Hängt Frauenfeindliches Verhalten mit den Religionen beziehungsweise der Kultur zusammen??

10 Antworten

Ja und Nein. Die Geschichte der Frau ist generell eine tausende Jahre lange Geschichte der Unterdrückung. Schon Aristoteles spricht der Frau vor 2500 Jahren die Vernunftsseele ab und degradiert sie zu einem Menschen zweiter Klasse (neben Sklaven). Die Kirchenväter halten seit etwa 1500 Jahren an diesem erzkonservativen Frauenbild ihrer Entstehungszeit mit allen Mitteln fest.

Der Sündenbock für alle Zeit wurde die Frau schon im Paradies, weil sie der Versuchung (einer sprechenden Schlange wohlgemerkt) nachgegeben hat und somit generell ja irgendwie an allem Schuld ist. Ohne die Frau bräuchte man keinen Erlöser, keine Taufe, keinen christlichen Glauben - wir wären schlicht noch im Paradies. In der Genesis II wird die Frau sogar nach Mann und Tier geschaffen, weil dem Mann "langweilig" war.

Auch ja, findet edoch auch schon Vorbilder in der vorchristlichen Zeit bis hin zu "verehrten Denkern" des Altertums wie Aristoteles, welcher Frauen jegliche Vernunftsfähigkeit absprach. Konfuzius war auch nicht eben frauenfreundlicher, "schweigende Frau, glückliches Haus" - das war 2500 vor unserer Zeitrechnung. Religionen bzw. deren Märchenbuchschreiber tuteten in dieses Horn und bedienten dieses Muster nach Kräften, die Frau als Grund für den Rauswurf aus dem Paradies, dem Gefäß der Sünde, weil sie mit der Schlange sprach, die der Teufel gewesen sein soll bis hin zu klaren Anweisungen wie "lasset eure Weiber schweigen in der Gemeinde", die Minderwertigkeit der Frau im Islam, ihre klare Rollenzuweisung gerade auch in rechtsnationalen Ideologien, dazwischen Luther, dem man ja heute noch als tollen Denker preist und Straßen nach ihm benannt lässt, Antisemit und Frauenfeind sondersgleichen, "Der Tod im Kindbett ist nichts weiter als ein Sterben im edlen Werk und Gehorsam Gottes. Ob die Frauen sich aber auch müde und zuletzt tot tragen, das schadet nichts. Lass sie nur tot tragen, sie sind darum da" war nur einer seiner Aussagen.

Generell ist es, wie z.B. Homophobie und Antisemitismus auch, eine Verhaltens - und Sichtweise, welche über Jahrhunderte bis Jahrtausende antrainiert und festgesetzt wurde.

Dadurch halten sich solche Ding es so hartnäckig, dass es nicht von heute auf morgen verschwinden kann, es wird Generationen brauchen, diese Fehlleistungen der Vergangenheit zu berichtigen.

Ja, ich denke das auch so. Die Frau ist die schwächere, das hat man dann religiös ausgenutzt und sie irrtümlich als nachrangig dargestellt. Super Entscheidung von den Schreibern, die natürlich Männer waren. In fast allen Religionen werden Frauen als minderwertig dargestellt. Bibel: Adam und Eva. Adam war zuerst da und bekam dann eine Gespielin. Da hatten sich die Männer gut ausgedacht. In Wahrheit war es wohl umgekehrt. Das weibliche war zuerst da und das männliche ist aus einer Mutation entstanden.

Ja und Nein. Wobei ich eher von mangelnder Gleichberechtigung und nicht von Frauenfeindlichkeit sprechen würde.

Die Religionen hatten in Europa schon lange ihre Machtstellung eingebüsst, aber mit den Frauenrechten wollte es trotzdem nicht vorwärtsgehen. Ohne 1. Weltkrieg hätten die Frauen wahrscheinlich noch länger kein Wahlrecht bekommen. Die Argumente dagegen, waren zum Teil Frauenfeindlich.

Mangelende Gleichberechtigung sieht man vor allem noch in Ländern Asiens und im Nahen Osten. Dort sind es meist traditionelle (kulturelle) und religiöse Gründe.

Das ist stark zu vermuten. Ansonsten wäre frauenfeindliches Verhalten angeboren.

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