Habt ihr Angst vor dem Klimawandel?


20.03.2022, 15:51

An diejenigen, die meinen, dass sich Wissenschaftler uneinig sind, ob der Klimawandel menschengemacht ist: Nein, sie sind sich nicht uneinig.

Fast alle Forscher, die zum Thema Klimawandel in anerkannten Fachzeitschriften publizieren, sind davon überzeugt, dass die Erwärmung vom Menschen angetrieben wird. So ergab eine  Übersichtsstudie aus dem Jahr 2016, dass 97 Prozent der anerkannten Experten den Klimawandel für menschengemacht halten. Oder anders gesagt: Nur drei Prozent zweifeln daran.
[...]
Dass die Zustimmung in der Fachgemeinde groß ist, zeigen auch die Berichte des Weltklimarates IPCC. Die Wetterorganisation der Uno (WMO) ermöglicht es sämtlichen Klimafachleuten, an dem Bericht mitzuarbeiten. Am fünften Sachstandsbericht des IPCC aus den Jahren 2013/2014 waren so mehr als 830 Experten beteiligt.
Obwohl Kompromisse bei so vielen Autoren die Regel sind, kommt  der Bericht zu dem Schluss, dass der Einfluss des Menschen mit 95- bis 100-prozentiger Sicherheit die Hauptursache für den aktuellen globalen Temperaturanstieg ist.

https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimawandel-antworten-auf-die-wichtigsten-argumente-der-leugner-a-1286437.html

Das Ergebnis basiert auf 601 Abstimmungen

Nein, ich habe keine Angst. 38%
Angst nicht, aber großen Respekt. 33%
Ja, ich habe schon Angst. 29%

97% derer, welche beim IPCC sind?

Guck dir die Übersichtsstudie an. Sie entstand unabhängig vom IPCC.

105 Antworten

Ja, ich habe schon Angst.

Jedoch habe ich für meine Person die größten Gefahenrpotentiale durch eine gute Wohnortwahl, die eine Grundwasserversorgung für die nächsten 100 Jahre gewährleistet, eine Topographie, die Überschwemmungen ausschließt, Wirbelwinde und Stürme abschwächt, ein Garten mit einer großen Anzahl von Obstbäumen sowie einer Klimaanlage für Temperaturen über 35 Grad im Schatten, weitgehend minimiert.

Natürlich reicht das nicht für für Szenarien mit externer Trockenheit und Waldbrände, aber dafür werde ich auch noch eine Lösung finden.

Leid tut es mir nur für die aussterbenden Arten, die Tiere und Pflanzen, deren Lebensräume immer weiter dezimiert werden und die heutigen Kinder und nachfolgenden Generationen, deren (Über-) Leben deutlich schwieriger verlaufen wird.

Ja, ich habe schon Angst.

Für mich selbst habe ich keine Angst mehr. Dafür bin ich zu alt. Aber ich sorge mich sehr um die nachfolgenden Generationen. Bei einer Klimaerwärmung über 2 Grad ist es nicht sicher, ob der Mensch wegen der heute noch unvorstellbaren Naturkatastrophen noch überleben kann. Wissenschaftler verfolgen die Theorie, dass ganz Nordeuropa vom Meer eingenommen wird. Es beginnt die große Völkerwanderung. Berechnungen zur Folge wird dann Hannover die nördlichste Küstenstadt. Ich war Jahrzehnte lang gegen die Atomkraft. Heute bin ich dafür. Wir haben die mit Abstand sichersten AKW, die es gibt. Und es nützt ohnehin gar nichts, wenn wir auf die relativ saubere Kernenergie verzichten. Überall in jedem Ausland könnten die hochgehen. Und dann ist auch für uns Schluss.

Ja, ich habe schon Angst.

Ich glaube, ich habe als Kind das letzte Mal einen wirklich schönen verschneiten Winter erlebt. Dass ich ein Kind war ist nun ca 25/30 Jahre her.

Ja, es macht mir Angst. Vor allem weil ich mich so hilflos fühle und nicht weiß, was ich tun soll, außer meinen kümmerlichen kleinen Einzelbeitrag zu leisten. Aber wenn so viele andere nicht mitziehen, ist das deprimierend.

Vor allem finde ich die Belastung durch Autos mittlerweile zu extrem. Da müsste echt dringend was gemacht werden. zB Autoverbot in Innenstädten und Wohngebieten oder mehr Anreize für Elektroautos.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Erkrankung, Therapieerfahrung, Kontakt mit Betroffenen

Du bist nicht alleine! Ich lebe gerne so, dass ich kein Teil des Problems bin 💕.

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@ LokiRockOfAges:
Vor allem finde ich die Belastung durch Autos mittlerweile zu extrem. Da müsste echt dringend was gemacht werden. zB Autoverbot in Innenstädten und Wohngebieten oder mehr Anreize für Elektroautos.

