Hackamore -keine gute reaktion vom pferd!?

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13 Antworten

Auaaaaaa! Wenn an mir einer mit voller Kraft ziehen würde, würde ich auch wegrennen!

Du sollst niemals am Zügel ziehen. Das ist mit keiner Zäumung der Welt angenehm für's Pferd und es wird sich, wenn es nur einen Funken Selbsterhaltungstrieb im Leib hat, immer dagegen wehren.

Und wenn Du noch nicht weißt, wie man durchpariert, darfst Du eben noch nicht anreiten. Das ist ein ganz einfaches Prinzip. Man erklärt dem Schüler in der Theorie, aber nachvollziehbar, während er schon auf dem Pferd sitzt, die ganze Parade, dann lässt man ihn am Strick geführt anreiten und ihn das durchparieren ausprobieren. Erst, wenn die ganze Parade traumhaft sitzt und die Lenkung auch funktioniert, lässt man ihn antraben oder angaloppieren.

Ein bisschen hab ich den Eindruck, man kann manchen Reitunterricht mit einer Fahrschule vergleichen, wo man, um den Schüler nicht zu verwirren vor so vielen Sachen, das Bremspedal ausbaut und ihm erstmal nur das Gaspedal erklärt. Ein Fahrlehrer würde sowas nicht machen, denn der knallt mit gegen die Wand, wenn er die Bremse nicht rechtzeitig erklärt. Reitlehrer machen das offenbar häufiger.

Ich empfehle, um Deine Frage zu beantworten, gar keine Zäumung, die Du benutzt. Erstmal ein Knoti oder ähnliches drauf und Dein Lehrer hat das Seil in der Hand, aber nur für den Fall, dass es zu Problemen kommt und Du reitest ohne. Wenn Du dann die Grundbegriffe kannst, also anreiten und anhalten, kann man Dir wieder vorsichtig was in die Hand geben - am besten was mit Sollbruchstelle, das reißt, wenn Du Zug drauf gibst, damit Du dem armen Pferd nicht wieder so weh tust.

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Ich würde dir wrklich guten Reitunterricht empfehlen. Man bremst ein Pferd nicht aus indem man am Zügel zieht, sondern über den Sitz. Eine Hackamore wirkt direkt auf de Knochen und ist recht scharf und deswegen wird mit dieser auch nicht in Anlehnung geritten. Wenn du gerade im Gelände Probleme hast den Gang wieder raus zu bekommen,dann reite Zirkel.

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Kommentar von PferdSun
21.10.2012, 20:38

Huhu :) ja ich weiß wie ein hackamore wirkt aber das mit dem nicht mit aller kraft ziehen hilft bei ihm nicht... ich muss ihn ja irgendwie wieder zum stand bringen wenn es gefährlich wird... das ist bei ihm eher ein tick... :( leider ... ich suche eine zäumung auf die er eher anspringen könnte ...

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hallo.

wenn ich sowas lese hätt ich nicht übel lust ...

na egal.

also erstens: egal, ob mit gebiss oder gebisslos- an den zügeln wird ein pferd nicht gebremst.

dass dein wallach schlecht auf gebiss und alles andere "reagiert" hat den einfachen grund, dass er gegenüber dieser hilfe absolut abgestumpft ist.

wenn du das beim reiten nicht gelernt hast hier mal eine kurze ( aber für dich glaub ich wertvolle ) info:

die wichtigste hilfe beim reiten ist die gewichtshilfe. die ist auch massgeblich für die geschwindigkeit deines pferdes verantwortlich- alleine mit gewicht muss dein pferd losgehen, antraben, angaloppieren und das ganze auch umgekehrt bis zum schritt. voraussetzung: du musst einen ruhigen, ausbalancierten sitz haben- sonst "verwäscht" eine gewichtshilfe, und da dein pferd gar nicht weiss was es machen soll macht es einfach irgendwas in der hoffnung es wird schon richtig sein. zusätzlich lenkst du mit deiner gewichtsverlagerung dein pferd nach rechts und links.

die zweitwichtigste hilfe sind die schenkel. sie begrenzen auf gebogenen linien das pferd nach aussen, treiben innen, lassen das pferd dem schenkel weichen usw.

auch eine korrekte hilfengebung mit den schenkeln setzt einen ruhigen sitz voraus und dazu gehört auch ein ruhiger schenkel, um die schenkelhilfe korrekt und sensibel einsetzen zu können.

