Habt ihr manchmal Zweifel in eurem Glauben?

"Die Frage geht an Moslems und Christen." warum geht die frage nicht auch an "juden" ?

Weil es nunmal kaum juden gibt die wirklich eine jüdische Religion ausleben& ich mich mit dem Glauben nicht so gut auskenne bzw. interessiere.

12 Antworten

Fragen und Bedrängnisse können im Leben und im Glauben durchaus dazugehören. Passend dazu finde ich das Gedicht "Spuren im Sand" von Margaret Fishback Powers.

Generell bin ich fest davon überzeugt und habe keinen Zweifel, dass es einen Gott gibt, der uns erschaffen hat und dem es gefallen hat, sich uns in der Bibel zu offenbaren. Dafür gibt es für mich einfach viele Gründe (die Bibel selbst, die Historizität der Auferstehung Jesu, erfüllte biblische Prophetie, die Präzision der Überlieferung der biblischen Bücher, die Schöpfung usw.).

Zweifel habe ich schon, aber ich würde nicht sagen, dass ich total verunsichert bin. Einerseits mache ich mir zwar regelmäßig Gedanken über meinen Glauben und hinterfrage ihn auch; andererseits ist mein Weltbild aber auch so gefestigt (recht dezidierte Vorstellungen über Gott), dass sich da jetzt schon seit einiger Zeit nicht mehr viel geändert hat. Mein Gottesbild ist sehr frei und unverbindlich (ehr deistisch als theistisch).

Daher wäre ich in den Augen religiöser Fundamentalisten wohl auch ein schlechter "Gläubiger". Den Inhalt religiöser Offenbarungsbücher würde ich in der heutigen Zeit auch keine große Bedeutung mehr beimessen. Sie wurden insbesondere von älteren Männer verfasst, bzw. interpretiert.

Es spricht daher nach meiner Einschätzung auch nichts dagegen, sich als Frau zu schminken, Schmuck zu tragen u.s.w. Warum sollte nicht auch Gott mit der Zeit gehen ;-)

Ich will deine Frage mal in zwei Teilen beantworten. Da ich Theologie studiere, beschäftige ich mich da sehe viel mit.

  1. Zweifel: du glaubst gar nicht wie oft ich zweifle und meinen Glauben hinterfrage. Das ist auch meiner Sicht auch gut so. Gott liebt auch zweifelnde Menschen. Davon ab, bin ich häufig in Situationen verzweifelt in den ich machtlos, wo ich niemandem die Schuld geben kann. Gerade da ist mein Glaube da. Dieses Gegenüber, was sich alles geduldig anhört und Vorwürfe akzeptiert. Das kann etwas sehr befreiendes sein. Da hat Glaube bereits seine Stärke. Auch wenn ich Freunde und Familie habe, ich kann da nicht alles abladen. Gott kann ich es sagen und fühle mich danach befreiter.
  2. die wörtliche Auslegung der Bibel. Da bin ich heilfroh in der heutigen Zeit zu leben. Jesus hat mündlich gepredigt (ja der hat historisch tatsächlich gelebt). Seine Lehren wurden erst später mit verschiedenen anderen Texten verwoben. Was du aus der Bibel mitnehmen musst sind diese Lehren: Wie ich gehe ich meiner Religiosität, wie gehe mit anderen und wie gehe ich mit mir um. Dafür ist die Bibel gut. Sie bleibt aber von Menschen in ihren Situationen geschrieben. Daher sind viele Sachen auch Deutung und Interpretation und das sehr gezielt.

