Habt ihr schon einmal persönliche Erfahrungen zum Thema "Flüchtlinge" gemacht?

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6 Antworten

Ich hab bisher nur einen einzigen Flüchtling kennen gelernt und das war bereits vor der Flüchtlingswelle, also 2014.

Er war Syrer und ich hab ihn auf einem Konzert kennen gelernt. Er war nett, aber schon irgendwie "anders". Er war mit einem Kumpel dort (ebenfalls Syrer), hat viel gebaggert, obwohl ich ihm gesagt habe, dass ich verheiratet bin und hat mir erzählt, dass er wegen des Bürgerkriegs geflüchtet ist, dass seine Schwester und Mutter noch in Syrien sind und er sich Sorgen macht.

Das fand ich auch irgendwie komisch. Er flüchtet, lässt Mutter und Schwester in Syrien und geht dann in Deutschland Party machen, naja.
Andererseits kann man ja auch schlecht erwarten, dass Kriegsflüchtlinge jetzt nie wieder glücklich werden und wer weiß, was sie erlebt haben. Wahrscheinlich entwickelt man mit der Zeit eigene Methoden, um mit der Situation umzugehen.

Ach, ich bin weder pro noch contra Flüchtlinge. Menschen aus Kriegsgebieten muss man helfen. Das kann aber anders gemacht werden, als wir das in Deutschland momentan machen.
Über kriminelle "Flüchtlinge" aus Ländern, wo es eigentlich keinen Fluchtgrund gibt, müssen wir nicht reden, da sind wir uns sicher einig.

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Kommentar von Woelfin1989
13.01.2016, 22:37

Oh nein, mir ist noch was eingefallen! Als ich hochschwanger mal mit dem Bus gefahren bin, sind viele der arabisch aussehenden Männer aufgestanden und haben mir ihren Platz angeboten. :) Sowas hab ich die ganze Schwangerschaft über von Deutschen nicht erlebt. ^^

Meine Erfahrungen sind also insgesamt eher positiv, auch, wenn es nicht viele sind und ich natürlich weiß, dass es auch andere gibt.

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Kommentar von Hyaene
22.01.2016, 23:48

Beste Antwort, weil sie ehrlich und durchdacht war. Zudem fand ich es hier auch toll, dass du beide Seiten erzählt/geschrieben hattest.

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Ich war einmal bei der Reisebank um einen Betrag einzuzahlen. Vor mir war eine Gruppe von 10 jungen Männern, die ich als Flüchtlinge bezeichnen würde. Einige von ihnen warteten wohl auf eine Überweisung aus dem Ausland und sprachen deswegen vor. Ich musste etwas warten und habe mich in dieser Zeit nicht besonders wohl gefühlt, obwohl sich die jungen Männer nicht besonders auffällig verhalten haben.

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Ich meine, nur weil man jemanden mit Markenklamotten aus dem Second Hand- Laden und aus Kleiderspenden gesehen hat, soll man sich keine vorgefertigten Meinungen bilden und Be- und Verurteilungen abgeben.

Meine persönlichen Erfahrungen sind: Ich grüße die Asylanten, die in der Nachbarschaft wohnen freundlich und werde immer freundlich von ihnen gegrüßt. Nur weil ich einmal ein wenig bei Formularen geholfen habe, bin ich zu einem fürstlichen Essen eingeladen worden, das mit einfachen Mitteln unübertrefflich war.

Als ich überzähliges Obst verschenkt habe, bin ich später mit den köstlichsten selbstgemachten kleinen Kuchen beschenkt worden.

Usw.

Ich bin bisher fast ausschließlich sehr zuvorkommend und freundlich behandelt worden. Wahrscheinlich gilt: Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus.

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Kommentar von Hyaene
13.01.2016, 17:08


Ich meine, nur weil man jemanden mit Markenklamotten aus dem Second Hand- Laden und aus Kleiderspenden gesehen hat, soll man sich keine vorgefertigten Meinungen bilden und Be- und Verurteilungen abgeben.


Ich kenne die Kleidung aus dem Secondhandläden. Trage auch welche... Die sehen anders aus! ;-)



Wahrscheinlich gilt: Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus.


Da gebe ich dir Recht!

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Hallo :)

Ich helfe in meiner Schule beim Deutschunterricht für Asylbewerber. 

Alle die ich im Rahmen von diesem kennengelernt habe sind unheimlich nett und bemühen sich sehr deutsch zu lernen :) 

Sie sind schon mehrere Monate in Deutschland und machen große Fortschritte, solche Dinge wie Handy sind sehr nützlich, da sie da einfach einzelne Wörter eingeben können, da man nicht alles einfach verstehen kann.

Manche von ihnen haben mittlerweile sogar Arbeit und da finde ich dürfen sie sich durchaus auch mal Markenklamotten kaufen. Was würde es zudem bringen ihnen nur billige Sachen zu gönnen, die würden ja auch viel schneller kaputt gehen.

Um es nochmal zu betonen, es sind nicht alle schlecht und nicht alle gut. Aber die, die ich kenne grüßen mich jedes Mal freundlich und sind auch sonst immer sehr zuvorkommend :)

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Kommentar von Hyaene
13.01.2016, 17:13

Danke für deine Antwort und schön, dass du dich angaschierst, satt nur zu reden! ;-)

Dinge wie Handy sind sehr nützlich, da sie da einfach einzelne Wörter eingeben können, da man nicht alles einfach verstehen kann.

