Habt ihr vor zu fasten?

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12 Antworten

Ich faste jeden Jahr! Bis Ostern keine Alkohol, keine Schokolade und kein Fastfood.

Abnehmen spielt dabei für mich aber keine große Rolle - ist eher ein schöner Nebeneffekt. 

Mir geht es eher darum den Verzicht zu über und um das Erfolgserlebnis wenn man es geschafft hat. 

Warum möchtest Du über die Österliche Bußzeit, die gemeinhin als Fastenzeit bezeichnet wird, "fasten"? Warum ist es klar, in dieser Zeit kein Fleisch zu essen? Ich gehe mal aufgrund der Fragestellung von gesundheitlichen Gründen (Abnehmen, Fitness) aus. Das ist zwar super, hat aber nicht viel mit dem eigentlichen Sinn dieser (vor-)österlichen Zeit zu tun, welche die 40 Werktage vor Ostern (Aschermittwoch bis Karsamstag einschl.) umfasst.

Ich habe echt nichts dagegen und betrachte das durch den geübten Verzicht wieder etwas mehr gewonnene Augenmerk auf die eigene Gesundheit als total positiven Nebeneffekt. Mich würde nur interessieren, warum es scheinbar im Trend liegt, dass sich viele Menschen, die sich mit der bußtätigen Vorbereitung auf die Feier der Österlichen Heilsmysterien offensichtlich nicht identifizieren, gerade diesen Zeitpunkt für eine Diät resp. Kur aussuchen? Ich finde das umso interessanter, da doch zunehmend auf Christliches, insbes. Katholisches geschimpft wird.

Du fragst ja nach persönlichen Statements: Fasten (weniger Nahrung) und Abstinenz (Verzicht auf bestimmte Nahrung, insbes. Fleisch) hat im Christentum einen festen Platz, macht aber nur einen Teil der angestrebten Buße aus. Da hängt ein hohes Maß an spiritueller und theologischer Reflexion dran. Dazu gibt es viele gute Bücher. Die sog. Fastenzeit (besser: Österliche Bußzeit, Quadragesima) ist eine geschlossene, geprägte liturgische Zeit, die der inneren wie äußeren Vorbereitung auf Ostern dient. Weil Ostern als Anamnese von Leiden, Tod und Auferstehung Christi Höhe- und Mittelpunkt des Kirchenjahres ist, hat diese Vorbereitung auch einen gewissen Stellenwert. Dieses Vorbereiten soll durch eine (Neu-)Ausrichtung auf die Österlichen Heilsmysterien geschehen. Heißt: Die Prägung dieser Zeit soll zur intensiven Hinwendung zu Gott und den Mitmenschen einladen. Das ist nicht durch bloßen Nahrungsverzicht getan. Vielmehr dient der Verzicht auf Luxusgüter primär dem Zweck, sich innerlich neu aufstellen zu können (Hinwendung zu Gott). Ich weiß: Vieles, was mir richtig Freude macht, ist ungesund und hat seinen Preis. Seit jeher steht das Fasten also nicht als diätischer Selbstzweck dar, sondern bildet neben dem Gottesdienst und der Caritas ("Mitmenschendienst") eine der "drei Säulen" christlicher Buße. Im Prinzip geht es darum, gemeinschaftlich durch Gebet, Fasten und Nächstenliebe den Egoismus zu überwinden, der der göttlichen Liebe im Wege steht. Zu diesem Egoismus würde auch Verzicht um des eigenen Erfolgserlebnis willen zählen. Der Begriff "Fasten" ist aber mit selbstloser Liebe verknüpft. Deshalb wäre es auch nicht angebracht, sich mit den einzelnen asketischen Leistungen, die man vielleicht verbringen mag, zu rühmen und zu vergleichen. Jeder so, wie er kann, mag und vor allem versteht. :) 

