Haftet der Reitstall oder die Besitzerin? Ab wann zählt man für den Anwalt?

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7 Antworten

In der Tat ist der Schaden dem schlechten Zustand der Bande zuzuordnen und der Stallbesitzer ist seiner Sicherungspflicht wohl nicht nachgekommen.

Da auf Reiterhöfen alles unnormal ist und sogar Richter das kot... bekommen wenn sie auch nur den Begriff Reiterei hören, sollte der Schaden auch wirklich gut dokumentiert werden. Einfach nur etwas zu behaupten, das geht schief und das Gericht macht das sicher nicht und auch kein Anwalt.

In jedem Hotel ist der Betreiber in der Haftung wenn irgendwwas von der Decke fällt oder jemand in ein Loch tritt und sich verletzt. Das gilt auch für einen Pferdestall. Sehe zu das ein causaler und nachweisbarer Zusammenhang zwischen der Verletzung und der Ursache hergestellt wird.

Natürlich hast Du im Gegensatz zum Beispiel "Hotel", dann das Gezicke auf Deiner Seite, aber das ist ja normal bei Euch Reitern. Also Stallsuche auch gleich einleiten.

Der Anwalt kostst schon Geld wenn Du ihn nur etwas fragst.... Das ist eine eine Rasse.

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miriamkelzer 03.09.2016, 11:26

Erstmal vielen Dank für deine Antwort. Ja das Gezicke ist echt anstrengend und auch seit der Sache herrscht dicke Luft.
Also meine Freundin hat die ganze Zeit Bilder gemacht von dem Huf und auch von dem Loch (das wurde immer noch nicht entfernt, obwohl die Ränder richtig scharf sind). Haben noch alle splitter und zwei Augenzeugen. Sicherheitshalber haben wir die Ausrüstung, die das Pferd getragen hat, eingetütet und nicht mehr angefasst. Darauf befindet sich nämlich auch noch Blut.

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Ein Anwalt DARF überhaupt keine kostenlose Rechtsberatung leisten. Das verstößt gegen das Standesrecht.

Die Gebühren richten sich nach dem Streitwert.

Dieser berechnet sich nach den OP-Kosten evtl. sogar den Totalverlust des Pferdes.

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miriamkelzer 30.08.2016, 20:37

Schade das habe ich schon befürchtet. Trotzdem vielen Dank. Habe nun paar Adressen rausgesucht und werde sie mal meiner Freundin geben...

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nein der Hof bzw der Betreiber wird nur haften wenn du Fahrlässigkeit oder Absicht beweisen kannst. 

Da könnten 95% der Ställe bald zumachen, weil ein Pferd mal stolpert oder sich verletzt. 

Kostenlos gibt's beim Anwalt nichts, ggf ist eine Rechtsschutzversicherung vorhanden, die evtl die Gerichtskosten nach dem Prozess übernimmt. Das muss aber vorab von dir/ deiner Freundin bezahlt werden. 

Finde das übrigens mehr als mies. Deine Freundin hat nicht nachgedacht und zu wenig Rücklagen geschaffen, jetzt geht ihr das Geld aus und somit der A**** auf Grundeis und jetzt soll der hofbetreiber haften? 

Danke. Solche Einsteller würde ich hochkant vom Hof schmeißen, wenn man noch nicht mal vernünftig mit dem Betreiber sprechen kann, nach einer gütlichen Lösung sucht zusammen und vorher auch noch den Anwalt einschaltet.

Ich rate deiner Freundin, ihre Pferde zu reduzieren, um für die anderen entsprechend sorgen zu können. Wenn wegen einer Verletzung schon das Geld knapp wird, lebt man evtl über seine Verhältnisse. 

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miriamkelzer 31.08.2016, 12:07

Sie wird den Klinikaufenthalt bezahlen können nur ist es halt ein Haufen Geld. Sie wird jetzt auch nicht direkt mit Anwalt und Anklage zu den stallbesitzern rennen ich glaube das kam falsch rüber. Sie will sich lediglich absichern ob es im Härtefall eine gute Chance gibt. Natürlich würde sie erst mit denen reden. Nachher öffnet sie ein Riesen fass, kriegt keinen Zuspruch und steht mit den Pferden erstmal blöd da.
Den letzten Abschnitt lasse ich mal unkommentiert, da dies keiner beurteilen kann und sollte.

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beglo1705 31.08.2016, 12:30
@miriamkelzer

Das kannst ruhig kommentieren, wenn jemand der Meinung ist, dass die Freundin über die Verhältnisse lebt, ist nichts außergewöhnliches bei vielfach Pferdehaltern weil viele einfach zu knapp auf Kante nähen und das holt jeden irgendwann ein, wenn eben solche teuren Zwischenfälle eintreten. 

Der Hofbesitzer wird sich hierzu ebenfalls rechtlich beraten lassen, sofern er ein Anschreiben vom Anwalt bekommt. 

Und nein, sie hat relativ wenig Chancen vor Gericht zu gewinnen und einen Anspruch auf Schadensersatz zu erstreiten. 

