Haftbar bei Missbrauch öffentliches VPN?

... komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Das dumme ist das du als Anschlussinhaber ermittelbar bist also werden alle Forderungen erst einmal an dich gestellt und du kannst dann versuchen das ganze ab zu wehren. Als Mitstörer musst du zwar keine Schadenersatz zahlen aber Kostenpflichtige Abmahnungen dürfen dir trotzdem zugestellt werden. Viel schlimmer wiegt aber das du bei einem Gerichtsprozess glaubhaft darlegen musst das du es nicht warst der etwas illegales gemacht hat sondern eine Anderer der deine VPN Zugang missbraucht hat. Das was du vor hast ist ohne sich vorher sehr genau bei einem Rechtsanwalt rechtlich beraten zu lassen nicht ratsam den es gibt da eine ganze Menge zu beachten. Du kannst dich leider nicht mit einem der großen Provider vergleichen hier wird leider tatsächlich mit zweierlei Maß gemessen, bei denen wir nämlich regelmäßig eine Mitstörerhaftung verneint während sie bei Privatpersonen regelmäßig bejaht wird. Was glaubst du eigentlich was passiert wenn über deinen Anschluss dann KiPo verteilt wird, dann hast du ganz schnell die Polizei im Haus und die nehmen dann erst einmal deine ganze Hardware mit wenn du Pech hast dann wird dir auch noch unterstellt das du selber etwas damit zu tun hast und dann drohen sogar Haftstrafen. Denk dran du bist es über dessen Anschluss alles läuft und nach außen sieht es so aus als würdest du den Mist bauen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Also erstmal ist ein VPN ein virtuelles, privates Netzwerk..ein verschlüsselter IP-Tunnel direkt zu deiner maschine...das heisst das nur Benutzer mit ensprechendem Zertifikat auf das Netzwerk zugreifen dürfen...und von aussen ist auch nicht einsehbar was da genau passiert sonst wäre es ja nicht mehr sehr privat.... naja und illegale Sachen bleiben illegal, egal ob man das über VPN machst oder sonstwie....

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von silentium
22.08.2012, 09:01

Diese Antwort geht leider überhaupt nicht auf meine Frage ein. Mir ist klar, dass illegal illegal bleibt. Die Frage ist, ob ich als Betreiber hafte oder nur der Täter.

0

Die Inhaber haften selten, weil man Diese einfach nicht zu fassen bekommt. Die Drahtzieher sitzen meistens auf irgendwelchen Inseln, wo die Deutsche Regierung keine Macht hat.

Der "Kunde" ist meistens mit seinem heimischen PC schnell auffindbar.

Am Beispiel Kim Schmitz und den Jungs von Kino.to siehst du aber, dass man auch dem Betreiber an den Kragen kann.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von silentium
22.08.2012, 08:52

Die Frage ist ob der Betreiber überhaupt in der Theorie haften würde, egal wie auffindbar er ist.

0

Ja, du haftest dafür. Genau dafür gibt es doch schon Urteile des BGH.

Siehe hier: http://www.heise.de/newsticker/meldung/BGH-schraenkt-Folgen-der-Stoererhaftung-fuer-WLAN-Betreiber-ein-998591.html

Ich würde es nicht tun. Meinen WLAN-Schlüssel kennt nur meine Lebensgefährtin sonst niemand. Und diesen wechseln wir spätestens aller paar Monate, mind. aber 2x pro Jahr.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von silentium
22.08.2012, 19:13

"Genau dafür" ist wohl aus verschiedenen inhaltlichen Gründen nicht ganz richtig.

Diese Antwort ist zwar bisher mit Abstand die beste (und ich danke dafür) aber ich glaube nicht, dass dieses Urteil 1:1 auf meinen theoretischen Fall zu übertragen ist. Beim Missbrauch von WLAN hat der WLAN-Betreiber dem Täter die illegale Handlung erst ermöglicht. Wenn jemand mein VPN missbraucht dann hat er schon einen Internetzugang und könnte auch ohne VPN illegale Sachen machen.

0

Was möchtest Du wissen?