Häufig bei Ärzten wegen Schlaftabletten, irgendwelche Konsequenzen seitens der Krankenkasse?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

hey,

was das "soziale miteinander" angeht, lautet meine maxime in etwa, dass man tun und lassen sollte, was man will, solange man keine andere person dadurch einschränkt oder schädigt.
was man mit sich selbst macht, ist jedem selbst überlassen.

die krankenkassen kontrollieren sowas nicht.
es wäre purer zufall, wenn sie dich "erwischen".
zb wenn du täglich privatrezepte einreichst und dir erstatten lässt.

evtl werden dann die ärzte benachrichtigt, dass sie kritischer verschreiben sollen bzw dass sie es mit einem "suchtkranken" zu tun haben.
eine straftat begehst du aber keinesfalls. da hast du also mit keinen konsequenzen zu rechnen. aber soweit habe ich selbst noch nie gedacht, weils einfach nicht vorkommt.

die medi-verordnungen von epileptikern oder schmerzpatienten gleichen denen von "freiwillig abhängigen"(so nenn ichs einfach mal, auch wenns eigentlich falsch ist), wie ein ei dem anderen.
da ist es schwer/teuer sich die schwarzen schafe rauszupicken, also lassen sie es.

denn die traurige, für andere wiederum gute nachricht, lautet:
die kontrolle der verschreibungen würde die kasse erheblich mehr geld kosten, als die arzt-/ und medikamenten-rechnungen von den paar prozent an deutschen medikamenten-abhängigen, wie dich zum beispiel.
in schrift macht der letzte satz irgendwie einen herablassenden oder beleidigenden eindruck, aber das ich will damit ganz sicher nicht erreichen. ebenso wenig will ich dich verurteilen, nur um das klar zustellen ;-)

wie schon gesagt, jeder muss das für sich entscheiden und deshalb respektiere ich deine haltung zu dem thema bzw dem ärzte-hopping.

das habe ich mal genauso wie du gemacht, aber mittlerweile einen verantwortungsvollen arzt gefunden, der mir alles verschreibt, was ich aufgrund chronischer schmerzen, schlafstörungen etc. so brauche und es auch reguliert.
ich fragte ihn mal warum er das macht.
er antwortete mir, dass es ihm wichtig sei, mich vom schwarzmarkt fernzuhalten und dass das für die k-kassen rechtfertigung genug sei.

falls mein text etwas konfus klingt, entschuldige ich mich dafür. bin ziemlich übermüdet und in hektik, denn ich muss gleich zur arbeit.
übrigens bin ich ironischerweise in der medikamentenforschung der pharamzie-branche tätig :D

lg und alles gute :-)

edit:

ich kenne die abhängigkeit von benzodazepinen und den z-benzos, wie zopiclon und zolpidem nur zu gut. valium, also diazepam ist noch ne ganze ecke härter, wie du bestimmt weisst.
ich möchte dich nur davor warnen, nicht zu leichtsinnig mit den benzodiazepin-analoga umzugehen. denn auch die sind trotz ihrer minimalen HWZ hinterhältig und können dich auf einmal vor vollendete tatsachen stellen.
du könntest bspw. ein konsumtagebuch führen, um einen überblick zu haben. das klingt banal, ist aber sehr hilfreich. denn manchmal merkt man erst dass man ein problem hat, wenn es schon zu spät ist.

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@Schnabelwal

ich vermute es geht auf einen unfall, den ich mit 12 jahren hatte, zurück. ich möchte da jetzt nicht alles erzählen, nur das wesentliche.
ich denke, du verstehst das.

mein großvater hatte mich und meinen cousin öfters ins oberhausener centro in diese "coca-cola-oase" eingeladen.
auf dem weg nach hause hatten wir dann einen unfall, der von einem anderen fahrer verursacht wurde und bei dem unser großvater ums leben kam.

an das geschehen selbst erinnere ich mich kaum noch(retrograde amnesie steht in der akte). ich saß vorne und meine beine wurden ins becken gestaucht.

glücklicherweise hatte sich das ganze nach knapp 2 jahren und einigen op´s wieder normalisiert, sodass ich ganz normal laufen, rennen und sport machen konnte, als ob nie was gewesen wäre.
die knochen/knorpelverletzungen vom unfall sind komplett ausgeheilt, man siehts mir also nicht mehr an, wenn ich mich bewege.

