstatten.

Die Kosten des Garagentors darf dein Arbeitgeber selbst zahlen.

Nach deiner Schilderung gehe ich von einer leichten Fahrlässigkeit aus und somit kann dein Arbeitgeber die Schadenserstattung auch von dir nicht verlangen. Es handelt sich ja schließlich auch um eine Dienstfahrt.

 Und zu guter letzt wie bringe ich es meiner Versicherung bei,

Deine eigene Versicherung hat damit nicht das geringste zu tun.

Gruß N.U.

und denn das Firmenfahrzeug in der Firma wieder abgegeben wird...und da ist es passiert.

Genau mit diesem Kommentar hast du die Haftungsfrage zu deinen Gunsten umgekehrt. Da du also noch im Auftrag deines Arbeitgebers mit dem Auto unterwegs warst brauchst du auch nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit haften und dies liegt hier beides nicht vor. Auch den Hochstufungsschaden musst du nicht tragen. > Die kosten dieses Unfalls muss also komplett dein Arbeitgeber zahlen.

Hättest du dir das Auto für private Zwecke geliehen, dann sähe die Haftung ungünstig für dich aus.

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anders Thema:

Es ist so dass auf der Baustelle feierabend gemacht wird (also bezahlungs und somit auch Stundentechnisch) und denn das Firmenfahrzeug in der Firma wieder abgegeben wird

Ich habe erhebliche Zweifel, ob diese Praxis so korrekt ist, ich sehe die Fahrtkosten zur Baustelle eher als reine Arbeitszeit, die auch zu bezahlen ist!

die rückfahrt ist es. die fahrt zur Baustelle wird bezahlt...

Ja sehe ich auch so...bin da noch in der Probezeit und schaue mich auch schon überall um...bin da auch nicht so zufrieden mit. :)

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Na, auch mittlere Fahrlässigkeit befreit einen nicht komplett von der Haftung.

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Eine private Haftpflichtversicherung leistet grundsätzlich nicht bei Schäden, die im Zusammenhang bei der Nutzung einen KFZ entstanden sind.

Die Versicherung dreht gar nichts. Dieser Fall ist eindeutig gesetzlich geregelt.

Die private Haftpflichtversicherung leistet ebenfalls nicht für Schäden, die in Ausübung des Berufs geschehen. Deswegen heißt sie ja PRIVATE Haftpflichtversicherung

Und wer Haftet in diesem Falle?

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@Harkness1995

Für die Firma ist das ein Eigenschaden.

Es gehört zum unternehmerischen Risiko, dass man eben auch Leute einstellt, die sich hinterher als die falschen erweisen.

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Hallo,

die einzige eigene Versicherung, die hier angesprochen sein könnte, wäre die Privat-Haftpflichtversicherung. Da diese aber - wie der Name schon sagt - nur Schäden gegenüber Dritten im Privatbereich abdeckt, kommt sie somit auch nicht in Frage.

Grundsätzlich ist im vorliegenden Fall die sog. "Arbeitnehmerhaftung" angesprochen. Hiernach haftet man für Schäden, die man seinem Arbeitgeber zufügt, anteilig - und zwar je nach Grad der Fahrlässigkeit.

Konkret bedeutet das (etwas vereinfacht ausgedrückt), dass man für einfache Fahrlässigkeit gar nicht, für mittlere anteilig und für grobe Fahrlässigkeit ganz haftet. Letzteres hat der Gesetzgeber aber auch wiederum nach oben begrenzt, da der Schadenersatz nur im Rahmen des ihm wirtschaftlich Zumutbaren dem AN auferlegt werden darf.

Welcher Grad des Verschuldens im konkreten Fall vorliegt, kann m.M.n. niemand hier "aus der Distanz" beantworten (auch wenn immer wieder manche Antworten den Eindruck erwecken).

Nun kann sich aber auch der Arbeitgeber gegen Schäden durch Mitarbeiter nur bedingt absichern. So kommt hier allenfalls für die Schäden am Fahrzeug die Vollkasko in Betracht, für die Schäden am Hallentor nur die Gebäudeversicherung - WENN der Inhaber eine Allgefahrenversicherung oder ähnliches hierfür abgeschlossen hat. Besteht dagegen nur die normale Deckung - Feuer, Leitungswasser, Sturm/Hagel - dann ist´s nix mit dem Versicherungsschutz.

Viele Grüße

Loroth

Das hört sich sich ja nicht so gut an, die HUK ist raus, es ist eine PH und die hat mit Kfzen nichts am Hut.

Die Fahrzeugversicherung wird den Schaden an der Garage (Eigenschaden) nicht bezahlen, wenn sie dem Chef gehört, fürchte ich.

Die etwaige Voll-Kasko regelt den Schaden am Kfz.

Viel Glück und der Chef kann nicht, lese ich in der Literatur.

Muss alles dein Chef bezahlen und darf dir auch keine höheren Kosten aufdrücken.

Okay und weswegen kommt er dafür auf?

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@Harkness1995

Er kann dir höchstens kündigen, weil er dir als Autofahrer kein Vertrauen mehr entgegen bringt

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@DerHans

Eigenartig, auf was für Ideen du kommst.

Wenn dies so wäre, würde er ihm höchstens den Dienstwagen abnehmen.

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Das zahlt die KfZ-Haftpflichtversicherung des Fahrzeughalters; also deine Firma.

Durftest du das Fahrzeug nach der Arbeitszeit nutzen?

Ja. Es ist so dass auf der Baustelle feierabend gemacht wird (also bezahlungs und somit auch Stundentechnisch) und denn das Firmenfahrzeug in der Firma wieder abgegeben wird...und da ist es passiert.

