Hängt Wissen mit Intelligenz zusammen?

Homers Gehirn - (Menschen, Wissen, Philosophie)

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Unter Wissen versteht man einen Erkenntniszustand allgemeiner intersubjektiv-vermittelbarer Sicherheit bezogen auf die Erkenntnis einzelner Gegenstände oder prozesshafter Verläufe. Damit wird Wissen klar gegen Erfahrung, Einsicht, Gewissheit, Empfinden, Meinen oder Glauben abgegrenzt. Nur das kann als Wissen bezeichnet werden, das auch bewiesen werden kann. Da lassen sich nun für die Einzelwissenschaften, wie z.B. für die Biologie durchaus quantifizierbare Parameter angeben. So etwa wusste man vor 20 Jahren über die DNA-Reduplikation, dass an ihr x Enzyme beteiligt sind, die eine jeweils spezifische Reaktion katalysieren. Wenn man heute x + n Enzyme kennt, die bei diesem Prozess mitwirken, und darüber hinaus den Wirkungsmechanismus mit einer bedeutend größeren Schärfe, Genauigkeit, Fehlerhäufigkeit und Beeinflussbarkeit, so kann man versuchen, diesen Wissenszuwachs nährungsweise zu quantifizieren. Wenn man darüber hinaus ganz neue Bereiche des Wissens etablieren kann, so z.B. über die Auffindmöglichkeiten von Exoplaneten, dann kann man auch bei diesem Wissenszuwachs bestimmte Messwerte angeben (z.B. zwei neue Verfahren mit einer 3-fach höheren Genauigkeit). Wählt man nun gut zu überschauende Fachbereiche aus und recherchiert bei diesen im Bereich einzelner Faktoren den Wissenszuwachs, so lassen sich mit statistischen Verfahren hier Zuwachswerte bestimmen. Zweifellos muss dabei zwischen sogenannten harten Wissen (im Regelfall physikalische Einsichten oder mathematische oder chemische aber auch geologische Daten) und dem weichen Wissen (z.B. Verfahren von psychoanalytischen Behandlungsmethoden oder historischen Zusammenhängen, die weit weniger gut zu quantifizieren sind) unterschieden werden. Leute, die mit viel Scharfsinn sich über Jahre mit solchen Methoden beschäftigen, entwickeln schließlich doch recht brauchbare Parameter, um den Wissenszuwachs zahlenmäßig einzufangen. Ihre seriös gewonnenen Daten dienen dann Wissenschaftspublizisten aus Quelle für ihre Angaben. Wichtig ist also bei solchen Daten die Quelle, ist es beispielsweise die Zeitschrift 'Nature' oder 'Spektrum der Wissenschaft', oder ist es die 'Bunte' oder 'Frau im Spiegel', die solche Daten veröffentlichen. Intelligenz ist das, was ein seriös aufgebauter Intelligenztest misst. Das will ich jetzt nicht im einzelnen beschreiben, da man dafür wenigstens eine A4 -Seite benötigt. Dieser Wert ist eine persönliche Kenngröße, die durch angeborene Faktoren und Training sowie das sinnvolle Reizangebot der Umwelt bestimmt wird. In den Intelligenzquotienten, also die Maßzahl für die Intelligenz, geht auch der Faktor Geschwindigkeit ein, d.h. wenn ein Proband ein Problem in kürzer Zeit lösen kann als sein Nachbar, sammelt er bei diesem Testitem mehr Berechnungspunkte, ist damit also im Endeffekt ein bisschen intelligenter. Durch fehlendes Trainig, reizarme Umwelt und Ausbildung von Suchtstrukturen (z.T. auch in Verbindung mit bestimmten sedieren Pharmaka) kann die Intelligenz massiv abnehmen. Was man unter allgemeiner Intelligenz versteht ist dabei stets auf größere Bevölkerungspopulationen bezogen eine recht konstante Größe, da sie heute kaum noch unter positivem Selektionsdruck steht. Das war in der Stammesgeschichte des Menschen nicht immer so. Vor 500000 Jahren hatten Urhorden mit mehr intelligenten Mitgliedern durchaus bessere Überlebenschancen, d.h. die Intelligenz nahm deutlich zu. Das ist für die modernen Massengesellschaften nicht mehr nachzuweisen. Also bitte Intelligenz und Wissen völlig getrennt betrachten. Das eine hat mit dem anderen praktisch nichts zu tun. Rolf Mengert

Vielen Dank für die tolle Antwort!

