Habt ihr Erfahrung mit Mobbing?

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Man wird an sich nicht aufgrund oder wegen des eigenen Namens gemobbt (weil dieser angeblich so komisch klingt oder zu Assoziationen Anlass gibt), sondern weil die Mobber ein Opfer suchen, also ein eigenes Bedürfnis haben, jemanden zu mobben, und dann irgendein Merkmal suchen, das sich zum Spott eignen könnte. Sei es der Name, oder der Umstand, dass man eine Brille trägt, oder weil man übergewichtig ist, oder stottert.

ich finde, es ist ein komplett kindisches Verhalten, einen Mitmenschen wegen seines Namens zu mobben, für den derjenige überhaupt nichts kann, weil er den Namen seit Geburt trägt. Eine Ausnahme wäre, wenn man bei der Heirat freiwillig einen Doppelnamen annimmt, der tatsächlich sehr lang ist oder durch die Kombination einen komischen Aspekt ergibt. Dann hätte man eine Mitverantwortung.

Deine Antwort hat so vielversprechend angefangen...

Haben Frauen, die in aufreizender Kleidung ausgehen, auch eine Mitverantwortung für sexuelle Übergriffe?

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@Rojin0463

Weil du, als Muslima, vermutlich auch der Meinung bist, Frauen sollten sich bedecken. Da ist es nur konsequent, denen, die das nicht tun, eine Mitverantwortung für Übergriffe aufzubürden.

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@Hacker48

dies sollte bei jeder Person die derselben Meinung folgt nicht überraschend sein und nicht nur bei Muslimas.

Wäre sie bedeckt, hätte sie den Täter gar nicht erst angereizt.

Wenn du ein T-shirt mit einem Hakenkreuz trägst, trägst du auch Mitverantwortung dafür, dass du von irgendwelchen Leuten verprügelt wirst.

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@Hacker48

Wie kommst du jetzt auf ein komplett anderes Thema wie den Zusammenhang zwischen Kleiderwahl und Anfälligkeit für sexuelle Belästigung?

Natürlich darf man einen Doppelnamen wählen, und es ist nicht niveauvoll jemanden wegen seines Doppelnamens aufzuziehen. Aber wenn man z.B. Leutheusser heißt, einen Herrn Schnarrenberger heiratet und sich hinfort Leutheusser-Schnarrenberger nennt, wird man damit leben müssen, dass immer wieder Kritik von Leuten kommt, die diesen Namen zu lang finden oder sonstige negative Schlussfolgerungen ziehen.

Ich persönlich habe nichts gegen Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und finde sie auch nicht lächerlich. Ich denke, sie fand ihren Geburts-Nachnamen wichtig und wollte ihn nicht verlieren. Es gab aber wohl damals nicht die Möglichkeit, einfach nur den eigenen Namen nach der Hochzeit zu behalten, oder aber sie wollte ihrer Verbundenheit zu ihrem Ehemann Ausdruck verleihen. Das ist alles legitim.

Aber es gibt z.B. tatsächlich den Nachnamen Kotz. Quelle. Kotz Namensbedeutung und -herkunft (namespedia.com). Wenn dann eine Frau Kotz einen Herrn Brocken heiratet, und sich anschließend Kotz-Brocken nennt, ist ihr eine Mitverantwortung für ihren Nachnamen nicht abzusprechen. Insbesondere ihren Kindern, die dann vielleicht "Reiner Kotz-Brocken" oder ähnlich heißen müssen, ist es nicht zuzumuten einen derartigen Namen tragen zu müssen.

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Kommentarlos die beste Antwort, meiner Meinung nach...👍

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Oh ja kenn ich. Finger im Türspalt einklemmen. In Räumen einsperren (Ich hatte damals panische Angst vorm eingesperrt sein) Bespucken etc.
Änderte sich nach Schulwechsel fürs Erste.
Nach erneutem Schulwechsel gings weiter. Mal war es mein Name (Familienname) Dann meine Nase, dann meine Lippen, oder meine Hautfarbe.
Oder irgendwelche negativen Lügen bis hin zu Gewalt, Hausfriedensbruch etc

Ja, seit der Grundschule. Hatte auch enorme Folgen. Unter anderem Depressionen, Sucht, Gefühlskälte, starke Abneigung gegen Berührungen und Vertrauensprobleme.

Irgendein Grund wurde immer gefunden. Wie "Paguangare" schon gesagt hat, entscheiden sich die Mobber für ein Opfer und suchen dann den Grund aus.

Ich wurde zb ausgesucht, weil alle cool sein wollten und mir das egal war. Ein bescheuerter Grund, aber offenbar ausreichend das meine engsten Freunde begannen mich fertig zu machen um cooler dazustehen. War ein ziemliches "Messer im Rücken"-Gefühl.

Es wurde so ziemlich alles als Ausrede fürs Mobbing genommen was ging. Beruf meiner Mutter (Sekretärin), mein Name, meine Körbchengröße, meine Kleidung, mein Gewicht, mein Verhalten, meine Noten, meine Brille, die Beziehung zu meinen Eltern, mein Desinteresse an Jungs und Beziehungen, etc.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Schulische und normale Ausbildung + an der Uni gearbeitet

Ja...ich hab' Erfahrungen.
Wenn man eben nicht zu einer bestimmten Gruppe passt, ist das eben so.
Und wenn man dann älter wird und etwas tut, wie eine Partnerschaft einzugehen, die gesellschaftlich als "schwierig" (oder gerne mal pervers) eingestuft wird...nun ja...auch das zieht gerne mal Mobbing nach sich.

Aber das ist alles schon Jahre her...und natürlich beeinflusst es einen noch heute. Man kann Erfahrungen nicht aus dem Leben und der Seele löschen. Dennoch bin ich heute stärker (und an anderen Meinungen über meine Partnerschaft/mich selbst nicht mehr interessiert - bzw. sie tangieren mich nicht mehr).

Ja schon öfter, ich hab das aber längst überwunden und keine Probleme damit.

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