Haben wir zu wenig Kinder(segen), weil der Generationenvertrag lt. Aussage zunehmend ausgehebelt wird, wenn die Rente nicht mehr die Lebensqualität sichert?

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7 Antworten

In fast ALLEN Ländern, die eine geordnete Altersversorgung haben, pendelt sich der Kinderwunsch bei zwei HÖCHSTENS 3 Kindern ein.

Da in diesen Ländern normalerweise die Kindersterblichkeit auch drastisch sinkt, ist es einfach nicht mehr erforderlich mehr Kinder zu haben.

Als das jetzige Rentensystem eingeführt wurde, wären auch in Deutschland noch 3 Kinder vollkommen normal. In den frühen 50er Jahren sind aber auch hier noch relativ viele Kinder gestorben. Die Infektionskrankheiten waren da noch lange nicht eingedämmt.

Bei der jetzigen Beschäftigungslage ist es durchaus ausreichend,  dass die Reproduktionsrate unter 2 liegt.

Die Rentenversicherung hat höhere Einnahmen als je zuvor.

Zitat :

" Die Rentenversicherung hat höhere Einnahmen als je zuvor. "

Zitat Ende

Das wird sich mit unserer damals bis heutigen Politik bald im Verhältnis zu Einnahmen vs. Ausgaben an berechtigte Rentner dramatisch umkehren. Glaube mir .... Stichwörter : prekäre AV und Lohndumping...

Die "Aufstocker" werden wegen geringer Entlohnung somit zunehmend mehr und somit steigen an anderen Fronten die bezuschussenden Sozialleistungen.

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@Parhalia2

Aber die Horror-Meldungen tun bereits HEUTE so, als ob in Deutschland die Rentner reihenweise verhungern. Das ist natürlich totaler Unsinn.

Die Grundsicherung gibt es für JEDEN. Und sie muss keineswegs von den Angehörigen erstattet werden.

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@DerHans

In gewissen Zügen hast Du mit der "GruSi" natürlich recht. Wer streng rechnet und plant, kommt damit prinzipiell auch sauber gewaschen und täglich satt noch hin.

Aber bedenke halt, dass sozialstaatlich alle Einnahmen für alle Sozialnetze zählen.

Mit "prekär" und Lohndumping / Ausweitung des "Niedriglohnsektors"  schwächt sich der Staat halt somit schon seit Jahrzehnten kontinuierlich selbst im Grundprinzip.

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seien wir doch ehrlich: der Generationenvertrag war was für die 50er bis 70er Jahre, als das #alter so um 65 bis max 70 lag... auch die Fülle von Leistungen, für die gar nichts eingezahlt wurde, bringt die RV an den Rand des Ruins... das ist doch nur noch eine Frage der Zeit... und im übrigen kriegst du auf die Frage, warum mehr als 2 Kinder(zB) , obwohl die Eltern selbige in eine ungewisse Zukunft entlassen (Perspektive), weil sie kein Geld haben, zur Antwort, daß sie so eine Art Altersversicherung darstellen (in anderen Ländern..)

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Die gesetzliche Rente war NOCH NIE dafür konzipiert Lebensqualität zu sichern. Private und betriebliche Vorsorge waren schon 1957 teil des Konzepts.

Dass sie es einst tat ist der damals vorteilhafteren Demographie geschuldet gewesen.

Wir haben mehrere Möglichkeiten langfristig auf die Thematik zu reagieren.

  1. Förderung des Kinderkriegens.
  2. Zuwanderung qualifizierter Kräfte
  3. Erhöhung des Rentenbeitrags
  4. Erhöhungs des Renteneintrittsalters und Erschwerung von Frühverrentung.
  5. Anreize zusätzliche private und betriebliche Vorsorge zu betreiben.

Einer der hauptsächlichen Gründe ausbleibenden Kindersegens ist in den jeweiligen Geburtenjahrgängen / Dekaden durchaus schon zu finden.

Wichtiger dabei ist aber noch die aktuelle Beschäftigungspolitik mit prekärer Beschäftigung kaum über dem Mindestlohn. 

Deutschland hat sich Europaweit inzwischen zu der grössten Volkswirtschaft mit Niedriglohn-Arbeitsverhältnissen entwickelt. WO soll davon bitte dann die Rente für aktuelle Generationen an Rentnern finanziert werden ?

