Hätte man es nicht leichter, wenn man tot wäre?

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Leichter kann man es tot eigentlich nicht haben, da gibt es ja nichts mehr zu haben oder zu sein. Ich finde, jeder ist auf der Welt aus einem ganz bestimmten Grund. Für jeden hat das Schicksal eine Verwendung. Das geht natürlich in die Hose, wenn Du Dich entschließt, tot sein zu wollen.

Bist Du also dafür vorgesehen, einmal ein Menschenleben zu retten, entschließt Dich aber vorher, tot sein zu wollen ... tja, dann stehen schon zwei Menschenleben auf dem Spiel - Deins und dann das von dem, den Du eigentlich retten solltest.

Man sollte nicht alle Probleme auf einem Haufen sehen, dann werden sie nämlich unübersichtlich und fühlen sich unüberwindbar an. Das sind sie aber nicht. Wir zerstückeln alles in kleine Einzelteile, da kommen wir besser mit klar.

Eine beknackte Familie - ja, die Menschen, mit denen man (bluts-)verwandt ist, kann man sich leider nicht aussuchen. Was man aber tun kann ist, sich dort so weit wie möglich rauszuziehen, psychisch und physisch. Abstand zu gewinnen von dem, was einen runterzieht, was einen kaputt macht. Viele sagen immer, Familie ist das Wichtigste - ja, ich stimme zu, aber nur, wenn sie funktioniert. Wenn meine Familie mich und meine Lebensweise nicht akzeptiert, sich gegenseitig warum auch immer zerfleischt oder das Leben schwermacht, wer soll dann schon gern ein Mitglied in dieser Familie sein. Abstand ist dann die beste Lösung, auch wenn das ebenfalls für Probleme sorgen wird/könnte. Es kann einem ja keiner bestimmen, mit wem man wieviel Kontakt möchte. Ich weiß nicht, wie alt Du bist, wenn Du aber nicht mehr abhängig von den Eltern bist, dann rate ich Dir, Dich von Deiner Familie etwas zu lösen, wenn sie Dich so krank machen. Wenn Du noch abhängig (wirtschaftlich, noch nicht volljährig) von Deiner Familie bist, dann suche Dir Hilfe z.B. bei 116 111, die Nummer gegen Kummer. Die wissen bestimmt Rat für jede Situation. Ansonsten gilt - Durchhalten, bis Du ausziehen kannst und das Beste draus machen. Solange Dir keine Gewalt angetan wird zu Hause sollte das irgendwie machbar sein.

Ach ja, lese gerade nochmal, dass Du noch in der Schule bist, also wirtschaftlich noch abhängig. Logisch, dass einem alles irgendwann auf die Nerven geht, vor allem, wenn die Gesamtsituation so beschixxen ist. Aber ehrlich, Du hast bisher so lange gelernt, das eine Jahr, das schaffst Du noch dicke. Ich drücke Dir auf jeden Fall die Daumen. Versuche, Dich aufs Lernen zu konzentrieren, damit Du einen guten Abschluss machst und einen Beruf lernen oder studieren kannst, was Dir wirklich Spaß macht und wo Du Dich richtig reinknien kannst.

In einer solchen Situation, wie Du beschrieben hast, ist man extrem empfindlich und bezieht alles auf sich. Und hat Weltschmerz dazu und vielleicht bildet sich langsam eine kleine Depression aus. Letzterem sollte Einhalt geboten werden. Suche Dir, wenn es von allein nicht besser wird, auf jeden Fall auf www.jameda.de in Deinem näheren Umfeld einen gut bewerteten Psychiater und mach mal einen Termin, sprich mit dem oder der Ärztin und frage um Rat, wie mit alldem umzugehen ist. Das heißt nicht, dass Du bekloppt bist, es ist nur so, dass diese Leute sehr viel Ahnung haben und gute Tipps, wie man mit solchen Schwierigkeiten umgehen kann, damit man innerlich einen Abstand dazu gewinnt und nicht dran zugrunde geht.

Als "Häubchen" noch das Ende der Beziehung - ich kann nachvollziehen, dass Du aktuell echt die Schnauxxe voll hast. Aber, auch das geht vorüber. Wer weiß schon, wofür es gut war? Es wird sich wieder ein Schatz für Dich finden, natürlich nicht, wenn Du dem Leben so traurig gegenüberschaust.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, dass Du Dich selbst aus diesem Sumpf ziehen kannst. Ein langes selbstbestimmtes Leben, in dem Du von niemandem abhängig bist, liegt erst noch vor Dir. Betrachte die Steine, die Dir in den Weg gelegt werden, als Übung und Test. Sie besiegen Dich nicht, sie machen Dich nur stärker. Alles Gute für Dich+

Freunde kann man schnell kennen lernen - geh mal (kein Witz!) auf ebaykleinanzeigen. da gibt es die Möglichkeit sich mit anderen zu treffen. Du gehst einfach auf deine Region und schaust dir die Anzeigen an - da gibt es Leute, die unbedingt mit anderen etwas unternehmen wollen - du kannst auch selbst eine Anzeige schalten und so deine Vorstellungen niederschreiben.

Beziehungen kommen und gehen - wichtig ist, dass Du Dich in einer Beziehung selbst in den Fokus setzt. Klar ist deine Freundin/dein Freund auch wichtig, aber man sollte schon darauf achten, dass man wirklich zusammen passt und nicht selbst zu kurz kommt.

Das gleiche gilt für die Familie. Solange ihr aufeinander hockt, ist es oft schwer sich zu verständigen. Ich gebe dir aber mal zwei Tipps.

1. wenn ihr immer wegen den selben Themen streitet, dann vereinbart doch dieses Thema mal im gemeinsamen Interesse ein oder zwei Monate liegen zu lassen - oft ist es dann so, dass die Emotionen dann nicht mehr so kochen und man entspannter über die Sachen reden kann.

2. macht es Sinn mit Menschen, die man eigentlich gern hat, intensivere Gespräche einmal die Woche zu führen - also nicht über die Klobrille zu reden, die wieder oben stand oder über die Zahnpastatube, die leer war sondern über die eigenen Gefühle in dieser Woche zu reden. Experten raten dazu, dass man ein 90 Minuten Gespräch jede Woche einführt, bei dem 30 Minuten du über deine Gefühle redest (und über nichts anderes - also auch nicht über Streitigkeiten oder die Beziehung sondern nur über dein Innenleben) und dann redet der andere ebenfalls 30 Minuten über seine Gefühle und schließlich redet man nochmal 30 Minuten gemeinsam.

Probier es mal aus - du wirst erstaunt sein, wie nahe du Menschen kommen kannst, wenn ihr mal nicht über Oberflächlichkeiten redet.

Ansonsten solltest Du Dich eben selbst in den Fokus setzen und dir z.B. 7 kurzfristige, 7 mittelfristige und 7 langfristige Ziele setzen, die du innerhalb von 3 Stunden für dein Leben aufschreibst.

Schließlich solltest du viel viel mehr unternehmen - auf Konzerte gehen, neue Sportarten ausprobieren usw. usw. usw. usw. usw. usw. - immer was neues ausprobieren ist sehr wichtig!

Was besseres als den Tod findest du an jeder Ecke.

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