Habt ihr bei euern Tier bezüglich Diagnostik schon mal gesagt „jetzt ist Schluss“?

11 Antworten

Es ist schwer, da eine pauschale Antwort zu geben, weil es immer so einzelfallabhängig ist. Aber in Deinem Fall würde auch ich das Schmerzmittel geben lassen und es dabei belassen. Es ist ja schon einiges an Diagnostik gemacht worden, die befundlos geblieben war.

Ich gehe bei meinen Pferden sogar so weit, dass ich bei jeder akuten Sache den Tierarzt vor der Diagnostik frage, was es uns bringt, wenn das Problem einen Namen hat.

Ein Beispiel: wenn wir definitiv durch Röntgen wissen, dass die Ursache der Lahmheit der eh schon vermutete Bruch ist (hatten wir vor nicht allzu langer Zeit), wird sich dann was ändern? Kann man dann behandeln, eventuell operieren? In unserem Falle wurde mir ganz klat gesagt, nein, man kann nur abwarten, bis es zusammenwächst und hoffen, dass das nicht allzu schief passiert. Also haben wir auf Vollnarkose und damit verbundenes Ablegen des Pferdes für die Röhre definitiv verzichtet - wie soll denn ein Pferd mit Bruchverletzung diese Diagnotik überstehen ohne dass sich die Verletzung verschlimmert, man möglicherweise nicht mal mehr die Heilungszeit geben kann, sondern sofort einschläfern muss? Nein, Danke! Dann vermuten wir lieber nur, dass es ein Bruch war, weil einfach ALLES drauf hindeutet und freuen uns heute, dass es so gerade wieder zusammengewachsen ist.

Genauso mit der Hufrolle. Das Pferd, das so lange mit zu langer Zehe aufgrund Vollbeschlag ohne beschlagsfreier Korrekturperiode wirklich Sprünge gegangen ist, wo sie sich abfangen müssen und nicht nur Hüpferchen, hat mit Sicherheit keine wirklich saubere Hufrolle mehr. Doch was ändert's? Barhuf lassen wir ihn eh laufen, was die Überbeanspruchung minimiert, die Zehe hält er sich selbst kurz bzw. die Huforthopädie arbeitet auch in die Richtung, schon alleine vom Gangbild her, viel bewegen und geschmeidig halten, ist bei uns auch Standard, schon alleine in der Haltung - und sonst können wir ihm auch nicht besser helfen, wenn es Bilder davon gibt. Was uns vom Röntgen abhält, ist nicht unbedingt das Geld, sondern auch die Belastung. Und auch beim Geld ist das besser investiert in Dinge, die dem Pferd helfen als in Dinge, die unser Informationsbedürfnis befriedigen.

So entscheide ich eben je nach Symptombild und ob der Tierarzt meint, wenn sich ein Verdacht bestätigt, würde man völlig anders behandeln. DANN wäre es natürlich interessant, vielleicht noch was abklären zu lassen. Aber eben immer in einem Rahmen, wo die Belastung durch Diagnostik für das Tier nicht schlimmer ist als mit dem Problem zu leben. Dafür haben wir auch einen Fall: Ein Pferd, dessen Nervensystem ihm Streiche spielt. Immer wieder spürt er ganz offensichtlich ein Bein nicht gut genug, um damit sicher aufzutreten. Die Diagnostik, die da gefahren würde, ist ein absoluter Albtraum für ein Pferd, wurde mir vom Neurologen gesagt. Die Heilungsaussichten nach einer ebenfalls belastenden Behandlung über einen sehr langen Zeitraum liegen bei maximal 20% und das auch nur dann, wenn die Diagnostik einen bestimmten Befund ergäbe. Ganz ehrlich? Lieber stolpert er mir gelegentlich, ärgert sich drüber und lebt ansonsten so fröhlich weiter damit wie im Moment.

