Habt ihr schon einmal einer anderen Person etwas beigebracht?

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8 Antworten

Als Nachhilfelehrer ist das eine nicht so eindeutige Sache.

Einerseits will der Schüler / die Schülerin den Stoff ja kapieren, andererseits haben es die Lehrer und Lehrerinnen in den vergangenen Schuljahren viel zu oft geschafft, ihren Schützlingen jeden Spaß an dem Fach gründlich zu versauen (mit Ausnahme der paar, die schon vorher gut darin waren). Besonders eklatant in Mathematik.

Die größte Schwierigkeit für mich war, das bisschen Motivation zu erhalten, gefolgt von der Schwierigkeit, zu verstehen, wo denn überhaupt die Verständnisprobleme liegen. Wobei diese beiden Punkte sehr eng zusammenhängen: je besser und schneller erkenne, wo der kritische Punkt ist, desto mehr ist der Nachhilfeschüler motiviert.

Im Laufe der Zeit bin ich recht gut darin geworden, die Lücken zu erkennen, soweit ich das beurteilen kann. (Einige Kommentare zu meinen Beiträgen hier bestätigen dies.) Aber es gibt hier noch viel zu lernen ...

Beim Erklären von Spielregeln ist es ähnlich. Bei Spielen, die Spielmaterial verwenden (Brettspiele, Kartenspiele u. ä.) haben wir den Vorteil, dass wir Situationen nachstellen und nachspielen können. Nur sehr wenige Personen können die Bedeutung von Spielregeln genauso gut einer schriftlichen Anleitung entnehmen - und wenn die Zeichnungen noch so gut sind - wie einer Erklärung am realen Spielmaterial mit tatsächlich nachgespielten Zügen.

Nicht immer war ich erfolgreich, aber die Erfolgsquote steigt. Und auch das Verhältnis von Erfolg zu aufgewendeter Mühe steigt.

Insgesamt: Das Wichtigste ist Empathie - die Fähigkeit, sich in das Gegenüber (Einzelperson oder Gruppe) hineinzuversetzen.

Das zweitwichtigste ist die Goldene Regel ("behandelt eure Mitmenschen so, wie ihr von ihnen behandelt werden wollt", alternative Übersetzung: "tut für eure Mitmenschen das, was ihr wollt, das sie für euch tun").

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Ja... Hab meiner kleinen Schwester das Lesen und das Fahrradfahren beigebracht. Meine Eltern wollten eigentlich, dass sie erst in der Schule lesen lernt, aber sie wollte es schon vorher können, und zum Fahrradfahren-Beibringen wurde ich abkommandiert, weil meine Eltern irgendwie wohl zu faul waren ^^ Schwer wars eigentlich nicht, ich hab ihr das Lesen z.B so beigebracht wie es mir eine Kindergarten-Freundin beigebracht hat: Erstmal das Alphabet auswendig lernen, dann alle Buchstaben auf einen Zettel schreiben und erklären, wie man Buchstaben zu einem Wort zusammensetzt ... Dann einfache Worte lesen. Hat vielleicht eine Woche gebraucht und dann konnte sie es und das Fahrradfahren ging irgendwie fast automatisch... Ich glaub ich habe mich einfach bei ihr auf den Gepäcksträger gesetzt und bin ein paar Mal mit ihr so gefahren, nachher konnte sie es gleich alleine... Also ja, war beides von Erfolg gekrönt und nicht so schwer ^^

Nicht ganz so einfach war es, meinem Freund diverse grundlegende Dinge beizubringen die man im Leben halt so können sollte: Wie beantragt man eine Steuerrückzahlung, wie bedient man eine Bohrmaschine, wie putzt man diverse Dinge richtig und wie oft, wie näht man einen Hosenknopf an, wie setzt man einen PC neu auf, etc... (Anmerkung: Falls hier Eltern mitlesen, bringt euren Kindern solchen Kram bei, ernsthaft ^^). Okay, aber in dem Fall könnte es sein dass er das nicht unbedingt mit großer Motivation lernen wollte *hust*

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Du kannst keiner anderen Person etwas beibringen. Das kann sie nur selbst tun. Du kannst ihr etwas erklären, beschreiben, zeigen oder vormachen. Das hat aber nichts mit beibringen zu tun.

Grundsätzlich gilt, dass man nur auf Nachfrage tätig werden sollte. Je besser man die Fähigkeiten des Erklärens, Beschreibens, Zeigens und des Vormachens beherrscht und vor allem weiß, wann welche Variante am angebrachtesten ist, desto erfolgreicher ist das Lehren. Bei so manchen Berufslehrer ist es leider nur ein Leeren.

