Hackamore Versicherung

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3 Antworten

Dann reite doch mit Trense aus, ein Gebiss ist so tierfreundlich oder -unfreundlich wie die Hand, die es führt, und im Notfall hast Du mehr Einwirkung.

Mhh .. wir haben jetzt e schon auf doppelt gebrochen und etwas dickere Trense umgestellt was anscheinend auch freundlicher wäre .. aber irgentwie denk ich mir, ich möcht im winter auch kein eiskaltes Eisen in meinen Mund gesteckt bekommen und mit einem Stecken im Mund herumlaufen .. ich bin völlig im Ziespalt ..

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@uschi357

Mal unabhängig zum Thema Grundlegenes hierzu:

Im Winter kann man das Gebiss anwärmen, um es dem Pferd angenehmer zu machen.

Ob Druck auf der Nase oder Druck im Maul - wenn er zu fest ist, wird es unangenehm, ganz egal, wo er sitzt. Gerade Zäumungen wie Hackamore sind gebisslose Kandaren und können einem Pferd viel mehr schaden wie ein sanft geführtes Gebiss.

An der Stelle, wo das Gebiss liegt, haben Pferd keine Zähne. Da ist also "Platz" für ein Gebiss - vorrausgesetzt natürlich die Dicke passt. Sie können das Maul ganz normal schließen, ob mit oder ohne Gebiss. Die Atmung wird auch nicht beeinträchtigt -manche vergleichen das ja so:,,Geh doch mal mit einem Löffel zwischen den Zähnen joggen, das ist ja das gleiche!" - völliger Unsinn, da Pferde nicht durch das Maul atmen können, sondern nur durch die Nüstern.

Mein Pferd nimmt das Gebiss immer gerne ins Maul. Es scheint ihn also nicht zu stören oder zu schmerzen.

.. nur, um dir mal den Wind aus den Segeln zu nehmen :) So schlecht, wie sie immer von Pro-Gebisslos-Predigern verteufelt werden, sind sie nicht.

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Mh stimmt .. da hast du gut recht .. ich mein so überlegt, nimmt ja mein pferd im großen und ganzen die Trense auch nicht unwillig auf .. huch so ene schwierige entscheidung .. ):

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@uschi357

Wollte das auch nur mal in den Raum werfen :-)

Wenn sich euer Pferd mit dem Gebisslosen wohl fühlt und ihr so auch korrekt reiten könnt, ist das doch super!

Nur meinen eben viele Gebisslos-Reiter (nicht du speziell!) das Gebisse generell schelcht und böse sind und am besten alle Pferde ohne geritten werden sollten.

Meinen zB hab ich ne Zeit lang mal mit Hackamore im Gelände geritten, aber Dressurarbeit war damit nicht möglich. Da ist er fröhlich mit erhobenem Kopf rumgewackelt, und das hätte ihm auf Dauer geschadet. Korrektes Reiten war uns damit nicht möglich. Sobald ich mal etwas mehr am Zügel gemacht hat, ist er eher mehr dageegn, als im Genick nachzugeben, weil er den Druck nicht mochte. Drum wird da auch weiterhin mit Gebiss geritten, er hat damit ja auch kein Problem :)

Daher sehe ich das ein bisschen anders. Manche Pferde können garnicht mit Gebiss, bei manchen ist es egal und manche können nur mit Gebiss, weil sie eben den Druck am Kopf nicht mögen. Und jeder soll sowieso das finden, was ihm und seinem Pferd am besten passt!

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@Velvetti93

Genau, und was vertretbar ist...es gibt tatsächlich Leute, die gebisslos Kutsche fahren, in meinen Augen lebensgefährlich, weil die Leinen die einzige stetige Verbindung sind und Schenkelhilfen nur ersatzweise mit der Peitsche gegeben werden können, Gewichtshilfen gar nicht.

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Beim Pflegepferd ist das natürlich blöd, beim eigenen hätt ich jetzt gesagt, Versicherung wechseln. Es gibt genug Haftpflichtversicherungen, die auch völlig nackig reiten zulassen - wird dann halt schwierig, nachzuweisen, dass man das auch genug kann ;-)

Da jede Zäumung anders einwirkt und man das Handling kennen muss, um sie sauber zu führen, sollte man nicht nur wegen einer Versicherung die Zäumung wechseln müssen. Sicher ist es nicht, mit etwas zu reiten, was man so gar nicht kennt, wo man nicht weiß, wie es rein anatomisch einwirkt. Das möchte ich wegen meiner Versicherung nicht machen müssen, auch wenn ich viele Zäumungen sehr gut kenne.

