Habt ihr erfahrungen mit einränkern?

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2 Antworten

"Einrenker" würde ich definitiv nicht engagieren. Das klingt so sehr nach Tamme Hanken, dessen Methoden wirklich umstritten sind.

Mir persönlich kommt auch kein Pferdeosteopath oder Pferdephysiotherapeut ans Pferd, denn die Ausbildung ist relativ oberflächlich meiner Meinung nach (in der Ausbildungszeit kann man nicht das lernen, was jemand wissen muss, der mein Pferd behandelt). Natürlich tu ich den guten unter ihnen Unrecht damit, aber ich kenne Negativbeispiele und woher soll der Pferdebesitzer wissen, ob er an ein Negativbeispiel gerät? Ein Negativbeispiel ist mein Wallach. Den habe ich kennengelernt unter einer Reitlehrerin, die auch Pferdephysiotherapeutin war. Die gab mir auch guten Rat nach ihrem Wissen. Nach dem, was ich heute von verschiedenen Tierärzten weiß, hätte ich meinem Pferd so erheblichen Schaden zufügen können, dass einschläfern auch nicht ausgeschlossen wäre, wäre ich ihrem Rat gefolgt. Ein blödes Bauchgefühl hielt mich seinerzeit davon ab.

Für alles, was Körperbau bzw. Bewegungsapparat beim Pferd betrifft, habe ich heute meine manuelle Tierärztin. Diese Ärztin hat nach dem Tierarztstudium die Anerkennung als Fachtierärztin für Pferde erworben und danach die Weiterbildungen für Pferdephysiotherapie, Pferdeosteopathie, Akupunktur, Chiropraktik (dürfen nur Tierärzte machen) und vieles mehr gemacht. Sie verlangt beim Erstbesuch 90 Euro, bei Folgebesuchen 40 Euro und löst normal jedes Problem in einem Besuch. Muskeln kann sie damit natürlich nicht umbilden, da ist man als Besitzer gefragt und sie gibt einem Anleitung für die Zeit nach ihrem Besuch. Ich lasse sie quartalsweise kommen, sie checkt meine Pferde da auch durch, ob nicht was vorliegt, was man nicht einfach sieht und ich merke sehr, sehr positive Ergebnisse. Auch, wenn sie nichts findet, ist nach ihrem Besuch Reiten wie auf Wolken, weil das Pferd extrem locker und entspannt ist. Wenn mir was auffällt, hole ich sie auch dazwischen mal oder frage sie zumindest, ob ich das Pferd bis zu ihrem nächsten Besuch so laufen lassen kann, ohne dass es Schaden nimmt.

Einen Fall von das merkt man nicht einfach so hatte ich neulich auch. Einer meiner Wallache war wohl auf der Koppel gestürzt und hatte sich was geholt, was man im Bewegungsbild nicht sah, was man beim Reiten nicht spürte, was aber länger unbehandelt zu Schonhaltungen führen hätte können.

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Kommentar von Plattschnacker
07.10.2011, 09:52

An meine Pferde lasse ich auch nur meinen FTA f. Pferde und der Osteopath ist TA und Dr. med.

Diese Wochenendseminar-Gurus sind ihr Geld nicht wert...

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Einrenken - Ränken? käme von Ranken (tarzan?) ;-)

Du suchst also einen Osteopathen. Gute sind in der Regel in Verbänden organisiert und nicht diese Möchtegerns die mal eben mit einem Wochenendkurs sich so nennen.

Ich kann es nur empfehlen, dabei muß man aber einen verantwortungsvollen Osteo nehmen der weis wann man aufhört. Wenn man bei einem Pferd eine Blockade löst, muß man damit rechnen dass diese nicht allein daher kommt. Meist liegt der Grund ganz wo anders. Wenn man also eine Blockade löst die seit zB Jahrzehnten da ist, kann man eine ziemlich große Baustelle aufmachen die man evtl nicht mehr zu bekommt. Ich kenne ein Pferd das meine THP nicht mehr weiter behandeln wollte, die Besi wollte das allerdings unbedingt gemacht bekommen, holte einen anderen Osteo und seit dem lahmt das Pferd. Es hatte sich über die Jahre gut damit arrangiert und plötzlich war alles frei und das Pferd kam damit überhaupt nicht mehr zurecht.

Wenn das Pferd im Rücken eine Blockade hat kann es also sein dass man sich langsam an der Halswirbelsäule entlang arbeiten muß.

ich persönlich habe nur gute Erfahrungen damit gemacht. Man muß das Pferd danach schonen und darauf achten dass die Muskeln weich bleiben, damit der Wirbel nicht gleich wieder draussen ist :-)

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Kommentar von Selfmadequeen
07.10.2011, 09:36

Ja, was soll ich noch sagen....

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