Vielleicht kann ich Dir folgendes mitgeben: 40 Tage durchhungern ist gewiss nicht gesund und entspricht auch nicht dem Ziel geistlichen Fastens und gesundheitlicher Diät. Vielleicht kannst Du dich ja daran orientieren, dass es bei Katholiken eine Art "Staffelung" der "Fastentage" gibt: Aschermittwoch und Karfreitag z.B. sind vorgeschriebene Fasten- und Abstinenztage. Die übrigen Freitage sind ebenfalls vorgeschriebene Abstinenztage. Bei den anderen Tagen gelten keine dieser Vorschriften, aber die Gestaltung dieser Tage sollen dem "Gesamtziel" entsprechen, ob mit oder ohne Fleisch. Diät bzw. Fasten des Durchhalten wegen ist nicht glücklich. Viele Vornahmen des Verzichts sind bei Rückfall zermürbend. Stattdessen sollte man sich m.E. ein Ziel setzen, einen Effekt ins Auge fassen und in der "Fastenzeit" beginnen, den Alltag daraufhin zu ordnen, was Essgewohnheiten natürlich einschließt. Im Idealfall reichen die 40 Tage für deutliche Verbesserungen und Veränderungen aus. Warum nur 40 Tage? Sind doch 46 bis Ostern... Weil im Christentum jeder Sonntag als "Urfeiertag" ein "kleines Osterfest" ist, fasten Katholiken auch an den sechs Sonntagen vor Ostern nicht (sie "dürften" es auch gar nicht). Das lässt sich sicher auf diätisches "Fasten" übertragen: Besser gezielte, kleine Freuden zwischendurch, als durch asketisches Wunschdenken den Geist überfordern und Rückfall auf ganzer Linie provozieren.

Falls Du so etwas wie Heilfasten in den Blick nimmst (eigenverantwortlich zu Hause nicht länger als eine Woche), halte ich diese "Anleitung" für gelungen: http://www.fastenzeit.com/fasten-anleitung.html

Ich persönlich mache das aber gezielt außerhalb der Quadragesima, um deren Sinn und Tiefe nicht mit meiner Gesundheitskur zu vermischen.

Hoffe, ich konnte Dir wenigstens eine Anregung bieten :)        

Gezielt verzichte ich auf gar nichts während der Fastenzeit. Süßigkeiten, Fast Food, Softdrinks, Feritggerichte und Alkohol nehme ich schon seit 4 Jahren nicht mehr zu mir. Fleisch esse ich auch nur sehr selten (akutell vielleicht 1x im Monat) von daher würde auch das bei mir keinen Unterschied zu sonst machen während der Fastenzeit ;) 

Was ich mir allerdings während der Fastenzeit vor genommen habe ist wieder mehr Gemüse zu essen und wieder mehr Bewegung in meinen Alltag einzubauen was leider in den letzten Wochen etwas auf der Strecke geblieben ist. 

Warum sollte man abnehmen? Es geht vielleicht nur darum, mal auf Alkohol und Zigaretten zu verzichten, aufs Lügen und beleidigen , es geht ums verzichten von übler Nachrede, also schlecht reden über andere....einfach etwas friedlicher zu sein. Du kannst auf Fleisch verzichten, kannst versuchen etwas weniger auf das Handy zu starren und dich mal mit deinen Mitmenschen von Angesicht zu Angesicht zu unterhalten, verstehst du? Das sollte man eigentlich das ganze Jahr so beibehalten.

Die christliche Fastenzeit hat nichts unbedingt mit nicht-essen zu tun.. 

und hat auch keine festen Regeln mehr so wie in anderen Ländern.. 

Sondern viel mehr diese Zeit für sich zu nutzen, besinnlicher zu leben.. Konsum einzuschränken. Die kleinen Dinge wieder wahrzunehmen und zu schätzen wissen..

das ist immer ganz individuell des Menschens, auf was er verzichtet oder fasten möchte. 

Die einen verzichten auf

- Alkohol

- Süssigkeiten

- Handy

- Auto

- rauchen

- Glücksspiele

- usw. 