Aber hier sehe ich selbst für deutsche Kinder Probleme, da die Wörter automatisch verbessert werden und man so nicht richtig das Schreiben lernt... Ist wie mit dem Taschenrechner. ^^ Aber jut, ist ein anderes Thema. XD

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Kenne ein paar Flüchtlinge. Sie selbst haben mit bekommen was in der Nacht in Köln passiert ist. Ein paar meinten: das waren wieder diese Araber, die rücken uns ins schlechte Licht, andere schämen sich für ihre Landsleute, falls es denn überhaupt welche waren. Distanzieren tun sich aber alle.

Zu den Marken klamotten: ich selbst war einige Monate in Afghanistan, und dort gibt es sehr viele Markenklamotten. Natürlich alle gefälscht und sehr billig zu bekommen. Sie ziehen die schicken klamotten nicht während der Reise an, wollen aber trotzdem gepflegt Rüber kommen, weshalb sie welche mitnehmen, um so besser dazu zu gehören und nicht gleich als Flüchtling identifiziert zuwerden mit dreckigen, kaputten klamotten.

Smartphones haben Die auch alle, aber die bekommt man in ihrem Land sehr billig und zumindest die die ich kenne sind sehr häufig in sozialen Medien unterwegs um mit ihrer Familie Kontakt zu haben und eben ihren Freunden.

Sie wollen schnell eine bleibe finden und anfangen zu arbeiten, zu studieren und träumen von ganz großem. Und sind eben nicht hier um arbeitslos zu bleiben und Harz 4 zu beziehen. Zumindest die die ich kenne.

Sie sind nicht anders wie wir. Es gibt welche die können und wollen sich benehmen, und eben welche, die es nicht können oder wollen. Und diese Menschen müssen lernen sich zu benehmen oder eben wieder zurück gehen. Denn das hat den Vorteil eben für Deutsche und sogar Flüchtlingen selbst.

Habe auf dem Handy schnell geschrieben, also entschuldigt ^^

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Kommentar von Hyaene
13.01.2016, 17:19

Sie wollen schnell eine bleibe finden und anfangen zu arbeiten, zu studieren und träumen von ganz großem. Und sind eben nicht hier um arbeitslos zu bleiben und Harz 4 zu beziehen. Zumindest die die ich kenne.

Aber ist hier noch Platz? Und ist auch genügend Arbeit vorhanden? Ich mache nicht die Ausländer dafür verantwortlich, wie es ja viele machen. Ist ja nicht so, dass jeder ein best mögliches Leben haben möchte. Wie schon oben geschrieben. Die Pfote halten wir alle auf, wenn es was gibt! ;-P Sondern eher die Politik. 

Mir ist es bloß schleierhaft, dass sie das noch alles haben, wenn Krieg ist. Eigentlich würden mir solche Dinge doch gar nicht in den Sinn kommen, wenn ich flüchte. Sondern viel eher Essen. Zudem kommen sie doch eigentlich ohne Hab und Gut hierher. :-/

Und... Danke für die Antwort. :-)

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Kommentar von IchFrageEinfach
13.01.2016, 17:29

Die Flüchtlinge die ich kenne sind weiter nach Belgien gereist, da sie von anderen Flüchtlingen gehört haben, Deutschland nimmt keine Flüchtlinge aus Afghanistan mehr auf. Du musst verstehen, diese Menschen brechen nicht plötzlich in eile los und nehmen nur das wichtigste mit. Das ist eine geplante Reise die lange davor feststeht. sie haben zeit sich von ihrer Familie zu verabschieden und sorgsame einzupacken was sie brauchen. Darunter zählt halt auch klamotten, denn welche Mutter würde seine Söhne auf eine lange Reise schicken ohne Ihnen 10 dicke Jacken mit zu schicken. Naja, so wie halt Mütter sind ;).

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Kommentar von IchFrageEinfach
13.01.2016, 17:30

Ihre Söhne* mit zu geben*

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Also ich hatte keine persönliche Erfahrungen mit den Flüchtlingen/Asylanten gemacht, aber eine Bekannte von mir:

Ich weiß nicht, ob sie sich engagieren wollte oder nicht aber: Wir haben am Rande unseren Dorfes paar nette Flüchtlingscontainer und meine Bekannte bringte ihnen mit Begleitung dutzende Portionen Spaghetti Bolognese, zum Essen. Was sich aber dann herausstellte war, dass die Flüchtlinge es nicht essen wollten. So konnte man dann alles in den Müll schmeißen, sagte sie..

Also sowas bewirkt bei mir schon ein negatives Bild von Flüchtlingen...

Ich meine jemand wollte was gutes machen und wurde einfach niedergeschlagen sozusagen. Sieht nicht so aus, als ob sie alle hungrig wären und Angst erschütternd sind...

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Kommentar von Hyaene
14.01.2016, 22:28

Habt ihr denn die Spagetti dann nicht selbst gegessen gehabt? Zumindest einen Teil davon? Denn das finde ich dann schon schade das alles wegzuschmeißen. =(

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