Hätte man Grund für ein schlechtes Gewissen, wenn man als Anwalt einen geständigen Kindesvergewaltiger verteidigt?

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3 Antworten

Ein möglichst geringed Strafmaß zu erreichen ist im Grunde nicht die Grundaufgabe eines Verteidigers. Seine Aufgabe besteht darin dafür zu sorgen daß das Verfahren nach den rechtlichen Bestimmungen abläuft. Er berät den Angeklagten und erklärt ihm die rechtlichen Vorgehensweisen. Er vertritt dabei nur die Interessen des Angeklagten.

Sollte der Angeklagte keinen Wahlverteidiger finden und es liegt ein Fall der notwendigen Pflichtverteidigung (§140 StVO) vor, bestimmt das Gericht einen Verteidiger. Ein Verteidiger der vom Gericht als Pflichtverteidiger berufen wird, kann das Mandat nicht ohne hinreichende Begründung ablehnen.

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Wenn der geständig ist, ist doch alles gut. Keine Gewissensbisse. Es geht ja nur darum die Tat, die eingeräumt wurde richtig in die Strafvorschriften einzuordnen.

Schwierig ist es einen zu verteidigen, der beharrlich abstreitet, aber man hat als Verteidiger den Eindruck er war es. Das kann bei vielen Anwälten dazu führen, dass sie es ablehnen.

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Nö, das haben die nicht. Für Anwälte ist das wesentlich entspannter und angenehmer als Opfer zu verteidigen.

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