Wenn man als Lernender verstanden hat, ist das gleichbedeutend damit, es sich beigebracht zu haben. Danach kommt das tun, was wir auch als üben oder trainieren bezeichnen.

Gruß Matti

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Kommentar von DBKai
11.02.2016, 07:00

Die Google-Suche sagt: beibringen = jmdm. eine Fähigkeit oder bestimmte Kenntnisse vermitteln.

Es ist also nur ein anderes Wort (Synonym) für erklären oder zeigen. Man kann sich auch etwas selbst beibringen - dann braucht man ev. länger dafür, als wenn man einen guten und erfahrenen Lehrer hat

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Meiner Frau " Word "  beigebracht...Jetzt hat sie es drauf....jedenfalls

für die Zwecke für die sie " Word " benutzt....

In meinem Beruf als Maler / Lackierer hatte ich genügend Azubis ,

denen ich die Arbeitsweise und die  jeweiligen Techniken

und Materialkunde zeigen durfte....die nach manchen Fehlversuchen

positive Fortschritte von guten bis besten Ergebnissen gekrönt wurden.

War ja auch mal in deren Lage.....damals

VG pw

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Mir fällt es immer schwer an der Stelle des Lehrers zu sein, da ich mich manchmal einfach nicht richtig ausdrücken kann. Musste in der Schule manchmal was erklären, ich denke es wurde schon verstanden, aber etwas umständlich.

Beim Spiele erklären das selbe, da ich manchmal einfach sehr umständlich erkläre, ich weiß auch nicht wieso.

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Kommentar von DBKai
10.02.2016, 15:21

Vielleicht hast du es einfach selber noch nicht so gut verstanden und bräuchtest selber einen Lehrer bzw. Übung.

Wenn du dir dann sicherer bist und Erfahrungen gesammelt hast, fällt dir das alles bestimmt leichter.

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Ich musste als Tutor mal dem Semester unter mir beibringen wie man mit Photoshop umgeht und realistische Bilder rendert mit Cinema4D.

War nich sonderlich schwer ... hatte nen Beamer und stand vorne und hab mein Ding gemacht, bei Fragen habe ich geholfen und fertig. Die Fortschritte der Schüler waren am ende deutlich zu sehen obwohl man da anmerken muss, dass die natürlich auch eigenständig weider gelernt haben.

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Servus... Ich habe zeitweise als Trainer für Billard agiert, hab 3 Leuten das Gitarre spielen beigebracht, einige in die Grundlagen des Skateboards eingeführt und bilde seit einer gefühlten Ewigkeit Lehrlinge im Bereich Elektrotechnik/ Elektronik aus. Ob es schwierig ist Lehrer zu sein hängt eigentlich überwiegend davon ab inwiefern dein "Lehrling" Interesse daran hat wirklich was zu lernen und wie wichtig es für dich selbst erscheint ob er auch was lernt. Beim skaten, Billard o. Gitarre spielen z.B. kann es dir im Grunde eigentlich egal sein ob er letztendlich alles umsetzt o. auch nicht. Bei der Ausbildung eines Lehrlings ist das wiederum etwas komplizierter da das für dich als "Lehrer" eine ganz andere Verantwortung bedeutet und nicht zuletzt auch aussagen könnte ob du ein guter o. schlechter Ausbilder bist. Grundsätzlich würd ich jetz mal sagen... Es ist immer schön jemanden etwas beizubringen vorausgesetzt du hast auch wirklich Ahnung von dem was du anderen vermitteln willst denn auch das ist mitunter ausschlaggebend dafür wieviel deinem "Lehrling" daran liegt auch wirklich etwas von dir lernen zu wollen...

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Kommentar von DBKai
10.02.2016, 15:35

Gut erklärt.

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Ja, Ja und ja. - Ja, es war schwer Lehrer zu sein, aber ja, es war erfolgreich und ja meine Schüler können jetzt ein bißchen mehr wir vorher.

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Kommentar von XHeadshotX
10.02.2016, 15:23

Ich bin mir auch nicht zu schade, zuzugeben wenn ich was nicht weiß und das sage ich auch klipp und klar. Ist ja kein Beinbruch - man kann unmöglich alles wissen. Solang man weiß, an wen man weiterverweisen kann, oder wo man hilfreiche Infos finden kann.

Und frei nach Yoda: "Geduld du haben mußt. Aber nicht zu viel."

Und von mir: "Die Details eines Bildes sind toll, aber es braucht auch den Schritt zurück um die Gesamtheit zu erfassen."

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