Dennoch, rechtliche Beratung einholen und dann entscheiden ob es das ganze Brimborium wert ist. 

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Äh, nee. Bei einem Anwalt gibts nix kostenlos.

Das Pferd hat die Bande beschädigt und sich dabei selbst verletzt. Dafür haftet die Pferdeeigentümerin.

Und jetzt soll der Halleneigentümer dafür haften, dass sein Eigentum beschädigt wurde?

Nee, so läuft das nicht.

Deine Freundin wußte doch bestimmt nicht erst seit dem Schaden, dass die Bande schnell splittert.

Und sie hat die Halle weitergenutzt und nichts schriflich bemängelt und die Boxenmiete auch nicht gemindert. Damit hat sie zum Ausdruck gebracht, dass sie mit der Halle einverstanden ist.

Damit ist der SB auf der sicheren Seite.

Wer mehrere Pferde hat und sich keinen Anwalt leisten kann, der sollte ganz schnell ein paar Pferde verkaufen. Die werden auch mal krank und das kostet dann ganz schnell mehr als ein Anwalt.

Und wer nicht zahlen kann, der muß dann entweder einschläfern lassen oder zum Metzger geben.

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miriamkelzer 30.08.2016, 22:58

Natürlich kann sie sich einen Anwalt leisten, aber hier fragt nicht sie sondern ich! Ich will mich halt was schlau machen und für sie mal gucken ob es sich lohnt einen Rechtsstreit ins rollen zu bringen. Dennoch sehe ich es nicht als meine Aufgabe Geld für einen Anwalt auszugeben. Wenn ich wirklich sonst nichts rausfinden kann, dann werde ich ihr halt Adressen von geeigneten Anwälten geben und sie muss sich selbst drum kümmern.
Natürlich wissen wir das mit dem splittern nicht erst seit kurzem, aber (ja es klingt naiv und im Nachhinein ist es auch naiv) da nie was passiert ist haben wir nicht weiter drüber nachgedacht. Auf der anderen Seite sollte eine bande einen Tritt aushalten müssen und daher sind wir ja auch unsicher ob man überhaupt was einfordern kann. Ich kann deinen Standpunkt total nachvollziehen und auch meine Freundin sieht es auch als starkes Gegenargument und da liegt bei ihr auch der innere Konflikt.

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MoechteAWissen 01.09.2016, 17:38

Kopfschütteln!!!

Dein Pferd zerstört fremdes Eigentum und du möchtest dem Stallbetreiber Geld aus der Tasche ziehen ?

Spar dir den Anwalt!

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Anwälte werden dir in der Regel gerne noch ein paar Hunderter aus der Tasche ziehen...egal wie's geht.

100% sicher ist bei einem Rechtstreit nichts. Deswegen haben ja dann immer beide einen Anwalt....der Stall würde sich garantiert auch einen nehmen 

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miriamkelzer 30.08.2016, 23:17

Danke.. Musste leider auch einsehen, dass dieses Thema zu komplex ist um nach kurzer Erläuterung des Sachverhalts eine halbwegs zuverlässige Antwort kriegen zu können... Anscheinend kann ich nur helfen indem ich meiner Freundin gute Anwälte raussuche mit denen sie dann selbst über die Geschehnisse reden kann

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Da Wirt die Besitzerin des Pferdes drauf sitzen bleiben...  

Wenn Sie weiß das die Bande so schnell kaputt geht..  Und sie trotzdem zulässt das ihr Pferd da lag geführt wird...  Dann ist es fahrlässig von ihr selbst..  


Es kann durch aus passieren das die Bande bricht nach einem tritt vom Pferd.. 

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@miriamkelzer,

bei deinem Text geht viel daneben:

In meiner letzten Frage habe ich ja schon berichtet, dass meine reitbeteiligung in die Bande gestolpert ist und sich dabei, trotz hufglocken, einen ordentlichen Splitter in den Huf gehämmert hat.

Eine Reitbeteiligung ist ein Mensch, der die Möglichkeit von einer Pferdehalterin bekommt ein Pferd zu reiten. - Dürftest dann also du sein.

Und du hast jetzt einen Splitter im Huf ???

Außerdem frage ich mich, was man unter Hufglocken verstehen darf???

Die Besitzerin/ meine Freundin ist nun ziemlich verzweifelt, weil es ein Haufen Geld sein wird.

Was hat denn deine Freundin überhaupt mit den Klinikkosten zu tun, denn nach deinem Text ist sie ja nur die Besitzerin aber nicht die Pferdehalterin/Eigentümerin des Pferdes.

Nun überlegt sie, ob nicht der Stall haften könnte, da die Bande bei einem Tritt sofort gesplittert ist und eigentlich sowas ja nicht passieren dürfte. Die bande hat regelmäßig Löcher, weil ein Pferd da reintritt nur unser Pferd hatte nun Pech.

Die Ränder von dem Loch sind Rasiermesserscharf.