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@Harkness1995

Wenn du das Firmenfahrzeug noch zur Firma bringen musst, ist das selbstverständlich Arbeitszeit.

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Firmenwagen, das ist ein KFZ. Die Privathaftpflicht zahlt folglich nichts. Wozu auch? Dafür gibt es die KFZ Haftpflicht. Für Schäden am T5 kommt die Vollkasko auf.

Dein Chef darf dir nichts davon aufdrücken. Es ist sein unternehmerisches Risiko, wenn ein Mitarbeiter unachtsam ist oder nicht fahrten kann.

Du hast keinerlei Möglichkeiten diese Sache über irgend eine Versicherung abzudecken, das geht nicht. Ganz einfach weil es in der Praxis auch nicht notwendig ist, nicht rechtlich gedeckt.

Du bist Arbeitnehmer und dein Chef beauftragt dich mit seinem Firmenwagen zu fahren. Tja und wenn du das Garagentor dabei beschädigst, dann zahlt die KFZ Haftpflicht halt ein neues Tor oder die Reparatur. Die Hochstufung ist nicht dein Problem. Folglich kann man sich auch nicht dagegen versichern. (als Arbeitnehmer)

Zum Einen ist er ab mittlerer Fahrlässigkeit durchaus mit in der Haftung, zum anderen dürfte die KFZ-Versicherung des Firmenwagens auch keine Schäden am Firmeneigentum zahlen.

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@AalFred2

Also ich seh da nichts fahrlässiges, wenn der Fahrer sich verschätzt oder gedüst hat. Und wieso sollte die KFZ Haftpflicht nicht den Schaden am Tor zahlen, wenn der Tarif das hergibt? Eigenschäden kann man doch versichern.

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@BenniXYZ

Nachdem das Tor dem fahrer wohl kaum unvermittelt in den Weg gesprungen ist, liegt auf jeden Fall Fahrlässigkeit vor. Auch verschätzen oder düsen, ich nehme an du meintest dösen, sind Arten von Fahrlässigkeit.

Nenn mir bitte mal einen KFZ-Haftpflichttarif, der Eigenschäden mitversichert. So etwas gibt es nicht.

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@AalFred2

Na klar gibt es Versicherer die Eigenschäden mit decken. VHV ganz vorn, Itzehoher, ich glaub die Allianz hat auch so einen Traif, müßte ich nachsehen. Bei uns sagt man: der hat gedüst, also war unachtsam. Und das ist nicht unbedingt fahrlässig.

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@AalFred2

 Nenn mir bitte mal einen KFZ-Haftpflichttarif, der Eigenschäden mitversichert. So etwas gibt es nicht.

Doch das gibt es - und zwar bei der AXA/DBV im Tarif Mobil Komfort

Auszug aus den Versicherungsbedingungen:

b Für Sachschäden: Wenn diese von Ihnen oder mitversicherten Personen mit Ihrem Pkw an Ihren eigenen Sachen verursacht werden („Eigenschäden“ z. B. an Gebäuden oder anderen, auf Sie zugelassenen Pkw). Voraussetzung ist, dass sich diese Sachen zum Schadenzeitpunkt nicht an oder in dem versicherten Fahrzeug befinden. Eine Eintrittspf licht besteht jedoch nur dann, wenn die Verpf lichtung zur Leistung auch bei einem Fremdschaden bestehen würde. Bei Eigenschäden ist die Entschädigung auf 100.000 Euro je Versicherungsjahr begrenzt. Außerdem besteht eine Selbstbeteiligung von 500 Euro je Schadenfall.

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@BenniXYZ

 Bei uns sagt man: der hat gedüst, also war unachtsam. Und das ist nicht unbedingt fahrlässig

Sorry - aber wenn es nicht fahrlässig war, dann müsste es ja vorsätzlich geschehen sein.

Begreifst Du vielleicht jetzt, welchen Unsinn du schreibst.

Gruß N.U.

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@Apolon

Ups, wieso wirst du persönlich? Wer erzählte etwas von Vorsatz? Was ist unachtsam? Das kannst du ziehen wie den Begriff zeitnah.

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@BenniXYZ

@BenniXYZ,

Du hast meinen Hinweis also  nicht verstanden.

Wenn es sich nicht um eine Fahrlässigkeit gehandelt hat, kann es nur vorsätzlich geschehen sein.

Den Begriff unachtsam gibt es im Versicherungsrecht nicht.

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@Apolon

Moin zu dir, ich frage dich noch mal, was ist Unachtsamkeit? Wie wird es rechtlich gesehen ausgelegt? Natürlich gibt es diesen Begriff in der deutschen Sprache. Wenn man unachtsam war, also nicht aufgepasst hat, dann muß das noch lange nicht fahrlässig ausgelegt werden und erst recht nicht vorsätzlich. Wenn man aus Versehen, aus Unachtsamkeit, gegen ein Garagentor fährt, dann ist das weder fahrlässig, noch vorsätzlich geschehen. Folglich ist es versichert und der Schaden wird bezahlt.

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@BenniXYZ

Wenn man unachtsam war, also nicht aufgepasst hat, dann muß das noch lange nicht fahrlässig ausgelegt werden

Doch exakt das ist die Definition von fahrlässig. Beim Fahren eines KFZ hat man die Aufmerksamkeit hierauf zu richten. Tut man dies nicht, handelt man fahrlässig. Versicherungen decken im Normalfall nur fahrlässig herbeigeführte Schäden. Unverschuldete decken sie nicht.

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 Tja und wenn du das Garagentor dabei beschädigst, dann zahlt die KFZ Haftpflicht halt ein neues Tor oder die Reparatur.

Dies wäre nur dann möglich, wenn in der Kfz-Haftpflicht Schäden Eigenschäden mitversichert wären, was ich allerdings bezweifele.

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