Haftbarkeit bei Unfall eines Gastes als Arbeitnehmer (Gastronomie)

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4 Antworten

Diese Frage musst du mit Deinem Arbeitgeber klären, inwieweit er versichert ist, bzw. sein Personal.

Grundsätzlich kann man bei fahrlässiger Handlung oder Unterlassung strafrechtlich gegen dich ermitteln.

Nach deutschem Recht gehen zivilrechtliche Ansprüche von Gästen erst einmal gegen den Arbeitgeber. Dafür hat der i.d.R. eine Haftpflichtversicherung, die den Schaden ersetzt. Eine Regressnahme beim Arbeitnehmer ist nicht möglich, da er mitversicherte Person ist. Falls der Arbeitgeber durch Dich selbst einen finanziellen Schaden erleidet, ist eine Haftung entsprechend des Grades des Verschuldens möglich. Wie es in Österreich aussieht weiß ich nicht.

Es spielt aber auch Dein Arbeitsauftrag eine Rolle, wie der gestaltet ist. Wenn Du am Pool der Verantwortliche bist (das müsste ja in Deiner Stellenbeschreibung stehen), wird man natürlich Dich als Ersten in Verantwortung nehmen. Allerdings muss sich der Arbeitgeber ggf. ein Auswahl,- Kontroll- oder Instruktionsverschulden anrechnen lassen, wenn er eine Person mit einer Aufgabe betraut, die dafür nicht geeignet oder ausgebildet ist (Rettungsschwimmausbildung, Erste Hilfe-Ausbildung etc.).

Du bist Kellner und kein Rettungsschwimmer!

Das einzige Problem wäre, wenn du einem volltrunkenen Gast weiter Alkohol ausschenkst. Das solltest du mit deinem Chef abklären, inwiefern du dort dann den Ausschank verweigern solltest.

als was wirst du eingesetzt? natürlich kann jeder bei fahrlässigem handeln zur verantwortung gezogen werden.

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