Hier stellt sich mir die Frage, weshalb das Pferd überhaupt in diesen Stall gebracht wurde, wenn zuvor schon feststand, dass es  Beschädigungen schon gab? Die Pferdehalterin hat scheinbar Verletzungen des Pferdes in Kauf genommen.

Dies sollte man dem Tierschutzverein, wie auch dem Veterinäramt melden!

Hab auch überlegt einen Anwalt anzuschreiben und weiß nicht wie das da läuft.

Nein - bei einer Rechtsanwaltskanzlei macht man einen Termin und geht hin und kann sich dann beraten lassen. Kostet dann aber auch Geld, es sei denn man hat eine Rechtsschutzversicherung für solche Fälle.

Allerdings sollte man als Pferdehalter (Eigentümer des Pferdes) kein Pferd in solch einen Stall führen, denn man ist dann, wenn was passiert auch mitschuldig.

Gruß N.U.

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miriamkelzer 31.08.2016, 10:58

Nach meiner Auffassung ist eine reitbeteiligung beides. Es beschreibt das Pferd, dass von jemand anderes geritten wird und die Person, die das Pferd mitreitet. Ist hier so gängig, aber das Pferd hat den Splitter. Den Teil, dass meine Freundin nicht die Eigentümerin des Pferdes ist, sondern nur die Besitzerin ist, verstehe ich nicht. Meine Freundin ist die pferdehalterin.
Hufglocken sind entweder aus Gummi oder aus Leder und werden um die Hufe gemacht. Sieht geschlossen aus wie ein Trichter, der halt um die Hufe gemacht wird und somit schützen sollte.

Den Aspekt, dass man es ja vorher schon wusste, sehe ich ein. Dazu kann ich nur sagen (im Nachhinein ist es sehr naiv), dass bisher nie was passiert ist und die bisherigen Löcher nicht so scharf gesplittert sind und den Pferden ist nie was passiert. Wahrscheinlich haben die nur gegen getreten, während unser Pferd richtig in die bande reingetreten hat. Der Stall ist ein großer privatstall mit Ca 50 einstallern und besteht seit Ca 30 Jahren. Wie gesagt bisher ist nie was passiert auch wenn es keine Entschuldigung ist

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Apolon 31.08.2016, 11:11
@miriamkelzer

@miriamkelzer,

deine Auffassung ist falsch!

http://pharmarisk.de/versicherungslexikon-sicherheit-reitbeteiligung

Den Teil, dass meine Freundin nicht die Eigentümerin des Pferdes ist, sondern nur die Besitzerin ist, verstehe ich nicht.

Du hast doch geschrieben, dass deine Freundin lediglich die Besitzerin ist. Dass sie die Pferdehalterin bzw. Eigentümerin ist dazu fehlt jeder Hinweis.

Besitzer ist immer derjenige, der gerade bei dem jeweiligen Zeitpunkt das Pferd in Besitz hat, also z.B. mit diesem gerade mal durch die Gegend reitet.

Hufglocken sind entweder aus Gummi oder aus Leder und werden um die Hufe gemacht.

Und für was sollen diese gut sein?

Wir hatten 30 Jahre lang Pferde und von solchen Glöckchen noch nie gehört.

Wie gesagt bisher ist nie was passiert auch wenn es keine Entschuldigung ist

Dir gehört ja das Pferd auch nicht - also hast du dazu auch keine Veranlassung.

Allerdings sollte man von dem Stallbesitzer verlangen, dass die Bande ausgebessert wird - dass solche Unfälle nicht mehr passieren können.

Denn spätestens dann ist er in der Haftung, wenn solche Schäden danach wieder passieren.

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miriamkelzer 31.08.2016, 12:00

Hier ist es halt so geläufig, dass das Pferd ebenfalls reitbeteiligung genannt wird und für mich ist die Besitzerin nur die Person, der das Pferd auch wirklich gehört. Deine Definition von Besitzerin ist mir neu, aber tut eigentlich hier auch nichts zur Sache.
Die Glocken sollen den Huf und vor allem den Ballen schützen.

Allerdings sollte man von dem Stallbesitzer verlangen, dass die Bande ausgebessert wird - dass solche Unfälle nicht mehr passieren können.
Denn spätestens dann ist er in der Haftung, wenn solche Schäden danach wieder passieren.

Das ist eine gute Idee.

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Apolon 31.08.2016, 12:23
@miriamkelzer

Wenn du hier ständig deine falsche Denkweise wiederholst, kann man dir nicht wirklich helfen.

Die Begriffe Eigentümer und Besitzer findest du auch im BGB §§ 854 ff (bürgerliches Gesetzbuch).

Dort kannst du mal nachlesen was man unter Besitz und Eigentum versteht und was der Unterschied ist.

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miriamkelzer 31.08.2016, 13:05

Ich habe doch nun erklärt wie ich es meinte und danach habe ich beide Begriffe nicht mehr wiederholt. Da ich nun erklärt habe, wer der Eigentümer ist und wem nun der Unfall passiert ist, verstehe ich nicht ganz wo das Problem ist.

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