Nach so viel Diagnostik wie Dein Hund hat, würde ich ihm den Zirkus, ständig beim Tierarzt irgendwas über sich ergehen zu lassen, auch nicht länger antun. Wenn die Schmerzmittel anschlagen und er die ambulant bekommen kann, hat er doch mehr davon als alle paar Monate einen Klinikaufenthalt zu haben. Natürlich haben die auch Nebenwirkungen, aber wenn er jetzt 11,5 ist, vielleicht noch eine Rasse, wo das echt schon alt ist, soll er sie haben, an irgendwas wird er mal sterben müssen, so schlimm das ist - und ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass er an den Nebenwirkungen von Schmerzmitteln alle paar Monate stirbt, auch wenn das natürlich nicht die gesündeste Lebensweise ist.

hi,

nein. ich find das gar nicht "fies".

irgendwann muss man prioritäten setzen - und es gibt natürlich auch viele tierärzte, denen so etwas nicht passt. sie verdienen ja weniger.

wenn eine diagnose nicht machbar ist - und du hast ja schon viel versucht - dann ist das halt nicht machbar. mancher kann nicht tausende von euro zum tierarzt tragen oder will es auch nicht.

bei schmerzzuständen wie dein hund sie hat, bist du der einzige mensch, der entscheiden kann. ich selbst würde aber auch irgendwann die priorität auf das ersparen von leid legen und auf die erhaltung von lebensqualität.

und du bist auch der einzige mensch, der beurteilen sollte, wie viel lebensqualität bei welcher massnahme noch machbar ist und wann es sinnvoller ist, das tier erlösen zu lassen. vor allem die entscheidung zu euthanasie ist das schwerste überhaupt. - aber wenn nicht du, wer sonst sollte wissen, wie du deinem tier am meisten helfen kannst...

ich glaube, der einzige, vor dem du dich rechtfertigen musst, ist dein hund...

und wenn dein tierarzt das anders sieht, wird es zeit für einen wechsel des tierarztes.

alles gute

Ich kann Dich gut verstehen. Ich habe mit meiner alten Hündin das gleiche durchgemacht. Jetzt - wo sie tot ist - bereue ich es immer noch was ich ihr alles zugemutet habe - immer in der Hoffnung man würde die Ursache für ihre Beschwerden finden. Das war aber nicht so. Ich habe tausende von Euro für immer neue Untersuchungen ausgegeben. Mit den Blutbildern; Ultraschallbefunden und Röntgenbildern von diesem Hund könnte ich mein Wohnzimmer tapezieren. Und was hat es gebracht ? Gar nichts.

Eines habe ich daraus gelernt. Ich schleppe meine Tiere nicht mehr ständig zum Arzt sondern beobachte erstmal genau. Wenn ich einen Verdacht habe, werden nicht erst 100 Röntgenbilder und Ultraschalls oder sonstwas gemacht. Dann gibt es gleich ein CT oder MRT - je nachdem. Damit kann man in der Regel mehr "sehen". Meist ist es doch sowieso so, daß die Ärzte erst röntgen - dann sagen sie immer "jaaaa - auf dem Röntgen kann man das nicht sehen da müßten wir noch ein CT machen". Warum dann nicht gleich und das röntgen auslassen wenn es eh nix bringt etc. ?

Wenn Dein Hund schubweise Schmerzen hat, dann beobachte mal genau wann das auftritt. Gibt es einen Zusammenhang mit einer Situation? Einer Bewegung? Oder mit dem Wetter ? etc. etc. Geht der Schmerz wieder weg ? Gibt es Tage an denen sich der Hund völlig normal bewegt ?

Wenn es z.B. eine Arthrose ist kannst Du im Akutfall sicher Schmerzmittel geben, aber z.B. dauerhaft Grünlippmuschel und Weihrauch hilft auch und geht nicht so auf den Magen. Eine dauerhafte Schmerzmittelgabe bringt halt wieder andere Baustellen. Das Zeug geht immer auf den Magen/Darmtrakt. Spätestens wenn der Hund dann ständig erbricht und Durchfall hat, bist Du wieder beim Tierarzt. Dann gibt es Medikamente gegen Übelkeit und Durchfall - obwohl das ja nur von den Schmerzmitteln verursacht wird. Das ist ein Teufelskreis. Da darfst Du gar nicht erst reinkommen.

Warst Du schon mal bei der Physiotherapie ? Ich finde es erstaunlich was ein guter Physiotherapeut erreichen kann wo die Tierärzte schon lange ratlos sind.

Aber man muß sich halt auch darauf einstellen, daß ein altes Tier auch fast immer irgendwelche gesundheitlichen Probleme bekommt. Selbst wenn Du nicht herausfindest was Dein Hund hat - dann versuch einfach damit zu leben. Der Hund tut es auch. Im Akutfall - schone den Hund, gib ihm ein Schmerzmittel, aber nur soviel wie nötig. Freu Dich über jeden guten Tag. Lebensqualität ist hier wichtiger als Quantität.

An irgendwas werden wir alle einmal sterben.

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