Habt ihr euch schon mal mit Esperanto befasst?

Das Ergebnis basiert auf 20 Abstimmungen

Ja 70%
Nein 15%
Noch nie davon gehört 15%

9 Antworten

Ja

Nur relativ wenige Menschen sprechen Esperanto, es gibt keine Muttersprachler oder Länder in die man reisen könnte um mit vielen Menschen alltägliche Situationen in dieser Sprache zu meistern. Ein Esperanto-Treffen ist nicht dasselbe wie eine ganze Gesellschaft die in der Sprache lebt, Straßenschilder, Werbetafeln, etc, all das gehört zu einer Spracherfahrung ja irgendwie dazu.

Meiner Meinung nach liegt die Seele einer Sprache in ihrer Entwicklung, in ihrer Verankerung in der Vergangenheit. Dadurch, dass Menschen sie sprechen und nach den Erfordernissen ihrer Zeit verändern und mit Leben füllen, dadurch bekommt jede Sprache etwas Eigenes, Individuelles und Fließendes. Sprachen sind verbunden mit den Kulturen aus denen sie stammen, sie transportieren Bilder und Eindrücke der Menschen. Selbst tote Sprachen tragen noch solche Entwicklungen in sich, sie wurden eben nur nicht weiterentwickelt. Esperanto fehlt diese Einbettung und das macht sie als Sprache flach und künstlich. Ich hatte mir das mal ein paar Monate angeschaut, aber dann aufgehört.

Ja

Ich finde es als Hobby ganz nett. Habe letzten Sommer begonnen, es zu lernen, aber noch nicht im real life angewendet. Sollte Europa tatsächlich mal zu einem Staat zusammenwachsen, würde sich für mich schon die Frage stellen, ob man nicht abseits von Englisch eine gemeinsame Sprache implementieren sollte und da wäre Esperanto eine denkbare Möglichkeit.

Dass es keine Muttersprachler*innen gibt, stimmt übrigens nicht. Allerdings sind es natürlich schätzungsweise nur ein paar Hundert oder Tausend. Hier kann man eine sprechen hören: https://www.youtube.com/watch?v=A9BO3Sv1MEE

Ja

Ja, aber ganz wenig. Ich weiß schon ganz lange dass es das gibt. Irgendwann in den 90ern war das gerade sehr im Gespräch, da ja damals die Diskussionen zum Beitritt der EU ganz groß waren (Anm: Bin aus Österreich und wir kamen 1995 in die EU). Damals vermutete man vielleicht noch mehr, dass dies auch in vielen Fällen als neue Kommunikationssprache der verschiedenen Länder dienen soll , und dies vor allem für die Jüngeren (zu denen ich damals auch gehörte). Viele Leute waren aber damals schon skeptisch, ob sich eine "neu geschaffene" Sprache als Kommunikationssprache eignen wird. Ich weiß mittlerweile (so genau habe ich mich dafür bisher nicht interessiert und glaubte eher das, was die Allgemeinheit so redete), dass diese Sprache ihre Ursprünge schon im 19. Jhdt hat. Trotzdem wurde ihr in den 90ern eine größere Zukunft vorausgesagt. Also würde es sein, dass es mit fortschreitender Vergrößerung der EU immer populärer werden würde ? Ich hatte damals vermutet, dass es englisch (die ja immer noch glaube ich die populärste "Gesamtsprache" ist), nicht schlagen würde. Auch las ich erst unlängst hier (bei unserer Kommunikation), dass es eine Sprache für die ganze Welt sein sollte, und nicht nur für Europa, wie das damals in meinem Umfeld einige vermutet hatten. Ich glaube, da es eben keine natürliche, sondern eine künstlich geschaffene Sprache ist, tut sie sich zur Verbreitung schwer, auch wenn sie sehr leicht sein soll.

Ich habe mir sogar unlängst aus Interesse (weil ich gerne einen gewissen Überblick punkto Sprachen habe) ein Buch darüber gekauft. Dies habe ich aber noch nicht sehr viel gelesen, ich habe es als Option, wenn ich mal besondere Lust dazu habe, wie so vieles 😀

Also habe ich mich en bisschen damit befasst, kann aber mehr werden. Der Hauptgrund ist aber glaube ich immer noch jener, dass man wenig bis gar keine Möglichkeiten hat oder braucht, um es anzuwenden 🤔

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung
Ja

Schöne Idee. Ist aber irgendwie wie die Sache mit dem Kommunismus: Mit der Umsetzung klappt's nicht so recht.

Gruß, earnest

Ja

Ich hab davon wohl ursprünglich mal was als Kind oder Jugendlicher in einem Lexikon oder einer Zeitung gelesen. Damals gab es kein Internet und ein persönliches Gesprächsthema war das bei mir nie. 1985 war der Esperanto-Weltkongress in Augsburg, das nicht weit weg von meinem Wohnort ist. Ich bin da aber nicht hin. Da stand etwas darüber in der Augsburger Allgemeinen incl. eines "Mini-Sprachkurses". Ich weiß aber, dass ich von Esperanto schon vorher gehört habe.

Im Real Life (außerhalb des Internets) traf ich nie jemanden der Esperanto sprach und eine gesellschaftliche Bedeutung hat es heute nicht. Es ist ein Hobby von ein paar Leuten, die über die Sprache andere Leute aus anderen Ländern treffen. Da muss man halt im Internet nach Adressen schauen, denn auf der Straße wird man kaum jemandem begegnen, der Esperanto spricht und man kann damit niemanden nach dem Weg fragen.

Prinzipiell mag das eine noble Idee sein, aber ich finde Englisch schöner und auch nicht sooooo schwer, dass man es nicht lernen könnte. Außer als internationale Verständigungssprache hat Englisch auch noch den Vorteil, dass es Amtssprache in vielen Ländern ist und einige hundert Millionen Menschen es als Muttersprache sprechen. Esperanto ist keinem Land der Welt Amtssprache.

Wer es als Hobby mag, kann das tun. Ich hab nichts dagegen, ich hab ja auch nichts dagegen dass jemand Briefmarken sammelt, wobei beide Hobbies denselben etwas altmodischen Touch haben. Aber ich sammle keine Briefmarken und lerne kein Esperanto und wenn mich eine weitere Sprache interessieren würde, dann wäre das Türkisch.

Was möchtest Du wissen?