Hättet ihr noch eine Idee was ich machen könnte?

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3 Antworten

Hallo, es tut mir leid, dass Du das durchmachst und ich verstehe Deine Gedanken gut. Bei mir hat das Ganze mit 22 angefangen, betroffen sind Rücken, Becken, Schultern und Knie.

Zur Schulter/Impingement: Die Physiotherapie sagt, dass OPs, also das Weiten des Schulterdachs und das Glätten der Sehne kontraproduktiv sind. Ich kann nur sagen (ich hatte die OP 2014), die Physiotherapie hat mir nicht geholfen, auch Stoßwellen halfen überhaupt nicht. Es blieb nur die OP, die bei mir zu einer Schulterversteifung führte, die mühsam wieder gelöst werden musste (hat 1 Jahr Physiotherapie gedauert). Trotzdem - ich würde die OP  jederzeit wieder machen und niemals mehr so einen langen Leidensweg vorher haben wollen.

Zu den Knien: Leider haben Knie es so an sich, dass man weder beim Röntgen noch im MRT viel sieht. Es bleibt letztendlich nur die Arthroskopie, um festzustellen, was dort wirklich los ist. Dabei wird das Problem direkt beseitigt. Vorher würde ich Physiotherapie versuchen, aber nur bei deutlicher Besserung weitermachen und auf eine Arthroskopie verzichten. Eine weitere Möglichkeit ist das Spritzen von Hyaluronsäure (5 Spritzen, übernimmt die Kasse nicht). Ich habe das 2003  gemacht, um eine 3. Knie-OP hinauszuzögern, es  hat bis zu diesem Jahr gehalten, obwohl ich die Behandlung nach 3 Spritzen abbrechen musste, weil ich allergisch reagierte.

Das Becken: Ein Beckenschiefstand kann durch Einrenken der Wirbelsäule immer nur kurzzeitig gerade gemacht werden, es gibt meiner Kenntnis nach keinerlei Möglichkeiten, es auf Dauer zu begradigen. Du kannst den Schiefstand durch gezielte Übungen von Liebscher & Bracht versuchen, auszugleichen, oder Einlagen tragen. Dazu muss der Orthopäde Dich vermessen. Am Rande bemerkt: meiner Meinung nach gibt es bei Orthopäden und Neurologen die meisten schwarzen Schafe. Es dauert, bis man den richtigen findet, der entweder nicht selbst einen neben sich laufen hat oder aber sich an IGEL-Leistungen eine goldene Nase verdienen will. Es gibt eine gute Adresse in Maastricht: Praxis Overtoom. Hier führt man eine orthomanuelle Heiltherapie durch. Das hilft erst mal gut, konnte mich aber auch nicht auf Dauer gesund machen. Einlagen sind mir zu lästig, sie liegen nur herum, weil ich nicht bei jedem Schuhwechsel die Dinger da rein legen will. Sonst wäre wahrscheinlich alles ein bißchen besser. Sport treiben, Muskelaufbau, das alles ist gut, so lange Du Deine Gelenke nicht belastest. Das schränkt die Übungen im Fitnessstudio zwar ein, Du kannst aber trotzdem alles machen. Statt auf dem Laufband laufen, schnell gehen. Geringere Gewichte benutzen. Zu starke Drehungen vermeiden. Aber - lass Dir mal REHA-Sport verschreiben. Der kostet Dich nichts und der ganze Körper wird trainiert, 50 Einheiten (also 1-2 x pro Woche). Jeder hat Anspruch darauf, man bekommt einen Antrag von seinem Orthopäden und gibt den bei der Kasse ab. Mir hat das sehr sehr gut getan, ich mache bereits den 3. Durchgang. Es ist schonend, anstrengend und alle Regionen werden angesprochen.

Impingements entstehen durch Sport, ich habe es ebenfalls durchs Gerätetraining bekommen, also lass diese Übungen, bei denen Du die Arme hochnehmen musst.

Von der Psyche kommen Deine Beschwerden nicht. Das ist völliger Unsinn und eine dumme Ausrede von Ärzten, die nicht mehr weiter wissen. Rückenschmerzen und Schulterschmerzen können psychosomatisch sein, in Form von Verspannungen. Degenerative Veränderungen und das Entstehen von Knochenspornen und all das, was Du beschreibst, sind nicht psychisch.

WEnn man sich ansieht, was für ein Rattenrennen man angesichts dieser Beschwerden hat, kann man allerdings schon irgendwann vor lauter Verzweiflung ein psychisches Problem kriegen, das ist dann handgefertigt von Ärzten, die unfähig sind, unwillig oder aber eine Behandlung nach Schema F machen. Ich wünsche Dir viel Glück, such Dich die passenden Leute und verlange von Dir nicht die gleichen Sportarten, die andere Mittzwanziger betreiben.

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Hallo allerseits, ich habe diese Antwort bereits öfter gegeben, und kann es nur immer wieder sagen, ein Beckenschiefstand ist behandelbar, dauerhaft, wenn der Therapeut es wirklich kann, schwierig ist es nicht, aber gewusst wie: "Ich habe Ende 1993 eine Beckenschiefstandsbehandlung machen lassen, ich hatte einen auf den ersten Blick sichtbaren Beinlängenunterschied von 1,5 cm, und bin seither meine chronischen Rückenschmerzen los, und kann mich gerade halten, ohne besondere Anstrengung. Alle anderen Therapien waren zwar teils wirksam, z.B. Akupunktur, aber im Endeffekt eben nur sehr beschränkt. Nachweisen läßt sich ein Beckenschiefstand, und auch das Verschwinden des Beckenschiefstands, mit diesem Gerät: Diers formetric 3D / 4D Wirbelsäulen und Haltungsanalyse. Auf diese Weise kann man also kontrollieren, ob der Behandler eine wirkliche Beckenschiefstandsbehandlung anbietet, oder nicht! Hiermit Adressen: HP Manfred Weber, Schillerplatz 1, 68775 Ketsch, T. 06202 / 65053, Dr. Wolfgang Kühn in Kiel, Heilpraktiker Rolf Strobel in Köln, HP Harald B. Links in Mannheim ist leider im Februar 2015 gestorben, aber im Internet noch präsent: Der Rückenschmerzprofi, Rückentherapie Harald B Links, 15. Mai 2013 ----- Therapieziel ist immer der dauerhafte Beckenausgleich, Verschwinden der chronischen Rückenschmerzen, Lockerheit der Rücken-, Schulter- ... Mein Beinlängenunterschied ist seit der Beckenschiefstandstherapie weg!"

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Danke erstmal. Ich war auch schon beim Osteopathen und sehr oft bei Physiotherapien das der Beckenschiefstand mal mit mal besser wurde. ich hatte danach auch dementsprechend trainiert und auch bei Physiotherapien Übungen gemacht zum gegenwirken und trainieren das der Beckenschiefstand begradigt wird. Soweit soll es angeblich hinhauen, aber eine Besserung merke ich nicht mal annähernd. Mit den Orthopäden ist da wirklich so eine Sache wie du schon gesagt hast, weil jeder was anderes diagnostiziert...

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