Hält die Pharmaindustrie der Menschheit bewusst Naturheilmittel vor?

9 Antworten

Das ist eine gute Frage - aber sehr negativ formuliert, wie ich finde. Sieh es mal so: du bist ein freier Mensch. Du hast ein Hirn, das logisch denken kann. Du weißt, dass die Investitionen der Pharmaindustrie in Medikamente immer auf Gewinnmaximierung ausgerichtet sein müssen, weil die Aktionäre das so wollen. Also?

In den Jahrhunderten (-tausenden?) vor Erfindung der Pharmaindustrie haben Menschen sich mit Pflanzen, Tinkturen, Gesteinsmehl, Wasser, guter Luft, richtiger ausreichender Ernährung usw. geheilt. Sie haben herausgefunden, dass viele Pflanzen Substanzen in sich haben, die antibiotisch wirken, und dass das richtige Zusammenspiel aller heilend oder - noch besser - vorbeugend wirken kann, wenn man sich das Wissen aneignet.

Dummerweise hat man diejenigen, die Wissensträger waren, unter dem Vorwand der Zusammenarbeit mit dem Teufel vernichtet (Hexenverbrennung) - und so konnten andere das Feld übernehmen, die nicht nur mit lauteren Absichten arbeiteten, denn Gesundheit ist ein großes gewinnversprechendes Feld, um nicht zu sagen: ein Geschäftsmodell, bei dem weniger Gewinn rausspringt, wenn der Patient schnell gesund wird - hippokratischer Eid hin oder her. Insofern ist verständlich, wenn dieses Geschäftsmodell mit einer gewissen Kundenbindung arbeitet.

Neueste Erkenntnisse über Placebowirkung besagen, dass bei Patienten ein Medikament selbst dann wirkt, wenn sie WISSEN, dass es ein Placebo ist. Damit sind diesem Geschäftsmodell der Pharmaindustrie Tür und Tor geöffnet.

Heute ist es so, dass jeder, der sich für Naturheilkunde interessiert, auch fündig wird. Es gibt Freundeskreise von ebenfalls interessierten Menschen, mit denen man sich austauschen kann und lernen, was einem freiwillig nicht erzählt wird; und man kann sich umtun, was es vor allem auch in anderen Ländern an traditionellen Heilweisen gibt. Das ist ein unheimlich spannendes Feld, das Zukunft hat.

Man muss Symptome unseres klugen Körpers nicht unterdrücken, sondern kann die Ursachen bestimmen und die Symptome nach und nach naturheilkundlich heilen.

Die Carstens-Stiftung hat beispielsweise hierzu den Verein 'Natur und Medizin' gegründet, der sich um die Ausbildung von Ärzten kümmert und Mitgliedern viel alternatives Wissen vermittelt.

Natürlich muss man sich selbst über Ursachen und Symptome kundig machen. Ich habe vor 38 Jahren mal mit dem (Privat-)Studium von Dr. Schüßlers Biochemie begonnen und gemerkt, dass mir mein Körper selbst -  durch das Mittel, wenn es gewirkt hat - Auskunft über die körperliche Ursache meiner Beschwerden gibt. Das finde ich unheimlich wichtig, denn mit diesem Ansatz kann ich dann weitermachen.

Es ist ganz einfach, wenn man offen ist und bereit, die Zeit für diesen Wissenserwerb aufzubringen. Klar, ein bisschen Begabung gehört auch dazu.

                                                       *  *  *

Da hier viel von Krebs die Rede ist: was hältst du von der Idee, Krebs als eine krankhafte Vermehrung von Zellen zu sehen (=Symptom!), die SOLANGE nicht aufhören, sich zu vermehren, bis sie ENDLICH  mit der Nahrung DIE Stoffe bekommen, mit denen ihr Wachstumszyklus abgeschlossen werden kann?
Und zwar mit AMINOSÄUREN - die 'essentiell' sind, d.h. TÄGLICH in der richtigen Menge und Zusammensetzung in der Nahrung vorhanden sein müssen! Stell dir vor, wenn sie fehlen, können die Prozesse im Körper einfach nicht korrekt abgearbeitet werden. Das geht los mit den richtigen Fetten: es müssen Omega 3-Fette sein (normalerweise haben wir zuviel Omega 6 und 9-Fette, z.B. in Sonnenblumen- und Distelöl), dazu braucht der Körper VIEL MEHR Vitamin D (deutlich mehr, als Ärzte empfehlen): 7.000 i.E. als Erhaltungsdosis, Kranke brauchen ein Vielfaches. VITAMIN C: ganz hohe Dosen natürliches Vit. C, also Acerola,  sind ok, um gesund zu bleiben und die Freien Radikale zu bekämpfen! Raucher besonders! (siehe 'Heilung des Unheilbaren' von Thomas E. Levy, aus d. Amerikanischen  'Curing the Uncurable', über die verschwiegenen Forschungsergebnisse und die Wirkung von Vitamin C in hoher Dosierung) 