Ich hinterfrage auch sehr sehr viel was es mir oft schwer macht zu glauben. Aber dann widerrum sehe ich dass mich der Glaube einfach zu einem besserem Menschen macht. Ich kann meine Emotionen besser kontrollieren, bin dankbarer und fühle mich nich so alleine

Der zweite Teil bestärkt meine Meinung. So sehe ich das auch. Die Bibel kann man doch gar nicht Wort genau nehmen weil sich in der Zeit der Entwicklung auch viele Fehler einschleichen bei Übersetzung, Erinnerung usw

Deshalb empfinde ich die grundaussagen als wichtiger

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@LilyInstaGirl1

Kant hat mal gesagt: "Gott gibt es nicht, aber er ist die höchste moralische Instanz" Wenn du mir erlaubst das für mich umzuformulieren: Menschen können an Gott Zweifeln, aber wenn sich jeder an die Grundtugenden des Glaubens halten würde, wäre der Himmel bereits auf Erden.

Gerade die Interpretation oder zu wörtliche Umsetzung eines menschengemachten Epos hat zu viel Krieg und Gewalt geführt. Das wird immer den Religionen vorgeworfen. Dabei waren es immer Menschen, die Religionen ausgenutzt haben. So ziemlich jede Religion fordert Liebe und Zusammenhalt. Traurig, dass so viele dann im Streit miteinander sind Dabei wurden die Grundbotschaften, die frohe Botschaft (Übersetzt Evangelium) immer häufiger vergessen

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Gott liebt zweifelnde Menschen nur, wenn sie letztlich zu dem Ergebnis kommen, was ihm gefällt. Was für eine tolerante Persönlichkeit das doch ist.

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Natürlich fühlst du dich dann schlecht. Du verstößt gegen eine Regel. Wir sind nicht hier auf der Erde um Spaß zu haben, sondern sind Vorrübergehend hier und haben bestimmte Pflichten zu erfüllen. Ich hab auch manchmal Zweifel, aber das liegt nur an die einflüsterungen der Satan. Mehr nicht.

Wie man so schön sagt “deen over dunya”

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – gläubiger Muslim☘☪

Hey,

ich lebe auch schon länger für Gott. Jeder hat mal Zweifel aber dann errinere ich mich immer an das was ich mit gott erlebt habe und wie er durch seinen heiligen Geist wirkt und bete. Rede mit Gott über deine Zweifel, er und sein Geist sind es die dir gewissheit geben können.

Zu dem anderen Punkt:

Paulus schreibt in der Bibel alles ist mir erlaub aber nicht alles ist gut. Mit seinen Geboten will Gott uns führen und beschützen. Hinter vielen Geboten steckt ein tieferer Sinn. Das Schminken zum Beispiel. Ich denke Gott findet es nicht schlimm wenn wir uns schminken, es geht ihm nur darum das wir nicht total eitel sind. Es soll uns nicht darum gehen perfekt auszusehen, sondern viel mehr um unsere seelische schönheit. Vielleicht ist es auch nicht gut wenn du garnicht mehr ohne schminke kannst. Es soll einfach nicht so viel Wert darauf gelegt werden. Alkohol zum Beispiel an sich ist meiner Meinung auch nichts schlimmes, nur sollte man nicht komplett die kontrolle verlieren, sonst macht man was dummes. Lästern und verurteilen, sind Sachen die wir nicht machen sollen weil so die menschen in frieden zusammen leben würden. Hinter Gottes Geboten steckt immer eine durchdachte intension.

Gott liebt dich und weiß das du nicht perfekt bist. Du wirst nie ein perfekter Christ sein. Aber er hat in der Bibel versprochen, das wenn wir in unserem Leben versuchen so gut wir können nach seinem Willen und Geboten zu leben und unsere Sünden vor ihm bekennen und bereuen er uns immer wieder vergeben wird. Das sollen wir natürlich nicht dazu nutzen nur um jetzt ein Leben in Sünde zu führen. Gott kennt dein Herz und deine Gedanken er weiß wie du es meinst.

ICh kann dir nur empfehlen bleib mit Jesus verbunden, beschäftige dich mit seinem Wort und bete. Frag Gott, erklär ihm was dich beschäftigt und bitte um antwort und vertraue auf sein wirken und reden. Je mehr du dich mit ihm beschäftigs desto mehr wirst du die gewissheit haben und keine zweifel mehr und desto mehr wirst du Gottes willen erkennen.

Gottes Segen dir

LG

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