Habt ihr von eurem Partner schon mal verlangt, etwas für euch aufzugeben?

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10 Antworten

Ziemlich am Anfang unserer Beziehung von mir (w/19) und meinem Freund (m/20) hat er sehr viel gezockt. Wir haben uns selten gesehen weil wir über 1 Stunde auseinander gewohnt haben. 

Selbst wenn ich bei ihm war hat er gezockt. Die Beziehung ging fast in die Brüche. Ich habe es mir gewünscht das er aufhört, aber verlangt habe ich das nie. Letztendlich hat er das Spiel freiwillig verkauft, weil ihm die Beziehung wichtiger war als das Spiel.

Auch ich habe für ihn etwas aufgegeben, auch er hat das nicht verlangt, er hat es sich nicht einmal gewünscht.

Ich habe seitdem ich klein war getanzt. Als ich zu Shows meinen Freund mitgenommen habe, waren die anderen eifersüchtig auf ihn, weil ich mehr bei meinem Freund war, als bei denen. Dort wo ich tanzen war... Das war meine 2. Familie. Aber dort sind alle falsch geworden. Sie wollten uns auseinander bringen und haben zu mir gesagt, das er mich verändert hat und mich nicht gut behandelt, was nie gestimmt hat. 

Daraufhin wurde ich sauer und habe jeglichen Kontakt zu diesen Personen vermieden, aber habe trotzdem noch getanzt. Irgendwann verlor ich aber die Lust, weil ich nur dumm angeschaut wurde und hinter meinen Rücken gelästert wurde, wie ich von ein paar anderen Leuten mitbekommen habe. 

Somit habe ich mein Tanzen für ihn aufgegeben. Er fand es schade, weil er immer sagte (nicht nur er) das ich so talentiert bin und er mir sehr gerne zusieht. Ich habe es sogar nochmal versucht, aber der Funke ist nicht übergesprungen und habe damit abgeschlossen. Manchmal fehlt es mir, aber ich weiß wofür ich es gemacht habe. Mir war meine Beziehung wertvoller als mein Hobby. Andere können das vielleicht nicht nachvollziehen aber ich bereue diese Entscheidung nicht.

Bis heute sind wir noch zusammen und bin richtig glücklich mit ihm und froh, diese Entscheidung getroffen zu haben. Ihn fehlt es manchmal, wenn ich tanze, mir fehlt es auch manchmal, aber wenn ich dann wieder darüber nachdenke, weiß ich wie falsch die Leute dort gewesen sind und meine Gefühle, es zu vermissen, verschwinden sofort.

Verlangt haben wir beide nie, aber trotzdem haben wir beide etwas aufgegeben für die Beziehung.

  • Na ja, "Verlangen", "Fordern" und "Opfer" sind einfach die falschen Wörter und Maßstäbe.
  • Ich sehe die Sache ganz grundsätzlich völlig anders: Wenn zwei Menschen ein Paar werden, dann müssen sich beide aufeinander zu bewegen und versuchen, die Gemeinsamkeiten zu betonen und zu genießen. Das sollte sich für keinen von beiden als Opfer oder Einschränkung anfühlen, sondern als Bereicherung wertgeschätzt und genossen werden. 
  • Natürlich füllt man auch als Single seine Freizeit aus, indem man Freundschaften pflegt und Hobbys betreibt. Wenn man davon ausgeht, dass das Leben als Single recht gut ausgefüllt ist, dann hätte man ja logischerweise so gut wie keine Zeit für den neuen Partner, wenn man alles bisherige fortführen möchte. Wo passt da ein neuer Partner noch rein, wenn das Leben vorher ausgefüllt war? Es ist also völlig logisch und unvermeidlich, dass beide irgendwas streichen müssen, um gemeinsame Zeit miteinander verbringen zu können. Geht gar nicht anders. 
  • Der zweite Punkt ist, dass man eigentlich doch gerne neue Sachen kennenlernen sollte und es Spaß bringt, die Hobbys des neuen Partners auszuprobieren und umgekehrt auch ihm die eigenen Hobbys vorzustellen. Genauso ist es schön, sich gegenseitig in die Freundeskreise zu integrieren. Statt separater Abende mit Freunden kann man ebenso gut als Paar Freunde einladen oder zusammen ausgehen.
  • Der Idealzustand ist doch, wenn beide auch an einigen der Hobbys des anderen Spaß haben und diese dann gemeinsam ausgeübt werden können und wenn zumindest etliche Freunde so gut zusammenpassen, dass man auch die gemeinsam einladen oder zusammen ausgehen kann. So müssen beide viel weniger auf Kontakte zu Freunden und auf frühere Hobbys verzichten.
  • Zurück zu deiner Frage: Erstens muss man aufeinander zugehen und Kompromisse eingehen und sollte dies selbst aktiv tun und nicht darauf warten, dass der andere was fordert. Wenn sich gemeinsame verbrachte Zeit nicht besser anfühlt als frühere Single-Hobbys, dann stimmt was nicht mit der Partnerschaft. Zweitens müsste man notfalls in der Tat einfordern, aufeinanderzuzugehen, falls einer dies nicht will. Es klappt nur, wenn beide wollen. Begriffe wie "etwas verlangen" und "opfern" dürfen dabei weder fallen noch gefühlt werden. Wenn Paar-Leben so viel schlechter als Single-Leben ist, dann sollte man vielleicht lieber Single bleiben.
  • Zu guter Letzt sei aber natürlich trotzdem erwähnt, dass jeder gewisse Freiheiten haben sollte und ein Paar nicht alles zusammen machen muss. Natürlich darf man einzelne frühere Hobbys auch separat bewahren, wenn sie einem viel bedeuten. Man sollte sich aber bewusst sein, das eine erfolgreiche und glückliche Partnerschaft voraussetzt, dass man zusammen die Zeit genießt.
  • Letztlich gilt einfach, dass eine Partnerschaft meist dann besonders glücklich ist, wenn Ansichten und Wertvorstellungen harmonieren, die Wellenlänge und Chemie passt, die Freizeitgestaltung zusammen Spaß bringt und man sexuell ähnliche Vorlieben hat.