2 operationsnarben im lenden bzw leistenbereich habe ich noch.
die konnten sehr gut genäht werden, sodass es wenigstens keine hässlichen narben sind. im gegenteil, die sehen schon fast wie tatoos oder eine sehr ausgefallene art der "hautkunst" aus^^

naja, mit 17 jahren hatte ich dann wie aus dem nichts plötzlich heftige rückenschmerzen, die bis in die beine "schossen".
die diagnose war 2 bandscheibenvorfälle im LWS-bereich und eine ischialgie.
ein vorfall davon war laut arzt schon älter, weshalb ich den unfall damit in verbindung bringe.
mein arzt ist sich da bezüglich der ursache nicht sicher, aber ist ja im nachhinein auch nicht wichtig.

jedenfalls bekam ich da zum ersten mal tramadol und habe meinen arzt später um tilidin gebeten, da ich mit dem tramal nicht klar kam. außerdem hatte ich schon immer eine neigung zu suchtverhalten, weshalb ich die tilidin/naloxon-kombi für sinnvoll hielt. naloxon antagonisiert ja andere opiate/opioide, was mir sehr gelegen kam/kommt.

benzos, also beruhigungs-/schlafmittel kamen mit etwa 18 jahren auch dazu, aufgrund einer panikstörung, PTBS oder wie man es auch nennen will. irgendwann wurde es besser mit dem rücken und ich konnte wieder problemlos ohne schmerzmittel leben.
vor etwa einem jahr gabs dan nochmal nen rückfall.
zurzeit nehme ich bei bedarf noch tilidin. die prednisolon sind seit kurzem wieder mal abgesetzt. zurzeit gehts mir auch ohne bzw mit nur wenig tilidin ziemlich gut.
also mal fest daumen drücken, dass es lange so bleibt :-)

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@chronic90

Ich überlege gerade stark, Zolpidem und Zopiclon mit Valium (vorerst) zu ersetzen.

Valium (Diazepam) macht nicht so viel "Spaß" wie Zolpidem oder Zopiclon, die sehr schnell und sehr stark aber kurz wirken. Valium ist viel subtiler und wirklt länger und mir ist aufgefallen dass ich weniger Verlangen auf die Z-Drogen habe solange es wirkt (1-2 Tage bei 5-10mg) und laut diversen Recherchen benutzt man Valium tatsächlich auch zur Substitution von kurzwirksamen Schlaf- und Beruhigungsmitteln.

Probleme mit einem Entzug oder generell körperlicher Abhängigkeit hatte ich bisher nicht, da, wie ich annehme, Zolpidem und Zopiclon (vor allem nehme ich ersteres) viel zu kurz wirken und die Nüchternheit tagsüber überwiegt. Ich vergleiche das gern mit Alkohol, man muss ja auch sehr lange trinken und auch über den Tag verteilt, um körperlichen Entzug durchmachen zu müssen. Bei der Bundeswehr haben wir wortwörtlich jeden Wochentag und auch am Wochenende abends Bier getrunken als wärs Saft, was in dem Laden gesellschaftlich akzeptiert ist und waren im Dienst nüchtern und habe nie irgendwelche physischen Entzüge durchgemacht oder bei anderen gesehen, denke das ist mit den Tabs recht ähnlich.

Das mit dem Konsumententagebuch klingt nicht schlecht, werd es mal ausprobieren. Ansonsten vielen Dank nochmal für die ausführliche Antworten!

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Danke für deine sehr ausführliche Antwort. Stern vergeben.

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@HenrikRoegge

ich danke für den stern :-)

der vergleich mit alkohol ist nicht schlecht, da beides am sogenannten "GABA-system" im gehirn wirkt und auch ziemlich ähnlich.
die (z-)benzos tun das aber gezielter, während alkohol eher einer flächenbombardierung gleicht.
gerade da es so gezielt wirkt, ist der punkt, wo es zum physischen entzug kommt sehr viel schneller erreicht, als beim alkohol.

mit diazepam wird idR substituiert, das stimmt. die HWZ ist so lang, dass man zwischendurch keine mini-entzüge durchleidet, sondern einen langsamen und konstant sinkenden wirkstoff-spiegel im blut hat, wenn man runterdosiert.
nimmt man diazepam aber auf lange zeit als therapeutikum, ist es wohl eines der am stärksten abhängig machenden benzos, die es gibt.
eine starke wirkung ist da auch eher in den ersten wochen zu spüren. ab 20mg aufwärts würdest du dich wundern wozu das diazepam in der lage ist. ist eigentlich schon gut so bei den z-benzos zu bleiben.

denn dass die z-benzos eine so kurze HWZ und wirkdauer haben, stimmt ebenfalls und kommt dir garantiert noch zugute, aber irgendwann merkt man auch davon einen heftigen entzug.