Usw. usw. - AAAAAABER das ist alles ERNÄHRUNGSWISSEN und hat nichts mit Krankheiten zu tun. für die Ärzte ja zuständig sind.
Unabhängig davon können wir uns ja GESUND ERNÄHREN und uns kundig machen. WO also ist das Problem?

Das SAGT uns nur niemand - da müssen wir selber drauf kommen! Und eine gesunde Skepsis gegenüber allem entwickeln, bei dem Symptome einfach abgewürgt werden sollen. Bei deinem Auto würdest du doch auch nicht den Korken in den Auspuff stecken, weil er qualmt, sondern zur Werkstatt gehen, um deinem Auto zu helfen, oder? GENAUSO musst du es mit deinem Körper tun: Symptome nicht vernachlässigen oder abwürgen lassen, sondern jedes einzelne fein sorgfältig hinterfragen und bearbeiten. Es gibt naturheilkundlich arbeitende Ärzte und Heilpraktiker und Selbsthilfegruppen mit so viel Fachwissen, dass man damit seinen Hausarzt schocken kann.

Ich hoffe, ich konnte dir zu einigen Erkenntnissen verhelfen, dann hätte sich auch dieser lange Beitrag gelohnt! Ich wünsche dir was! 

Und bleib kritisch - BITTE!

Tja diese Frage beantworte ich immer gerne mit dem Beispiel "Cannabis".

Cannabis ist eine der gesündesten Pflanzen die es gibt, sie kann Schmerzen, Übelkeit und Depressionen lindern, auserdem hilft es bei Spastik, Epilepsie, Asthma und vielen anderen Krankheiten. Wieso ist es also noch Illegal?... Weil die Pharmaindustrie ihre teuren Medikamente nicht mehr verkaufen könnte;)

Und wegen der Menschlichkeits Geschichte kannst du dir ja mal den erten Absatz von diesem Artikel durchlesen;)

http://www.n-tv.de/panorama/Teenager-produzieren-Super-Medikament-article19228856.html

Lg SeanNata;)

Hallo SeanNata,

Cannabis ist nicht gesund, nur weil es die von Dir genannten Symptome lindern kann. Arsen wurde einst als Aufputschmittel und in diversen anderen Medikamenten verwendet und davon ist man auch abgekommen. Die von dir genannten Symptome (Übelkeit, Schmerzen, Asthma, Spastiken, Epilepsie) werden mittlerweile durch Auslaufen der Patentrechte sehr günstig therapiert.

Bei Cannabis besteht, wie bei allen anderen pflanzlichen Mitteln, das Problem, dass neben der schwankenden Konzentration an THC (abhängig von Wachstumsbedingungen und damit unberechenbar), welches zwar auf der einen Seite Symptome lindert, auf der anderen Seite aber gerade im Gehirn schwere Schäden anrichtet, viele Begleitstoffe enthalten sind, die giftig sind und keinen positiven Nutzen haben.

Die Verwendung von reinem THC hat in einer französischen Studie zu unerwarteten und bisher ungeklärten Todesfällen geführt. Auch daher wird die medizinische Verwendung bis heute kritisch gesehen und weiterhin intensiv erforscht.

Die Verwendung von THC bei kritisch kranken Menschen bzw. in Palliativsituationen rechtfertig sich allein dadurch, dass die betroffenen die Spätfolgen höchstwahrscheinlich nicht mehr erleben oder dadurch, dass alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind.

Es hat seine Gründe, warum Cannabis bisher verboten bleibt und das liegt NICHT an der Pharmaindustrie. Diese würde von einer Legalisierung (dann fiele THC unter das Arzneimittelrecht) sogar daran verdienen. Schon mal darüber nachgedacht?

