häuslicher Helferdienst anbieten, aber welche Voraussetzungen sind gesetzlich vorgeschrieben?

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2 Antworten

Achtung sehr langer Text.

Leider falscher Ansatz von Besserwisser65.

Bei mehr als einem Minijob darf die mtl. Verdienstgrenze von 450€ nicht überschritten werden um Steuer und Sozialabgaben frei zu bleiben.

Auch wäre sie bei einem Minijob nicht Kranken u. Pflegeversichert.

Auch dürfen nicht mehr wie 2 Minijobs ausgeführt werden.

Sie muss ein Gewerbeanmelden.

Abrechnen kann sie nur privat mit den Kunden, da sie keinerlei Qualifikationen nachweisen kann um mit den Kranken u. Pflegekassen einen Vertrag als Einzelpflegekraft abschließen könnte.

( siehe § 77 SGB XI)

Du musst auch bedenken, dass du von diesem Umsatz den du durch deine Tätigkeit erwirtschaften musst deine Betriebsausgaben abrechen musst. Auch hast du deine eigenen Sozialabgaben selbst zu tragen, musst deine Steuern selbst bezahlen. desweitern benötigst du diverse Versicherungen, wie Betriebshaftpflicht, Rechtschutz, Berufsunfähigkeitsversicherung. Solltest neben deiner normalen Krankenversicherung auch noch eine Krankengeld und Krankenhaustagegeldversicherung abschließen um für den fall der Fälle abgesichert sein.

Bevor ihr euch in dieses Wagnis werft, besucht einen Kurs für Existenzgründer. Dort lernt ihr was es bedeutet selbstständig zu sein und welche Auflagen und Probleme auf euch zu kommen werden. Ihr erfahrt etwas über Steuerwesen, WBL, Buchführung, Gewinn-Verlustrechnung, Marketing, Betriebsformen und vieles mehr.

Auch wäre ein Steuerberater angeraten.

Nun zum eigentlichen Problem.

Du müsstest um überhaupt davon Leben zu können die Stunde mind. 25€ berechnen.

Davon gehen mind, 20% an Betriebskosten und Steuern ab. Somit verblieben dir noch ca. 20€ die Stunde Brutto.

Von diesen 20€/h gehen dann noch deine privaten Steuern und Sozialversicherungen wie KV, PV Rente ab. Da kannst du  nochmals ca. 35% abrechnen. Somit verbleiben dir die Stunde rund 13€

Jetzt kannst du dir selbst ausrechen wie viele Kunden du brauchst um auf einen monatlichen Umsatz zu kommen um da von Leben zu können.

Das ist so gut wie unmöglich bei deinen Voraussetzungen.

Denn welcher Rentner oder Pflegebedürftige kann es sich leisten 25€/h für Haushaltshilfen, Botengänge und so  zu bezahlen?

Zumal diese Leistungen durch zugelassene ambul. Pflegedienst direkt über die Pflegestufe, bzw, über die Entlastungsleistungen nach § 45 SGB XI abgerechnet werden können.

Bedenke auch : Du hast Wochenende frei, wirst krank oder willst auch mal Urlaub machen.

Überlege es dir ernsthaft ob sich das rechen wird.


Du kannst dich im Rahmen eines Mini-Jobs anstellen lassen. Als reine Haushaltshilfe benötigst du keinerlei Ausbildungsnachweis. Nur im Pflegeberuf ist ein Ausbildungsnachweis nötig. - Einfachster Weg: Du findest eine Einzelperson, der du täglich ca. eine Stunden helfen kannst. Mit dieser Person machst du dann einen Vertrag. Zu deinem "Lohn" kommen ca. 22 % an Abgaben für Steuer und Versicherungen, die der Senior dann zahlen muss. - Du musst volljährig sein, eine Haftpflichtversicherung wäre sinnvoll... Bei z. B. einer vereinbarten monatlichen Zahlung von 175 € (für 20 Std./Monat) kommen dann ca. 55 € an anderen Abgaben dazu, zusätzlich BG-Versicherung ca. 100 €/Jahr.

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