Hafer oder getreidefreies Futter?

Das Ergebnis basiert auf 7 Abstimmungen

Ich würde eher Hafer füttern. 57%
Ich würde eher getreidefrei füttern. 29%
Anderes... 14%

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Sofern mein Pferd Kraftfutter braucht, dann möglichst Hafer, im ganzen Korn. Das ist das, was das Pferd an Kraftfutter am ehesten verarbeiten kann. Es bringt schnell verfügbare Energie. Alles mit Fasern (Heu, Luzerne, Grünhafer usw) ist "speicherbare" Energie, ideal z.B. zum Wärmen geeignet im Winter.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – über 20 Jahre Reiterfahrung und eigenes Pferd seit über 10J.
Anderes...

das ist von Pferde/Pony zu Pferd/Pony unterschiedlich und richtet sich nicht nur nach dem Alter, dem Gesundheitszustend, den Anforderungen an das Tier, sondern auch nach der sonstigen Fütterung.

Was sagt denn euer Stallmeister?

Hast du ein Distanzpferd, das diesen Sommer noch etliche Sttrecken vor sich hat , dann gerne ja
hast du einen altes Freizeitpferdchen, mit dem du gerne spazieren gehst oder etwas Bodenlektionen machst, dann ist ein getreidefreies "Müsli" ggf besser.

Du kannst das auch gut mit deinem TA besprechen, der dein Pferd ja kennt und seine Wehwehchen und der einschätzen kann, ob und wann es welche Sorte Kraftfutter braucht.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Reiten-Haltung-Zucht-Ausbildung n.LTJ u.ä.

Kurzform: Viele Pferde tun einfach zu wenig, um mit soviel Energie umgehen zu können.

Jedoch müssen, um die Mär vom Sportpferd aufrecht erhalten zu können, viele Pferde Kraftfutter fressen, was sie eigentlich gar nicht brauchen. Nicht Umsonst sind die meisten Pferde übergewichtiger, als ihre Reiter!

Da unsere modernen Getreide, "alles" Gräser sind, haben Pferde immer schon auch Getreide gefressen, seit dem sie auf der Steppe rumlaufen.

Oft kommt man Bedarfsgerecht, ohne Kraftfutter aus. Das Pferd ist halt nur nicht fett! Da aber Muskeln aufbauen auch beim Pferd mit Arbeit zu tun hat und viele es wirklich gut unterscheiden können wird das Pferd rund gefüttert.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Ausbildung Pferdewirt, ganzheitlicher Pferdetherapeut

ich würde das füttern, was mein pferd braucht.

im training stehen heisst für mich, dass mein pferd täglich zwischen 2 und 4 stunden oder länger RICHTIG arbeiten muss. das trifft vielleicht auf ein halbes prozent aller pferde zu. rennpferde eingerechnet. und selbst die brauchen nicht mal alle krippenfutter.

es gibt durchaus rückepferde, die an 5 tagen die woche täglich 8 stunden baumstämme aus dem wald ziehen, die reinweg nur heu brauchen (solange die mittagspause so lang ist, dass zeit für eine heuration, zum saufen und noch ein wenig ausruhen bleibt - also etwa 2 stunden, ist das überhaupt kein problem)

noch heute stellen die iren und engländer ihre internationalen turnierpferde einfach auf die weide, füttern heu zu und das wars.

sollte mein pferd wirklich zusatzfutter benötigen, möchte ich auch die maximle stoffwechselausbeute für mein pferd. aber auch nur für den fall, dass es das auch wirklich braucht.

lieber würde ich erstklassiges heu kaufen.

das bedeutet, frisch gequetschter hafer. er hat eine energie-stoffwechselausbeute von 90%. dem folgt hafer im ganzen korn mit etwa 75%.

dem folgen weizen (in den benötigten mengen kann die art der stärke des weizens problematisch sein, weswegen er durch heisswalzen aufgeschlüsselt werden muss - mit allen nachteilen wie stoffwechselbelastung, insulinproblemen, zahnstein etc.) und gerste. roggen sollte pferden möglichst nicht gefüttert werden.

alle andern hochkalorischen futtermöglichkeiten liefern hauptsächlich körperfett und belasten den leberstoffwechsel. sie liefern kalorien, sorgen beim pferd aber nicht für mehr arbeitsenergie. die kalorien stammen vorwiegend aus kurzkettigen kohlenhydraten, heissgetrocknetem saftfutter (bei dem ein grosser teil der kohlenhydrate in zucker umgewandelt wird) und abfällen der gebläsetrocknung von heu.

also würde ich hafer füttern und mir vermutlich eine eigene quetsche zulegen, in der ich nur kleine mengen hafer frisch anquetsche. kleine mengen deswegen, weil quetschhafer schnell ranzig wird und auch schnell bestimmte inhaltsstoffe verliert - ausserdem erhitzen sich die walzen beim quetschen grösserer mengen und ich habe im endeffekt bei den letzten kilos nur noch haferflocken.

in bestimmten fällen kann auch ein teil der hafergabe durch ein entsprechendes "stehfutter" ausgetauscht werden oder häcksel zugegeben werden, um die fresszeit zu verlängern und das kauen und einspeicheln zu verbessern.

das hat übrigens nichts mit auf etwas schwören zu tun, sondern ergibt sich, wenn man sich nicht nur fürs reiten, sondern auch für den sehr viel grösseren rest interessiert.

zumindest rudimentäre kenntnisse über stoffwechsel und fütterung sollte jeder pferdebesitzer haben. das ist schon nötig, um überhaupt mit dem, der die fütterung macht, zu besprechen, was wann gegeben wird.

hafer ist recht teuer. im sinne des stallbesitzers ist es meist in ställen mit vollpension, ein günstigeres kurzfutter zu geben. wenn du das nicht beurteilen kannst, hast du schon verloren. denn wenn du ausdrücklich hafer willst, wird dein pferd ihn auch bekommen. sonst kriegt dein pferd halt, was alle andern auch kriegen.

ps - eine fütterung mit teff wäre dem hafer gleichzusetzen - bei den preisen für teff in unseren breiten aber völlig illusorisch.

Woher ich das weiß:Beruf – Sachgerechter Umgang ist aktiver Tierschutz!
Ich würde eher Hafer füttern.

Ich finde als Kraftfutter, sofern das Pferd keine Allergie gegen Getreide hat, ist Hafer am besten geeignet.

Woher ich das weiß:Hobby – Ich reite seit meinem 6.Lebensjahr und habe zwei Pferde

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