Miteinander, nicht nebeneinander her!

Etwas von ihm verlangen, das würde ich nie. Man redet miteinander und findet Kompromisse. Mein Freund hat für mich vor 3 Jahren das Rauchen aufgegeben und es bis heute nicht mehr angefangen. Das habe ich aber nie von ihm verlangt. Er hat aber gemerkt, dass ich es nicht mochte und ich mir Sorgen um seine Gesundheit machte.
Ich habe das Reiten aufgegeben, Teils wegen ihm, Teils wegen meines Jobs. Dafür fehlte einfach die Zeit. Für unsere Beziehung hat es sich gelohnt, da wir mehr Zeit haben. Aber etwas zu verlangen, dazu habe ich kein Recht. Wenn man schon etwas verlangen muss bzw. Etwas verlangt wird, ist es meist auch einfach nicht der richtige Partner.

Wenn man sich wirklich liebt muss man nichts "verlangen". Aber natürlich darf man etwas ansprechen, was einen stört. Wenn der andere dich dann ebenso sehr liebt, wird er vielleicht von sich aus etwas ändern.

Die Bereitschaft sich selbst zu verändern und dem Partner ein wenig anzupassen gehört meiner Meinung nach zu einer glücklichen Beziehung unbedingt dazu. Aber diese Bereitschaft muss auch bei BEIDEN Partnern vorhanden sein. Es kann nicht angehen, dass einer immer zurücksteckt und der andere kein bisschen auf die Wünsche des Ersten eingeht.

Ich selbst habe mich in meinen drei Beziehungen, die ich bisher hatte, immer meiner jeweiligen Partnerin angepasst und meine jeweilige Partnerin hat sich auch immer mir ein wenig angepasst. Manchmal bedeutete das z.B. liebgewonnene Gewohnheiten aufzugeben, oder andere Gewohnheiten oder Interessen der Partnerin anzunehmen und mit ihr zu teilen. Im Endeffekt habe ich jedes mal dabei etwas gewonnen, ich habe jedes mal meinen Horizont erweitern können und bin reifer und zufriedener geworden.

"Verlangen" etwas aufzugeben würde ich von meinem Mann nicht und das würde er sich auch nicht gefallen lassen, dass ihm etwas verboten wird, würde ich umgekehrt auch nicht wollen. Ich fände es auch übergriffig und respektlos. Man kann sich vom Partner etwas wünschen (abhängig davon worum es konkret geht), ob er das auch umsetzt ist seine Sache. Wenn nicht, muss man selbst zusehen wie man damit zurecht kommt


Hey :)

Für meinen ExPartner hat ich schon mal was aufgegeben... und Nein es hat sich nicht gelohnt! Ich habe aber nie etwas von ihm verlangt und war immer geduldig... allerdings hat er mich mehr oder weniger die ganze zeit verarscht.

Bei meinem jetzigen Partner ist es so, dass wir nichts füreinander direkt aufgeben, sondern uns eher einschränken, da jeder die Interessen des anderen akzeptieren muss. Wenn es ein Problem gibt und uns etwas nicht passt, dann sprechen wir darüber und finden gemeinsam eine Lösung.

Um was geht es denn aber genau, wenn ich fragen darf? denn es kommt ja immer ganz drauf an um was es sich handelt... :)

Ich würde das nie von meinem Partner verlangen. Es sollte doch jeder seinen Interessen nachgehen und sich nicht für den Partner verstellen. Ich würde mir im Gegenzug auch nichts verbieten lassen, was ich nicht selbst aufgeben will. Nur so kann meiner Meinung nach eine gesunde Beziehung funktionieren. So hat man auch immer was zu erzählen, dass man ohne den Partner erlebt hat. Ich finde, man sollte sich nicht nur auf seine gemeinsamen Interessen versteifen, sondern auch seine individuellen Interessen ausleben.

Das Einzige, wo sich darüber reden lässt ist, dass der Partner aufhören soll zu rauchen. Das hatte ich in meinem Bekanntenkreis schon einige Male. Da kann man auch davon sprechen, dass es sich für beide lohnt.

Ja, das Rauchen. Letzten Endes gab es den Kompromiss, dass er aufs Dampfen umsteigt. Ich bin zufrieden, er ist zufrieden, was will man mehr.

Ich hab von meinem Freund nie so etwas verlangt solange ich es selber nicht schaffe Opfer zu bringen. Aber selbst dann muss er nicht dass ist ganz allein seine Entscheidung und wenn dann muss düse Entscheidung von Herzen kommen und nicht weil Druck auf ihm ausgeübt wurde

"Habt ihr von eurem Partner schon mal verlangt, etwas für euch aufzugeben?" - Ein Paket bei der Post. Niemals Träume oder Leidenschaften.

"habt ihr für euren Partner etwas aufgegeben" - einen Partner zu finden, als ich sie kennengelernt habe.

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