Hätten mir problematische Nachbarn beim Einzug gegenüber erwähnt werden müssen?

19 Antworten

Das Amtsgericht Köln (1978) und das AG Berlin-Tiergarten (2004) haben Mietern wegen krimineller Nachbarn eine Mietminderung zuerkannt. Aber daraus kannst du keinerlei Ansprüche ableiten, denn das sind immer Einzelfallentscheidungen.

Leider schreibst du ja nicht, was deine Nachbarn zu "Quälgeistern" macht. Je nachdem was vorgefallen ist, könnte auch das ein Grund für eine Mietminderung sein.

Sicher ist es am sinnvollsten, wenn du dich vom Mieterverein in deinem Wohnort oder einem Fachanwalt beraten lässt.

die bauen Möbel bis Mitternacht auf, bauen Ihre Fahrräder früh um 4:00... und klingeln vor allem bei mir, weil die Ihre Hausschlüssel verloren haben... das gleiche gilt mit den Ihren "Kunden"... die mal wieder Stoff brauchen oder so

Diese Info wäre in der Fragestellung schon nützlich gewesen. 

Schreibe deinen Vermieter an, schildere das so ausführlich wie möglich, benenne ggf. Zeugen und fordere deinen Vermieter auf, diesen Mangel zu beseitigen. Setze ihm eine angemessene Frist dafür. Kündige an, dass du die Miete minderst, bis der Mangel behoben ist.

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Der Vermieter muss das nicht erwähnen. Diese Auskünfte hättest du dir selbst besorgen sollen. Dazu hättest du Nachbarn befragen können.

"Raus holen" kannst du da wohl eher nichts.

Hätte mir gegenüber damals beim Einzug der Vermieter diesen Fakt erwähnen müssen oder nicht?

 

Nein, nicht unaufgefordert.

Erst wenn Du den Vermieter hiernach gefragt hättest, hätte er wahrheitsgemäß antworten müssen.

Welche Möglichkeiten seht Ihr, dort irgend etwas "raus zu holen" ?

 

Du musst den Vermieter schriftlich über den Mangel informierten und diesen auffordern, diesen zu beseitigen.

Welchen mangel an der Wohnbung des Fragetellers meine Sie?

Im Übrigen ist das doch die Sache der Polizei, die offenkundig tätig ist. Den Vermieter der Wohnung des Fragestellers geht das nicht an!

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@schelm1

Ob die Wohnung selbst einen Mangel hat, ist für eine Mietminderung nicht von Belang. Entscheidend ist eine negative Beeinflussung der Wohnqualität die sich außerhalb des Einflussbereichs des Mieters bewegt.

Ich kann auch die Miete mindern, wenn vor meiner Tür eine laute Großbaustelle aufmacht.

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@schelm1

Im Übrigen ist das doch die Sache der Polizei, die offenkundig tätig ist. Den Vermieter der Wohnung des Fragestellers geht das nicht an!

 

Der Paragraph § 536 BGB bezieht sich nicht auf Mängel, sondern auf eine geminderte Tauglichkeit.

Hier kann also auch bei lauten Nachbarn die Miete gemindert werden.

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Mittlerweile sind bestimmt 3 oder 4 Hausdurchsuchen der Polizei mit jedes mal 7 bis 8 Polizisten erfolgt...

Für Sie gibt es da nichts "raus zu holen"!

Das ist bereits Sache der Polizei!

Offenkundig geschieht bereits das, was rechtlich geboten erscheint und mit Ihrer Wohnung selber nichts zu schaffen hat.

Stört Sie das Vorgehen der Polizei, können Sie ja fristwahrend Ihre Wohnung wieder kündigen.

klar, muss ich wieder Energie und Geld aufbringen nur weil andere sich nicht benehmen können... DAS war sicherlich Ziel meines Umzuges- NICHT!!!

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@ElacFan

Möcht ich meinen, Pech gehabt! Mieterschicksal!

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@ElacFan

Da hätten Sie vorher ein klein Wenig Ihrer Energie in die Befragung der Hausgemeinschaft und Ergründung des Umfeldes investieren sollen, die Ihnen vielleicht von einer Anmietung abgeraten hätten, bzw. das Umfels Ihnen bereits Warnhinweise vermittelt hätte!?!

Jetzt sind Sie halt reingefallen!

"Shit happens."

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@schelm1

als würdest Du bevor du irgendwo einziehst, den Nachbarschaftskreis abgrasen ... "Hey ich potentieller Neumieter, gibt´s Stress im Haus?"

Ist klar...

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@ElacFan

@ElacFan

Da "können Sei aber die Uhr nach stellen", dass man sich vor einem Mietvertragsabschluß ein sehr genaues Bild von den Bewohnern des hauses, den Nachbarn und der Lage (Wohnqualität) einer Wohnung verschafft, damit einem nicht das gleiche Schiksal wie Ihnen widerfährt!

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und mit Ihrer Wohnung selber nichts zu schaffen hat.

Dein Argument ist unlogisch. Wie du ja sicher weißt, berechtigt auch Ruhestörung durch die Nachbarn zu Mietminderung, obwohl auch das mit der gemieteten Wohnung selbst nichts zu tun hat.

Abgesehen davon haben mehrere Gerichte bei erheblichen Straftaten in Nachbarwohnungen dem Mieter eine Mietminderung zuerkannt - und ja, das sind alles Einzelfallentscheidungen und für den Fragesteller nicht bindend.

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@DarthMario72

Die Beweislage ist geschildert "dünn" und der Weg über die Gerichte  langwierig.

Im Übrigen wohnt der Fragesteller dort bereits seit Juli 2016!

Da muß er halt Protokoll führen und Zeugen besorgen, sofern die Kündigung der Störer niccht vorher greift und insoweit der Grund für eine evtl.  Mietminderung hinfällig wäre.

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@schelm1

Protokoll liegt bereits beim Vermieter... der Hat mich ja sogar um Mithilfe gebeten... also Verstehe ich seine Vorgehensweise nicht...

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@ElacFan

Sie schreiben doch, dass die Polizei da bereits gegen die Bewohner vorgeht - was wollen Sei und der Vermieter denn da noch unternehmen?

Die Kündigung ist raus; Sie können folglich für den Vermieter im Streitfall vor Gericht dessen Vorwürfe gegenüber den Mietern zusätzlich zu Ihrem Protokoll als Beweisstück des Vermieters bezeugen!

Läuft doch phantastisch für Sie!?!

Einfach mal ein wenig Geduld üben.

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@schelm1

7 Monate Geduld beweisen doch wohl schon einiges oder?! 

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@ElacFan

Aber nun läuft es doch!

Weshalb dann noch neben den Querelen mit den "Sportlern" aus aus dem 6. Stock ohnen Aufzug noch zusätzlichen Streß mit dem Vermieter anfangen!?!

Reicht der Aufzug wenigstens bis zu Ihrer Wohnung oder ist das so eine Mietskaserne übelster Antikomfortart in der Sie da zusammen mit anderen Wohnungsmietern mit entsprechend bescheidenen Ansprüchen  wohnen müssen?

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@ElacFan

Eine Räumungsklage kann gern mal 1 Jahr oder länger dauern.

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Hallo.

Nein der Vermieter hat nicht zu erwähnen. Die Auskünfte hättest du Einholen können.

Da zu nur die Nachbarn befragen.

Mit freundlichem Gruß aus dem Oldenburger Münsterland

Bley 1914

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