Da stimme ich Dir grundsätzlich zu.

Allerdings finde ich die Maßnahmen, die zur Zeit auf den Weg gebracht werden sollen, sagen wir mal - unvollständig oder vielleicht besser: nicht vollständig durchdacht.

Ich selber (65 J.) wohne ca. 80 km entfernt von Köln. Meine 87-jährige Mutter wohnt in Köln. Ich bin zu 80% schwerbehindert mit Merkzeichen "G" (gehbehindert). Ebenso meine Mutter. Wenn ich sie besuchen möchte, fangen die Probleme an. Ganz abgesehen von den Spritpreisen würde ein Autoverbot in Innenstädten und Wohngebieten einem Verbot gleichkommen, meine Mutter zu besuchen.Denn aufgrund meiner Gehbehinderungist es mir nicht möglich, meine Mutter mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu besuchen - hier auf dem Land sind die Verbindungen katastrophal. Der Bus fährt nur alle 2 Stunden (um zum nächstegelegenen Bahnhof zu kommen) an Wochenenden ist das noch schlimmer. Und zum Busbahnhof ist der Fußweg zu weit für mich - da müsste ich mir ein Taxi nehmen. Wenn ich dann in Köln bin, muss ich noch eine knappe halbe Stunde mit der Straßenbahn fahren. Und dann wieder etwa 10 Minuten Fußweg bis zu meiner Mutter - also wieder Taxi. Und zurück dann das gleiche Theater.

Bleibt mir also nur, mit dem Auto zu fahren.

Aber auch da gibt es wieder Probleme: Parkplätze sind sehr knapp in Köln. Es gibt wohl "Anwohnerparkplätze", aber da habe ich als Besucher nichts von. Und Behindertenparkplätze sind in Köln ebenfalls Mangelware und selten in einer Entfernung zu meinem Ziel, die ich noch zu Fuß bewältigen könnte. Der nächste Behindertenparkplatz ist etwa 2 km von der Wohnung meiner Mutter entfernt - da bräuchte ich dann auch wieder ein Taxi.

Wenn man also die Innenstädte von Autos entlasten möchte, dann sollte man das aber bitte so machen, dass ich noch eine Chance habe, meine alte Mutter besuchen zu können. D.h., man muss in den Wohngebieten ausreichend Behindertenparkplätze einrichten und gehbehinderten Menschen die Fahrt zum Ziel mit dem Auto gestatten!

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Angst nicht, aber großen Respekt.

Ich bin der Meinung, der Klimawandel wird durch Menschhand aufjeden beschleunigt, Eiszeiten gab es öfters auf Erden als so manch einer denkt, also ist ein Klimawandel etwas natürliches, früher oder später würde es passieren..

Respekt davor habe ich nicht um meinet Willen sonder eher um der Zukunft Willen, weil dann wars dass mit den Nachkommen, die ich noch nicht und nicht geplant sind..

Quelle:

https://de.wikipedia.org/wiki/Eiszeitalter#Historischer_Überblick

Nein, ich habe keine Angst.

Deine Aussage ist übrigens unvollständig.

Sie ist nicht grundlegend falsch.

Fast alle Forscher, die zum Thema Klimawandel in anerkannten Fachzeitschriften publizieren, sind davon überzeugt, dass die Erwärmung vom Menschen angetrieben wird. So ergab eine   Übersichtsstudie aus dem Jahr 2016 , dass 97 Prozent der anerkannten Experten den Klimawandel für menschengemacht halten. Oder anders gesagt: Nur drei Prozent zweifeln daran.


Die angefertigte Metastudie/Übersichtsstudie ist durchaus gut ausgearbeitet. Aber wir dürfen die Hintergründe nicht vergessen. Diese Studie bezieht einzig Studien mit ein, die sich bereits mit den Folgen des Klimawandels beschäftigen(ein Schelm wer böses denkt, "Niemand hat die Absicht Fördergelder abzugreifen" ). Eine Studie, die normale Physiker befragt, würde vielleicht zu anderen Schlüssen kommen. Das ist als würdest du eine Umfrage zur Benachteiligung von Frauen und anderen Minderheiten unter Gender-Studies-Absolventen machen.

Andersrum war nicht aus jeder Studie die Position des Autors ersichtlich. Entweder wurde diese Position dann in einem 5-Antwortenkatalog erfragt, oder als "enthaltend" vermerkt.

Bedeutet, bei, im übrigen prozentual sehr vielen Teilnehmern wurde die sinngemäße Aussage "tendenziell ja" getroffen.

Dass die Zustimmung in der Fachgemeinde groß ist, zeigen auch die Berichte des Weltklimarates IPCC. Die Wetterorganisation der Uno (WMO) ermöglicht es sämtlichen Klimafachleuten, an dem Bericht mitzuarbeiten. Am fünften Sachstandsbericht des IPCC aus den Jahren 2013/2014 waren so mehr als 830 Experten beteiligt.