als nächste kommt dann erst die zügelhilfe. die ist eher dafür zuständig, dass dein pferd kopf und hals richtig trägt, also gebogen und gestellt von maul bis schweif ist.

ein richtig ausgebildetes pferd ist ohne weiteres mit einem halsring reitbar und macht trotzdem alles , was gefordert ist- so unwichtig ist die zügelhilfe eigentlich.

das alles gilt für die klassische reitweise- beim freizeit- oder westernreiten ( die beiden reitweisen werden leider sehr oft miteinander in einen topf geworfen bzw. verwechselt weil sie sich sehr ähneln ) gilt aber grundsätzlich dasselbe.

nun zu deinem speziellen fall.

deinem pferd ist es mittlerweile fast egal was in seinem maul oder an seinem kopf passiert- anders ist es nicht erklärbar, dass er bei vollem zug auf hackamore ( was übrigens übelste schmerzen verursacht !!! ) keine reaktion ( mehr ) zeigt.

wie schafft man dem abhilfe?

eins vorweg: das wird ein langer weg. denn ein pferd, dass den hilfen gegenüber abgestumpft ist, wieder dafür sensibel zu machen erfordert geduld, geduld, geduld und einen reiter, der bei der hilfengebung keine fehler macht.

geh mit deinem pferd zurück an die longe, denn ohne dass du richtig sitzen und richtig hilfen geben kannst wirst du dein pferd nicht sensibilisieren können.

derjenige, der dich mit deinem pferd longiert sollte ein erfahrener, guter lehrer sein .

gehen wir jetzt mal davon aus, dass du richtig sitzt.

dein pferd muss auch mti seiner ausbildung ganz von vorn anfangen.

also zuerst- vorwärts abwärts reiten, damit dein pferd wieder locker und losgelassen unterm reiter läuft.

am langen zügel sollten in allen drei grundgangarten richtungswechsel und tempiwechsel zu machen sein ( ein tempowechsel ist nicht der wechsel zwischen trab und galopp sondern ein unterschied im tempo in derselben gangart, z.B. arbeitstrab-mitteltrab-starker trab ).

wenn das alles läuft, geht man an die versammlung- dein pferd lernt, den kopf und hals selbst zu tragen, aber mit der nase in der senkrechten zu gehen, den hals zu wölben.

dann gehts an die aufrichtung, heisst, dass die hinterhand aktiviert wird und mehr gewicht aufnimmt, also der schwerpunkt des pferdes verlagert sich nach hinten.

zeitrechnerisch würde ich ab dem zeitpunkt, wo dein sitz korrekt ist, noch ein halbes jahr draufschlagen- was über einen zeitraum von wahrscheinlich mehreren jahren an deinem wallach verpfuscht wurde ist halt langwierig zu korrigieren. wie lange du brauchst, um deinen sitz zu korrigieren liegt bei dir und deinem lehrer(-in)...

nun zu deiner eigentlich frage:

welcher zaum.

solange du an der longe gehst mit deinem pferd würde ich die weichste wassertrense empfehlen ( gebiss so dick wie möglich ) .

wenn du dann wieder alleine reitest , fang zum beispiel mit einem bosal an.

so lange wie möglich bei dem bosal bleiben, erst, wenn das maul wieder so weich und sensibel wie bei einem jungpferd ist, wenn überhaupt wieder die wassertrense rein- allerhöchstens ein oliv.

hab dir jetzt n halben roman geschrieben, aber wenn ich lese dass jemand mit voller kraft am hackamore zieht und keine reaktion kommt sträuben sich mir die nackenhaare...

viel glück mit deinem pferdchen

hoffe geholfen zu haben

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Kommentar von PferdSun
22.10.2012, 07:24

Ja danke ich weiß... aber ich kann da beim ausreiten nichts weiches drauftun weil ich im notfall keine chance habe ihn zu halten und es war schon mal ziemlich knapp mit einem auto :(

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Nimm bitte Reitunterricht! Ein Hackamore sollte man auf keinen Fall unterschätzen. Zieht man zu stark am Zügel kann man dem Pferd sogar das Nasenbein brechen! Viele Reiter vergessen sowetwas, auber bei der auswahl des Gebisses sollte man genau hinschauen!