Generell kannst Du mit jeder Zäumung grobe Schäden am Pferd hinterlassen, da ist ein Hackamore keine Ausnahme. Auch mit Trense könnte man bei Stürzen, die ganz blöd laufen, den Unterkiefer brechen - deswegen haben die englischen Jagdreiter seinerzeit mal den Sperrriemen entwickelt, der heute von Dressurreitern missbraucht wird. Von daher: Immer auf korrekte Verschnallung achten und anständig verwenden.

Danke für deine Antwort. :)

Mh das wusste ich gar nicht, dass es Versicherungen gibt die reiten ohne allem erlaubt .. aber man muss dann "beweisen" dass manes kann oder wie? :D

Mhm ja da hast du wohl recht. heutzutage wird der sperrriemen nur mehr zum zuschnallen oder zu deko verwendet, eigentlich extrem schade. ):

Also gut, ich werde mir das mit dem Hackamore nochmal gut überlegen. Danke. (:

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@uschi357

Die Gothaer hat beispielsweise unter Leistungen stehen "Schutz beim Führen und Reiten ohne Zaumzeug oder Sattel"

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Da bleiben nur zwei Möglichkeiten: Entweder ihr wechselt zu einer Versicherung, die das Reiten mit allen gebisslosen Zäumen abdeckt oder du musst auf das Reiten im Gelände verzichten, bzw. mit Trense rausgehen.

Wobei das eigentlich nicht dein Problem sein sollte, da du nicht die Besitzerin bist. Die muss das Pferd entsprechend versichern und sicherstellen, dass nichts passieren kann. Und wenn was passiert, ist sie die jenige die zahlen muss.

Was für dich interessanter wäre: ist Fremdreiter / Reitbeteiligung mitversichert? Denn falls dir was passiert und die Police hat das nicht drin, bekommst du im schlimmsten Fall kein Kranken / Schmerzensgeld.

Was sagt denn die Besitzerin, was du machen sollst?

Nein ich bin schon mitversichert. ;)

Also Gelände bleibt sowieso Hauptpart meiner Tätigkeit mit meinem Pferd, da es einfach die Leidenschaft von uns beiden ist. Aber in österreich ist das gar nicht so easy mit dem versichern da alle Versicherungen NUR hackamore oder trense anerkennen.

Was haltet ihr grundsätzlich vom Hackamore bzw hat jemand Erfahrungen?

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@uschi357

Ich hab mal eins fürs Gelände gehabt. Wenn du ein ruhiges, geländesicheres Pferd hast, geht das eigentlich voll easy.

Klar kann man damit die Nase brechen, aber da müsste man schon ziehen wie ein Ochse. Mit kurzen Anzügen auch kaum möglich.

Das reitet man auch nicht auf Anlehnung (da wäre der Dauerdruck auf Genick, Nase und Kinn zu groß - durch die Hebelwirkung ,,drückt" es ja quasi den Kopf zusammen) sondern hat die meisten Zeit die Zügel locker und es dient nur als Notbremse.

Und bedenke: Wenn ein Pferd will, geht es dir auch mit Trense durch ... :)

Wenn ihr sonst sicher gebisslos unterwegs seid und du ein feines Händchen hast, kann da eigentlich nicht viel schiefgehen.

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Mhm hört sich gut an .. :) Das heißt, du hattest so ein Mini-Hackamore alsomit ganz kleinen Schenkel?

Ja das mit dem Durchgehen da hast d wohl recht .. ich meine mein pflegepferd ist zwar so gut wie im Gelände angeritten worden und war und wird hoffentlich auch immer brav sein im Gelände ..

Danke für deine Antwort, war super hilfreich. :)

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@uschi357

Ja, die waren vielleicht 10cm lang. Mit einem S-Hackamore sieht das natürlich alles nochmal anders aus ... :D Aber ich denke ihr werdet das kleinste auswählen, was möglich ist, um die Versicherung abzudecken.

Im Prinzip würde auch schon ein Flower Hackamore mit einem Zusatzhebel von Marylot reichen, wenn ihr bisher immer sicher ganz ohne Hebel unterwegs wart. http://www.marylot.com/index.php?item=hackamores&action=page&group_id=22&lang=EN - das zweite mein ich. (Das Flower Hack ist die nachgemachte aber günstige Version vom LG Zaum ;-) )

Allzeit einen guten Ritt!

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Vielen Herzlichen Dank velvetti93!! :)

Dir auch weiterhin schöne Zeit mit deinem Pferd. ich werde dich auf dem Laufenden halten wie ich mich entschieden habe.

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