Das IPCC hat nichts, aber auch wirklich garnichts mit dem wissenschaftlichen Konsens zutun. Es ist eine politische Institutionen, keine wissenschaftliche. Was die dortigen Journalisten reininterpretieren deckt sich oft nicht mit den Aussagen der Fachfublizisten.

LG

Woher ich das weiß:Hobby – Bewunderer Nietzsches Philosophien.

...eben ..siehe Klimazertifikate--- helfen sie dem Klima? In keinster Weise,sie machen nur reich.Wer verkauft sie? Der Vater von " Umwelt- Greta"... je mehr sie Klimaerklärungspanik macht,um so mehr verdient ihre Familie...ein Schelm ,wer Böses dabei denkt...

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@Michael7369

Tja, ist halt nur die übliche falsche verleumderische Verschwörungsphantasterei der Klimawandelleugner - immer gegen Personen, denn mit Sachargumenten kriegen die seit 20 jahren kein Bein auf den Boden.

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@realfacepalm

...trifft auf vieles zu,aber Gretas Vater handelt mit Zertifikate--- wo bitte ist da etwas nur Theorie???

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@Michael7369

Es sind und bleiben nur die üblichen Verdächtigungen und Bezichtigungen.

https://www.srf.ch/news/international/kritik-an-greta-thunberg-die-haeufigsten-vorwuerfe-und-was-von-ihnen-zu-halten-ist

Oh, und auf Sachargumente gegen die Realität des menschenverursachten Klimawandels warte ich noch - aber Du willst ja nur Personen angreifen und Verschwörungschwurbeln, denn haltbare Sachargumete hast Du genausowenig wie der rest der Klimawandelleugner.....

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@realfacepalm

Wer zu Gewalt etc. aufruft, möchte damit zutiefst seiner Unüberlegenheit spotten - oder vielmehr verleugnen. LG

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@Tonis9706

...genau...Gewalt immer mehr legitimieren--- Klimaschutz sollte mit sinnvollen Argumenten daher kommen,die helfen...was aber bringt es,Firmen,die Umweltsünder sind,zu zwingen,dann im Ausgleich Klimazertifikate--- kaufen zu müssen.Und noch immer würde nichts konkret von Klimaaktivisten dazu gesagt,wenn ich Frage,wen es wundert,dass ich Gretas Arbeit kritisch sehe,weil ihr Vater Klimazertifikate--- verkauft--- wenn sie mehr Rabatz macht,berechtigt oder nicht--- darum geht es nicht...dann wird ihr Vater mehr und mehr Zertifikate verkaufen...warum sagt dazu keiner etwas konkret,statt dann von Schwubblern und Klimawandelleugner zu reden.....Greta und die Zertifikate des Vaters und da soll ich es nicht kritisch sehen???

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@Michael7369
 aber bringt es,Firmen,die Umweltsünder sind,zu zwingen,dann im Ausgleich Klimazertifikate

Diese Darstellung strotzt für mich bereits vor Absurdität. Die Darstellung, dass Firmen kein eigenes hohes Interesse an Effektivität(Effektivität bedeutet zwingend CO2-Reduktionen)haben, zeigt nur, wie wenig diese Menschen verstehen. Genauso wie die Unternehmen garnicht drum herum kommen allerlei Infrastruktur für den Umweltschutz bereitzustellen. Ob die 4 verschiedenen Mülltonnen dann auch von den Mitarbeitern entsprechend ihrer Funktion benutzt werden, liegt nur bedingt in der Hand der Unternehmen.

Damit meine ich nicht, dass du sowas behaupten würdest. Du hast es ja nur ad absurdum geführt. Ich stimme dir also durchaus zu. Zertifikate... Sowas erfindet sich auch nur eine Kultur, die kein Tiefe mehr besitzt. Weil alle Tiefe in der tiefen tiefen deutschen Schwermut untergegangen ist.

 wird ihr Vater mehr und mehr Zertifikate verkaufen.

Ich weiß über ihren Vater nichts, es interessiert mich auch wenig. Ich benötige keine Väter von kleinen Mädchen, um den Erkenntnisreichtum der politische Philosophie der vergangenen Jahrtausende auf unsere Zeit zu übertragen.

LG

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@Tonis9706

...wir denken beide mit unterschiedlicher Argumentation in die gleiche Richtung...solange Politiker Gekluengel dafür sorgt,dass italienischer Müll in NRW verbrannt wird,statt vor Ort,weil alle an so einem kranken Geschäft verdienen...will sagen: es scheitert immerzu an der Politik,nicht an den Möglichkeiten,etwas für die Umwelt zu ändern.Fuer Politiker ändert sich nur etwas,wenn es 1. Stimmen und 2. Geld bringt.....

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