Wann wurden das letzte mal die Zähne nachgeguckt. Haken auf den Zähnen können schmerzen verursachen wodurch dein Pferd nciht mehr auf die Zügelhilfen reagiert.

Longier ihn mal mit einem einfachem Gebiss ( ausgebunden ) und achte auf sein Verhalten, also kaut er zufrieden oder versucht er das gebiss loszuwerden.

Aber letztendlich hilft nur guter Reitunterricht, jeder reiter lernt niemals aus und nur ein zufriedenes Pferd wird durchlässig ! :)

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ich denke du solltest vielleicht eher was "gängiges" nehmen. Ein sehhhher weiches gebiss. also zB eine Wassertrense, auch dopplet gebrochen. evl noch eine Kandare dazu, dann erhälst du allgemein eine bessere Kontolle. Das du mit voller Kraft ziehst, bewirkt bei einem Pferd eher das gegenteil. du solltest sehr feine Hilfen geben. Wenn er sich nicht gleich parieren lässt, dann auf keinen Fall ziehen. Arbeite lieben mit gewichtshilfen. Wenn das nicht hilft, dann lass dein pferd mal von einem Bereiter reiten. Es liegt vielleicht auch an dir(nich böse gemeint) Nimm ein paar Reitstunden und lass dir von der Reitlehrerin Tipps geben! Hoffe ich konnte Helfen

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Kommentar von PferdSun
21.10.2012, 20:36

Huhu :) danke aber das pferd ist schon recht alt und er ist immer schon so... eventuell einfach vom kopf her :( und wenn ich ihn nicht mit aller kraft halten würde wäre es eher gefährlich für mich und auch für ihn... glg

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Du solltest am Gebiss eh nicht so rumziehen, sonst wird er hart im Maul und dann passiert genau das, was du gerade beschrieben hast....

Benutze lieber kein Hackamore! Es hat eine Hebelwirkung und wenn du dann da ordentlich anziehst kannst du ihm im schlimmsten Fall das Nasenbein brechen!

Versuch ihn doch einfach mal mehr mit Stimme und Gewichtshilfen zu reiten.. Dann musst du nicht immer an den Zügel ziehen.

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Nimm Reitunterricht! Wenn ich lese, daß du mit aller Kraft am Zügel ziehst, dann könnte ich dich vom Pferd prügeln! Was du machst ist Tierquälerei und hat mit Reiten NICHTS zu tun. Stelle dir mal vor, DU hättest so ein Gebiss im Mund und Jemand zieht daran mit voller Kraft. Würdest du das gut finden? Lerne erstmal Reiten bei einem guten Reitlehrer. Dich dürfte man auf kein Pferd mehr lassen

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**Will dir nicht zu Nahe treten, aber das klingt nach einem schlecht ausgebildetem Pferd oder einem schlechten Reiter. Wie alt ist dein Pferd? Hast du Unterricht? Wie reitest du selbst?

Ich rate dir den mal in Beritt zu geben oder dir einen richtig guten Trainer zu holen. UND weg mit dem Hackemore!! Das hat nichts auf ''stumpfen'' Pferden verloren - die sind super scharf wenn du wirklich wie du sagt mit ''voller Kraft ziehen'' kannst!!!**

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Ich empfehel, das Pferd wie einen Rohling zu behandeln und mit der Bodenarbeit und des richtigen ausbindens mit Gebiss anzufangen.

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Mein Pferd würde auch nicht reagieren wenn ich an ihm rumziehe und der ist bis L ausgebildet...

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Kommentar von Plattschnacker
22.10.2012, 20:40

Andersherum - der würde gar nicht L gehen, WENN Du immer herumgezogen HÄTTEST. :)

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lass ihn korrekturreiten - das einzig sinnvolle in deiner situation

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Boah - statt sich EINMAL Gedanken über die fehlende Dressurausbildung zu machen und den Maulbereich vom TA untersuchen zu lassen, faselst Du hier etwas von scharfen Gebissen und von "voller Kraft ziehen".

Unglaublich der Widerspruch, dass Du ihm nicht wehtun willst - das tust Du nämlich in einer Tour, weil Du nicht reiten kannst.

Nimm Dressur-Einzelunterricht und arbeite Deine Defizite auf.

Ein Pferd bremst man über den Sitz und nicht mit den Zügeln !!!

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