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Die Psychologen behaupten, dass ein Test der Allgemeinbildung fast genau so gut Auskunft über die wirkliche Intelligenz eines Menschen gibt, wie ein Intelligenztest selber. Das Wissen in der Spitze der Wissenschaften, insbesondere Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Medizin und Mathematik, hat in den letzten Jahren rasant zugenommen. Manchmal geht aber auch hier Wissen verloren. Was die Allgemeinbildung der Bevölkerung angeht stimme ich Dir zu, die hat eher abgenommen. Aber dafür kennen sich jetzt viele Leute mit der Bedienung von Computern, Handy, Digitalkamara u.s.w. aus. Solche Menschen waren vor 20 Jahren noch gut bezahlte Spezialisten. Besonders bedaure ich die Abnahme des politischen Wissens. Viele junge Menschen haben noch nie etwas von Arbeitseinkommen und Kapitaleinkommen gehört. Viele wissen gar nicht, wie das Geld seinen ihm zugewiesenen Wert erhält (nur durch Verleihen). u.s.w.

psychologen behaupten nicht das tests der allgemeinbildung und der intelligenz das gleiche wären! gerade bei der frage nach fairness von intelligenztests wurde betont, dass fragen nach allgemeinbildung unfair sind, weil allgemeinbildung nicht in allen kulturen das gleiche faktenwissen umfasst. allgemeinbildung = faktenwissen und daher wohl eher der kristallinen intelligenz zuzuordnen. das ist aber nicht alles, was intelligenz ausmacht. es gibt auch fluide intelligenz = z.b. schnelligkeit der prozesse. und je nach modell werden noch andere bereiche dazugezählt.

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@Schokolinda

So hatte ich das auch nicht behauptet. Aber Psychologen behaupten immer 1. eine ganz erstaunlich hohe Korrelation zwischen verschiedenen Intelligenzbereichen, z.B. logischem Denken und Sprachintelligenz und 2. eine ganz erstaunlich hohe Korrelation zwischen Allgemeinbildung und Intelligenz.

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@FreundGottes

ja sicher hattest du das ganz genauso behauptet bzw. geschrieben! zu 1) psychologen behaupten nicht eine hohe korrelation zwischen den verschiedenen intelligenzbereichen, sondern dieser wurde mehrfach nachgewiesen, der sogenannte g-faktor. zu 2) zwischen allgemeinbildung und intelligenz gibt es keine korrelation. vielmehr messen viele intelligenztests einfach nur schulerfolg. schulerfolg ist sowas wie allgemeinbildung. aber umgekehrt ist allgemeinbildung deshalb noch lange nicht das gleiche wie intelligenz. und auch sind nicht alle intelligenztests abzulehnen, nur weil einige von ihnen nicht gut sind.

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@Schokolinda

Liebe Schokolinda,

bitte versuche einmal exakter zu denken. Du schreibst z.B.: "zu 1) psychologen behaupten nicht eine hohe korrelation zwischen den verschiedenen intelligenzbereichen, sondern dieser wurde mehrfach nachgewiesen, der sogenannte g-faktor."

Ja, natürlich wurde das mehrfach "nachgewiesen". Aus diesem Grund behaupten "die Psychologen" (gemeint ist der Mainstream der Psychologen) diese Korrelation auch völlig zu recht. Es wurde aber ebenso mehrfach "nachgewiesen", dass zwischen Allgemeinbildung und Intelligenz eine ERSTAUNLICH hohe Korrelation besteht. Deshalb behauptet der Main-Stream der Psychologen völlig zu recht, dass die Allgemeinbildung eines Menschen ein erstaunlich guter Indikator für dessen Intelligenz ist. Damit ist natürlich nicht ausgeschlossen, dass mitunter auch Menschen mit einer geringen Allgemeinbildung ausgesprochen intelligent sein können. Von dem umgekehrten Fall - unintelligenter Mensch mit guter Allgemeinbildung - habe ich noch nie gehört.

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Der Besitz von Büchern macht nicht schlauer. Du musst mindestens wissen, wo was steht. Intelligenz ohne Wissen ist ziemlich nutzlos - und umgekehrt. Intelligenz besteht vor allem darin, mit Wissen richtig umzugehen, ist also mehr Können als Haben.

Jou!!!

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