Andere verzichten auf

- Feste Nahrung

- Fleisch

- Tierische Produkte

Diese Zeit ist eigentlich relativ gut zu nutzen- zbsp.. für das Heilfasten oder basenfasten.. - seinen Körper zu reinigen und zu entgiften.. mehr bewegung oder mehr sport... mehr Natur.. mal in sich zu gehen.. 

Also ich faste auch
Ich esse kein Fleisch und nichts süßes :)
Aber das muss jeder für sich wissen
Zu wenig essen ist aber auch nicht gut ... denn danach muss sich der Körper wieder umstellen auf das normale essen aber kalr man kann alles machen oder probieren
Mach das was deinem Körper gut tut und für dich gut ist !
Fasten tut man ja aus einem religiösen Hintergrund im Normalfall und Jesus hat ja auch gesagt "alles ist gut solange es niemanden einschränkt" oder so ähnlich :)
Wünsch dir viel Spaß

Ab Aschermittwoch werde ich mich den Lebensregeln der Hildegard von Bingen  hingeben:

  1. Die Kraft der Seele fördern.                                                                             Die Tugenden und Talente förddern, Lästern und Schwächen gegenwirken
  2. Die Leibeskräfte stärken.                                                                                  Gesund und maßvoll essen und trinken (die Ernährungsregel von ihr ist reich an Dinkel, Bitterstoffen, saisongerecht. Fern von den gängigen Diäten). Keinen Rübenzucker, keine Nachtschattengewächse, keinen Kaffee, Schwarztee. Laut ihrer Lehre machen manche Lebensmittel fröhlich! andere widerum melancholisch.
  3. Die Sinne schärfen.                                                                                           Sinnvoll und fröhlich leben. Den Intellekt fördern und fordern- das heißt, gerne und mit Freude lernen!

Da ich vor 2 Jahren noch einen BMI von 17,5 hatte, werde ich nicht im herkömmlichen Sinne fasten. Alkohol trinke ich selten. Werde aber durchaus ihre Elixiere probieren, wenn ich während dieser Zeit kränkeln sollte. Ihre Ernährung soll das Gewicht regulieren, den Körper stärken und entfgiften.

Ich habe eine Art Altar aufgebaut und mich an diese großartige Frau täglich zu erinnern. Ihre stimmungsvolle Musik liegt im CD Player. Es liegen Bücher über ihre 35 Tugenden / Psychohygiene bereit. Die Gewürze (u. a. Galgant, Fenchel, Bertram, Kubebenpfeffer) stehen schon parat und ich habe einige Rezepte "organisiert". Die Nervenkekse sind schon gebacken (köstlich!) sowie die Quendelkekse. Genuß ist Hildegrad wichtig- aber in Maßen!

Und ja- sie hat einiges mit Alkohol, wenn man sich mit iher Medizin beschäftigt. Unsere Lebensmittel sollen unsere Heilmittel sein! Medizin die Ausnahme! und in ihrer Zeit (und im Rheingau) hatte Wein eine andere Berechtigung,

Ich esse vegan über diese Zeit :)

cool ^^

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Ich mache wieder die Aktion der ev. Kirche "7 Wochen ohne..." mit.

Das hat aber mit fasten nicht so viel zu tun, es geht also nicht um einen Verzicht auf etwas, sondern es gibt da immer total interessante Themen, um sich zu besinnen (z.B gab es mal 7 Wochen ohne "runtermachen" oder "gut gemug"). Diesmal heißt es "Augenblick mal".

Auf Alohol, Tabak und Süßigkeiten zu verzichten ist schon mal gut. Einen Tag in der Woche nichts essen, nur trinken ist auch ganz gut. Nicht übertreiben!!

Ich habe die letzten 15 Jahre in der Fastenzeit auf Alkohol verzichtet.

Da ich aber sowieso so gut wie weg vom Stoff bin faste ich dieses Jahr nicht mehr.

Nein, ich werde nicht fasten.

auch gut ;) muss man ja auch nicht von dem her

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