Bisher haben diverse Studien z.B. einen Zusammenhang zwischen Schizophrenie und anderen psychischen Erkrankungen und Cannabiskonsum belegen können. Unbedenklichkeitsprüfungen verliefen bisher erfolglos. Diese Studien weisen auch keine Interessenskonflikte auf, da weder Psychiater noch die Justiz noch der Staat noch die Pharmaindustrie (aus oben genanntem Grund) ein Interesse daran haben, eine (bei THC eben bisher NICHT)
nachgewiesen harmlose Substanz zu verbieten.

Das heißt, dass bisher mehr Schaden als Nutzen durch Cannabiskonsum beobachtet und nachgewiesen wurde und daher eine Legalisierung fahrlässig wäre.

Gruß,

MedIudex

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@MedIudex

Medizinalhanf wirkt nicht mit THC sondern mit CBD ... das ist ein sehr grosser Unterschied.

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@MedIudex

Hallo MedIudex,

vielen dank für deine gut formulierte Antwort, allerdings würde ich doch gerne, auf einige deiner genanten Punkte weiter eingehen.

1. So gut wie alles was wir Menschen zu uns nehmen können, ist ab einem gewissen Grad gefährlich, deshalb muss man differenzieren, zwischen wohl dosiertem Wirkstoff und hoch konzentriertem Wirkstoff, zum Beispiel trinke ich persönlich keine hochkonzentrierte Fruchtsäure, nur weil es in einer Orange gesund ist;)

2. Wegen den Gehirnschäden verhält es sich so, dass ein vermehrtes Risiko bei Jugendlichen besteht, deren Gehirn noch nicht richtig ausgebildet ist. 

Bei Erwachsenen besteht das Risiko Gehirnschäden zu erleiden zwar auch, allerdings nur bedingt. Das grösste Problem bei Cannabis ist dass das Rauchen, sehr weit verbreitet ist, was meist noch das gefährlichste darstellt, da beim Rauchen viele giftige Substanzen freigesetzt werden, welche die Lunge und das Gehirn angreifen.

3. Dass das Cannabis Verbot nicht nur von der Pharmaindustrie herrührt ist auch klar, wenn man in Betracht zieht, das Cannabis ein vielseitig einsetzbarer und regenerierbarer Rohstoff ist, welcher der Papierindustrie, der Baumwollindustrie und auch der der Alkohol Lobby hart zusetzen könnte.

4. Die Einnahme con Cannabis ist auch immer Situationsbedingt, wenn es einem Menschen schlecht geht kann Cannabis auch definitiv negative Auswirkungen, auf die Psyche haben, allerdings würde ich auch keinen Psychisch labilen Menschen, dazu bringen sich eine Flasche Wodka nach der anderen hinter die Binde zu kippen;)

Lg SeanNata;)

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Es ist leicht zu erklären, die Pharmaindustrie möchte die Monopolstellung haben, sie kauft sogar Firmen auf, die Naturheilmittel (jahrelang mit Erfolg) eingesetzt hat, verhindert den Weiterverkauf, streicht aus dem Sortiment wie es ihnen gefällt, ja, damit nur chemisches zeug verkauft wird. Einfaches Beispiel: Grippe, zuerst kommt der Arzt an mit "Grippe Impfe" ( CHEMIE) dann wird in den meisten Apotheken gleich wieder Chemie verkauft, idt einfacher als Fachwissen über natürliche Heilmittel,geht auch schneller ein paar Tabletten rüber schieben, als Aufklärung was bei Husten/Schnupfen genommen werden kann. Da ja Ärzte meinen nur weil sie länger studieren als Heilpraktiker sind sie gesegnet mit Talent, ja das Talent machen sich Pharma Vertreter zu nutzen es wird von "Guten "Testergebnissen erzählt (was mal knapp an der Wahrheit vorbei geht) und es werden auch Geschenke überreicht sollen den Arzt motivieren. Das machen nicht alle Ärzte, aber die Pharmaindustrie hält schon sehr viel von ihrem chemischen zeug,aber ob sie es auch selber einnehmen?? Möchte ich bezweifeln,--wie es eine mir bekannte Apothekerin sagt !! Bitte,egal welche Krankheit, versuche es erst mit Naturheilmittel,natürlich, es dauert etwas bis der Erfolg eintritt,aber egal welche Krankheit, die kam auch nicht von heut auf Morgen, bildet sich oft nach Jahren !! Liebe Grüße

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