Habt ihr einen Tipp, wie ich besser mit der Wade treiben kann?

5 Antworten

Meistens liegt's am Sattel bzw. an dessen Konfiguration für Dich:

Ist es ein eigenes Pferd, eine Reitbeteiligung oder ein Schulpferd? Weil je nachdem, wieviele Menschen auf den Sattel passen müssen, um so schwieriger ist es, den Sattel jedem Menschen passend zu machen. Umsichtige Schulbetriebe haben an Pauschen nur Klettpauschen, sodass sie für jeden Reiter passend kletten können, dann ist schon ein bisschen was besser.

Denn wenn man einen Reiter auf einem ihm passenden Sattel setzt und ihm die Steigbügellänge etc. auch noch zu seiner Anatomie passend einstellt, wird der nie über Sitzfragen nachdenken, weil er einfach von selbst korrekt sitzt.

Wenn das nicht passend hinzukriegen ist, wird Dir auch anderes "Beinkleid" nicht helfen. In dem Moment, wo Du irgendwas "an Dir schrauben" musst, um es richtig zu machen, ist halt irgendwas schon reichlich ungünstig. Man sollte aufsitzen, bequem am Pferd Platz nehmen und es sollte alles passen, ohne dass man was tut.

Wenn man so sitzt, kommt man mit der Ferse nur hin, indem man sein Bein mit eigener Kraft da hin steuert und das darf man dann halt nicht tun.

Treiben ist ja nichts anderes als das Pferd, das sich durch den hin und her schwingenden Bauch das Reiterbein selbst "abholt" kürzer oder länger mit diesem Bein zu begleiten. Alles, was man mehr macht, macht die Pferde immer noch stumpfter, quasi ein "kann nicht wichtig sein, hantiert schließlich immer so komisch rum".

grins...

nein. ich empfehle keinen härteren stiefelschaft - damit verlierst du das gefühl noch mehr.

ich hab einen total einfachen tipp für dich ;-))

nicht diskutieren, nicht zweifeln, sondern MACHEN, in fleisch und blut übergehen lassen. und vor allem: JA. reiten ist tatsächlich so einfach. ;-))

vergiss langes bein und tiefen absatz, vergiss das knie, die hände, alles. vergiss einfach alles erst mal. feinheiten kannst du später üben.

punkt eins: zum "vorwärts" reiten das becken aufrichten. zum verhalten das becken etwas abkippen.

punkt zwei: die fussspitzen zeigen IMMER nach VORN.

du musst wirklich eine weile beim reiten nur darauf achten - solange, bis du das so selbstverständlich drin hast, wie atmen.

probiers aus. du hast nichts zu verlieren, aber alles zu gewinnen.

viel vergnügen!

punkt zwei: die fussspitzen zeigen IMMER nach VORN.

Nein.
Nein Nein. Das ist eine veraltete Auffassung.
 Es hängt auch vom Körperbau des Menschen ab. Gerade Anfänger machen den Fehler, die Fußspitzen zwanghaft nach vorne zu halten, wissen aber nicht, wie das geht. Sie drehen dann die Füße irgendwie nach innen und wenn sie das lange genug machen, bezahlen sie das mit ausgeleierten Bändern. Ich rede da leider auch von mir selbst, denn ich bin noch mit der veralteten Regelung aufgewachsen. Nur hat mir nie ein RL gesagt, dass man das Bein von der Hüfte ab drehen soll, so dass dieFußspitzen einigermaßen nach vorne zeigen. (Füße auf 11 Uhr / 1 Uhr halten reicht voll aus.)

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@Dahika

Es hängt auch vom Körperbau des Menschen ab.

Es hängt von der Sattelform ab - wenn die nämlich nicht stimmt, dann kann man machen was man will man bekommt das Bein nie dahin wo es hin gehört.

Die Zehenspitze nach vorne ist aber immer noch gültig - man muß nur dran arbeiten.

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@friesennarr

grins... die zehenspitze nach vorn ist gar keine veraltete auffassung...

es steht nämlich in keinem mir bekannten lehrbuch. und 95% aller reitlehrer lehren das auch nicht und haben es auch nie gelehrt.

und - es ist noch eine weitere sache.

ich sage einem reitschüler NIE was er falsch macht. ich sage ihm IMMER konkret, was er tun soll und LOBE ihn, wenn ihm etwas zum ersten mal gelingt. 

dasselbe erwarte ich auch, wenn ich unterricht bekomme.

ich nehme einfluss auf die statik des pferdes, damit es sich über die hinterhand trägt. ich nehme einfluss auf die statik des reiters, damit er mit minimalem kraftaufwand die grösstmögliche wirkung erzielen kann.

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@ponyfliege

@dahika: fussspitzen nach vorn und bewusst den vorderen fussteil lockern. auch das fussgelenk bleibt locker. dann liegt der schenkel flach am pferd und das knie kann nicht blockieren. zwischen knie und becken findet das "mitschwingen" statt. der oberkörper bleibt in der anspannung neutral, aber zunächst statisch inaktiv. die lage und statik des oberkörpers wird über das becken mit hilfe der unteren bauch- und rückenmuskeln gesteuert. damit bleibt die schulterpartie unabhängig und ermöglicht eine weiche hand.

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Würde dir eine andere Beinhaltung empfehlen und dann noch überprüfen, ob dir der Sattel überhaupt passt.

Wenn die Zehenspitzen schön nach vorne zeigen, dann sollte auch das Wadl da sitzen wo es hin gehört. Aber egal wie du dich bemühst, wenn der Sattel dir oder dem Pferd nicht richtig passt, kannst du fast machen was du willst und es wird nichts.

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