Haftet der Anwalt oder die Kanzlei bei Schadensersatzansprüchen?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Den Schadenersatzanspruch machst Du gegen Deinen Vertragspartner geltend: im Falle eines angestellten RA ist das die Kanzlei.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Dann stelle erstmal fest, ob es eine Gemeinschaftskanzlei ist, oder eine Bürogemeinschaft.

Also gab/gibt es ein Briefpapier auf dem die Anwälte zusammen aufgeführt sind.

Wenn ja, ist die Kanzlei als solche für Dich zuständig. Dass die Versicherung eines jeden Anwalts separat ist interessiert erst in zweiter Linie.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Eine  Antwort  auf diese Frage habe ich nicht.

Ich denke aber, dass dies im Wesentlichen von dem Status des Anwalts in der Kanzlei abhängt (z. B. Angestellter oder assoziierter Partner).

Davon unabhängig dürfte es nicht einfach sein, den von Dir behaupteten Tatbestand zu beweisen - Zitat aus Wikipedia (Artikel Anwaltshaftung)

Der Geschädigte muss im Anwaltshaftungsprozess alle anspruchsbegründenden Tatsachen voll beweisen. Dazu gehören zum einen das Zustandekommen und der Inhalt des Mandatsvertrages. Dies kann gerade bei privaten Ratschlägen des Anwalts problematisch sein. Zum anderen muss der Geschädigte auch die Pflichtverletzung des Anwalts voll beweisen. Eine Beweislastumkehr gibt es nicht.

Das halte ich für nahezu unmöglich.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von OlsenEgon74
16.08.2016, 07:55

Hallo Schnoody, danke für Deine Antwort. Aber, meine Frage bezieht sich nicht darauf, ob und wie ich den Tatbestand beweisen kann (das würde zu wiet führen) sondern darauf, ob ich meine Ansprüche gegeüber der Kanzlei gelten machen kann. Der Anwalt war (denke ich) angestellt.

Ich habe demnächst ein klärendes Gespräch mir einem der Partner der Kanzlei. Allerdings ist dieser auf mich zugekommen, da er meinte, dass wohl bei meiner Vertretung einiges schief gegangen ist ;-)

0

Also, es ist so, dass der Anwalt der mich in meinem Fall vertreten hat seine Zulassung verloren hat und als "Angestellter" in der Kanzlei gearbeitet hat. Daher ist es so, wie WetWilly gepostet hat, dass die Kanzlei der "zu beklagende" ist. Allerdings kam es zu einer Einigung ohne Rechtsstreit. Die Kanzlei übernimmt die angefallen Gerichtskosten. Ich muss / soll im Gegenzug auf alle weiteren Schritte gegen die Kanzlei verzichten.

Danke noch einmal für all die guten Antworten und Hinweise.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von WetWilly
17.08.2016, 08:15

Schön, dass eine für Dich zufriedenstellende Regelung gefunden wurde und danke für die Info.

0

Was möchtest Du wissen?