was ich aber sehr erwähnenswert finde und auf eigener erfahrung basiert ist, dass substanzen, die man zur bewältigung eines alltagsproblem nimmt, irgendwann nicht mehr wirken.
in 2 jahren merkst du vielleicht, dass du wieder genau an dem punkt mit deinen schlafproblemen(und anderen dingen) bist, wie zu dem zeitpunkt bevor du es genommen hast. nur die dosis hat sich inzwischen verfünffacht.
ich habe zopiclon auch immer als angstlösendes mittel genommen und bin eigentlich gar nicht müde davon geworden. ich habe mir 10 tabs mit je 7,5mg eingeworfen und bin zur schule bzw zur vorlesung oder sogar in prüfungen gegangen. hat alles trotz der gigantischen dosis noch super geklappt, aber ich merkte da wie ich mich langsam wieder wie vor dem medikationsbeginn gefühlt habe.

finde ich gut, dass du es mal mit dem konsumtage versuchen willst. ich rate dir noch hin und wieder mal ein paar tage nichts zu nehmen. nur so zur sicherheit, damit du nicht körperlich abhängig wirst. die tage kannst ohne alles versuchen oder mit bspw promethazin überbrücken. das verschreibt jeder arzt und ist relativ harmlos.

du schriebst oben noch was von "dir selbst schaden". diese medis sind für den körper absolut unschädlich, auch in hohen dosen. aber für intellekt, gedächtnis etc ist es gift, besonders während der dauermedikation. danach geht es mit der zeit eigentlich wieder ganz zurück.

lg und trotzdem weiterhin viel erfolg damit ;-)

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@chronic90

Zweite Nacht ohne Z-Drogen. Habe mich selbst überredet, nicht mehr zum doc zu gehen und das Wochenende für den "Entzug" zu nutzen. Schlaflosigkeit soweit... und das Verlangen. Tagsüber hab ich mich oft schon auf die Pillen gefreut, gestern und heute habe ich das Gefühl ich lebe in den Tag hinein ohne Ziel. Denke das ist auch eine Art Entzugserscheinung. Wenigstens nichts heftigeres soweit.

Sollte ich bis 6 Uhr nachts aufbleiben, nehme ich 5mg Diazepam.

Das .txt File das ich als Tagebuch angelegt hab gilt jetzt für gestern und heute und wird fleißig gefüllt und zum "Entzugstagebuch" gemacht.

Ich weiß nicht woher das kam aber durch diese Frage habe ich wohl etwas verarbeitet und bin zu dem Schluss gekommen, dass es zu jämmerlich ist, so weiter zu machen.

Die Idee mit dem Promethazin kam leider etwas zu spät da ja Wochenende ist und ich nicht zum doc gehen kann. Aber gut, sowas auch als Alternative in der Rückhand zu haben.

Danke nochmals für die Antwort

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@HenrikRoegge

hört sich ja gut an, wie du das angehst. viel erfolg dabei :-)

das gefühl in den tag hineinzuleben ist nicht direkt eine entzugserscheinung. ich würds eher als kurzzeitige folgeerscheinunng des konsums bezeichnen.
man kann es zu den depressionen rechnen, welche nach längerem konsum unter umständen sehr stark sein können, aber relativ schnell wieder weggehen.

ich weiss nicht, wie gut du dich mit "psychischen leiden" auskennst, aber depression bedeutet nicht, dass man nur noch am rumheulen ist, sondern umfasst ebenfalls stress, unruhe, lustosigkeit, antriebsloskeit, schlafstörungen und sowas.
depressionen hat fast jeder mensch irgendwann mal und die verschwinden in der regel auch wieder vollständig, so wie ein schnupfen.
der begriff hört sich viel schlimmer an, als er ist. vor 50 jahren hätte ein arzt noch von schlechter laune gesprochen, aber heute gibt es für jeden fliegenschiss das passende psychopharmakon.

promethazin ist zwar nicht ansatzweise so berauschend, wie (z-)benzos, aber erfüllt seinen zweck sehr gut.
dafür ist man am folgetag oft noch etwas müde.
solltest du dich dafür entscheiden, achte ebenfalls darauf, dass du nicht lustlos etc wirst. das ist immer das erste zeichen einer depression und sollte im keim erstickt werden ;-)

lg

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Doch, den Kassen fällt es auf, denn die Rezepte werden auf Sicht den einzelnen Versicherten zugeordnet. Dann werden sie zu einer Stellungnahme aufgefordert, ebenso die Ärzte, die die Verordnungen ausgestellt haben. Das ist ein unerfreulicher Umstand, denn dann kommt raus, was sie da treiben. Sie sollten sich einem von denen anvertrauen und mit dessen Hilfe das Problem angehen.

Ich frage mich wie du es schaffst nach verschiedenen Hausärzten zugehen....normal kann man nur Quartalweise wechseln....daher könnte es schon irgendwann auffliegen.....du solltest dir lieber sorgen um deine Gesundheit machen....anstatt sorgen um die Beschaffung......:) lg blümche

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