Habt ihr euch "Leaving Neverland" angeschaut?

Das Ergebnis basiert auf 18 Abstimmungen

Nein 78%
Ja 22%

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Ja

Habe den Film geschaut und war am Ende sehr enttäuscht vom Ergebnis.

Ich sehe da zwei von Psychologen gebrainwashte Männer, die in ihrer Jugend viel Spass hatten und nun wird ihnen eingeredet sie wären fies missbraucht worden und sich fragen, warum diesen "Umstand" jetzt nicht auch noch versuchen zu Geld zu machen.

Typisch für die hysterischen Amerikaner aber eine Schande für einen großen Musiker. Finde es traurig, dass man Jahre später so dermaßen auf sein Grab rotzt und das sowas im deutschen Fernsehen auch noch gezeigt wird. Schade schade.

Nein

Ich finde es müßig darüber jetzt ein Fass aufzumachen

der kerl ist seit 10 Jahren tot... was soll das also bringen? - außer exorbitantem Kapitalfluss für die Protagonisten?

ich würde die Sache vielleicht (!) anders sehen, wenn die ihre Erlöse zu 100% missbrauchten Kindern spenden würden... haben sie aber nicht!

und wenn ich dann in der vorberichterstattung höre, das die von Vorfällen in bestimmten Bereichen von neverland berichten, die es zu der nachweislich infrage kommenden Zeit ebenfalls nachweislich gar nicht gekommen sein kann, weil dieser Teil von neverland erst viel später gebaut wurde, dann frage ich mich schon, was das soll...

ich glaube das MJ schon ‚anders‘ gestrickt war... aber ich glaube nicht, das er pädophil war...ich traue ihm eher ein verspätetes ausleben seiner verlorenen Kindheit zu

Nein

Nein, das hat zeitlich nicht geklappt. Wobei mich das schon interessiert hätte.

Nein

Der Mann ist Körperlich seit 10 und Musikalisch seit 30 Jahren Tot

Last die Dinge einfach ruhen

Nun es geht dabei ja nicht um Michael sondern die Aufarbeitung und Verarbeitung durch die Opfer. Und die haben keine Ruhe offensichtlich, sie werden damit leben müssen, genau jetzt.

Keine Ahnung wieso wieder jeder nur an die Täter denkt und mit denen Mitleid hat.

Ja ich denke, dass sein verhältnis zu den Jungs die Grenzen des Gesunden und Anstandes gegenüber den Jungs Richtung Missbrauch überschritten hat. Und dass sie damit noch nicht abgeschlossen haben, einige das Fass wohl noch gar nicht geöffnet.

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@2AlexH2

Wenn mir etwas leid tut, dann der Umstand dass den Männern später eingeredet wurde, dass sie sexuell Missbraucht wurden.

Bis zur Mitte des Films hatte ich den Eindruck, dass der sexuelle Kontakt überhaupt kein Problem für die beiden wahr, ganz im Gegenteil. Sie sind immer wieder hingegangen und haben MJ "geliebt".

Zum Schluss driftet das Ganze zu einer menschlichen Tragödie ab. Die Familien zerbrechen und geben sich gegenseitig die Schuld weil sie gelernt haben, dass solche Kontakte perse fatal sind und diese Erkenntnis ist eben falsch. Nicht der sexuelle Kontakt war traumatisierende, sondern das sie später gelernt haben, dass Erwachsene keinen Sex mit Kindern haben sollen. Obwohl sie es ok fanden? Oder doch nicht? Was stimmt denn jetzt? Sehr verwirrend das ganze.

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@Frooopy

Da hast du nicht ganz unrecht, manchmal wird Missbrauch erst zum Missbrauch wenn es das Opfer selber bemerkt so sieht.Aber das gilt in leichten Fällen bei Erwachsenen, wenn der eine den anderen ausnutzt und verarscht, "missbraucht" und die eine Person es nicht sehen (will). Solange sie sich einbildet, der andere war ehrlich verliebt und in seiner Traumwelt lebt, ist wohl ok, Bei ganz dummen funktioniert das so, schlauere bekommen eine hässliche Reaktion des Unterbewusstseins.

Aber bei Pädophilie ist es viel perfider. Das Problem ist vermutlich das Eltern Kind Liebe der Jungs mit der Erwachsenenliebe vermischt wird und Grenzen überschritten bzw. da falsche beigebracht . Die Jungs haben dann die natürlichen Grenzen im Erwachsenenleben nicht. Eine solche Liebe ist auch selten "gleichberechtigt", sondern es tritt eben Missbrauch auf, was später in Beziehungen zu Problemen führt , siehe Fachliteratur dazu. Oft merken dass die missbrauchten Jungs erst mit 40/50. Dass ist ja das typische, dass es so lange dauert bis sich das Opfer dessen bzw. des Schadens bewusst wird.

Beziehungen muss man lernen. Den Jungs wurde das Falsche beigebracht und es ist gut möglich, dass sie selber Pädos werden, vielleicht solche die kaltherzig das Machtgefälle ohne Liebe missbrauchen.

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@2AlexH2

Laut Aussage der Männer war sowohl die Beziehung, als auch der sexuelle Kontakt bis dahin für sie ok, bis sie gelernt haben das sowas falsch ist. Der Zeitpunkt war die Berichterstattung über MJ im Fernsehen. DAS hat sie meiner Ansicht nach traumatisiert. Genau diese Erkenntnis.

Wenn man nicht so hysterisch über sexuelle Kontakte zwischen Erwachsenen und Kindern, Einvernehmlichkeit vorausgesetzt , berichten würde, hätte man auch weniger traumatisierte Erwachsene. Es gibt auch sowas wie eine Übertragungsneurose wo sich Menschen die überhaupt nicht missbraucht worden sind, sich plötzlich trotzdem so fühlen. Wenn man das Thema in den Mittelpunkt seines Lebens stellt, passiert sowas unweigerlich.

Das ist vergleichbar mit der Beschneidung. Wenn alle später erzählen würden, dass Beschneidungen falsch sind und sich Tausende öffentlich darüber empören würden, hätten wir Millionen von traumatisierten Beschneidungsopfern. Psychologisch ist es genau das gleiche, oder nicht? Ich erzähle jemandem etwas ist falsch und er ist ein Opfer und schon ist er dadurch traumatisiert.

Fazit: Es gibt einvernehmliche sexuelle Kontakte zwischen Kindern und Erwachsenen, die NICHT traumatisierend sein müssen. Das hängt primär davon ab wie das Umfeld auf sowas reagiert und wie unsere Gesellschaft tickt. Wenn unsere Gesellschaft sachlicher mit dem Thema umgehen würde und weniger emotional, insbesondere die Medien, dann gäbe es auch weniger "Opfer" und nicht jeder sexuelle Kontakt wäre ein "Missbrauch. So sehe ich das.

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