Durch den massiv gewachsenen Markt für Arbeit zu Ramschlöhnen wird die Altersarmut in Deutschland künftig noch DEUTLICH weiter steigen.

Ähnlich wie bei der Klimaforschung zeigen sich auch teilweise in der Politik erst nach Jahrzehnten der Fehlleitung die ersten DEUTLICHEN Schwächen auf. :-((

Das ist zum Teil richtig.

Allerdings: Der Konstruktionsfehler im Generationenvertrag hat vor allem in den Jahren 1970 - 2000 verheerende Folgen für die DRV bewirkt. Selbst wenn heute die Geburtenrate zügig und nachhaltig stark ansteigen würde, würde das die Finanzierungsprobleme nur dämpfen, aber nicht beheben. Dafür ist es 30 Jahre zu spät.

Die Zeche zahlen vor allem die, die heute zwischen 10 und 30 Jahre alt sind. Bis die in Rente gehen, werden die RV-Beiträge drastisch gestiegen, und die Leistungen auf 43% des Durchschnittsbrutto gesunken sein. Stabilisieren wird sich das erst nach 2045, bessern erst nach 2060.

DU bist mir ja mal ein "optimistisches Herzchen"...bei weiterer Lockerung der Arbeitsgesetze und zunehmender Förderung prekärer Beschäftigung nebst Niedriglohn wird dieses System irgendwann eher in sich zusammenbrechen. 

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@Parhalia2

DU bist mir ja mal ein "optimistisches Herzchen"..

Äh - wat?

..bei weiterer Lockerung der Arbeitsgesetze und zunehmender Förderung prekärer Beschäftigung nebst Niedriglohn wird dieses System irgendwann eher in sich zusammenbrechen. 

Was hat das mit der Fragestellung zu tun?

Richtig ist zweifellos, dass man ausreichend Rentenpunkte in seinem Arbeitsleben gesammelt haben muss, um einen auskömmlichen Rentenbezug nach Eintritt in die Rente zu haben. Das ist aber nicht das Problem der DRV, sondern ein gesamtpolitisches (und eines des Individuums). Die Finanzierungsprobleme der DRV basieren schlicht auf dem Umstand, dass sich das Verhältnis von laufenden Renteneinzahlern und Rentenbeziehern dramatisch verändert nach 2025. Und da die DRV aufgrund des Generationenvertrages keine Rücklagen bildet, kann man das System auch nicht durch die Forderung nach jetziger Einbeziehung weiterer Beitragszahler sanieren. Dadurch macht man es im Gegenteil noch instabiler - denn die Beitragszahler der Gegenwart sind die Anspruchsinhaber der Zukunft. Das geht nur über eine Verminderung der Auszahlungshöhe (-> Absenkung des Leistungsniveaus) bei gleichzeitiger stetiger Erhöhung des Bundeszuschusses (-> Einbeziehung aller Steuerzahler).

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Schon Konrad Adenauer wusste Ende der 50er Jahre, dass es zuwenig Kinder gab, um nur damit die Rente sichern zu können.

Mal hier in kurz die Geschichte:


https://www.welt.de/geschichte/article118214346/Der-grosse-Irrtum-unserer-Rentenversicherung.html

Adenauer schmetterte die Ängste vor dem, was wenig später mit dem
"Pillenknick" wahr wurde, mit seinem legendären Satz ab: "Kinder kriegen
die Leute immer." Für ihn, den siebenfachen Vater, traf dies zu, doch
er war 1876, dreizehn Jahre vor Bismarcks Sozialreform, geboren. Der
Satz wurde zur Lebenslüge des Generationenvertrags.


Deutschland hat eindeutig zu wenig Kinder.
Es ist fraglich ob es in 20 Jahren überhaupt noch die gesetzliche Rente geben wird.

was haben denn zu wenig Kinder mit der staatlichen Rente in 20 Jahren zu tun, wenn erstens die Rente ohnehin längst heute aus Steuermitteln finanziert wird, zweitens die vielen Pänz sich in übervollen maroden Klassenzimmern um die Sitzplätze streiten (müssen) und last but not least drittens in 20 Jahren ohnehin " die Welt untergeht... " wegen unkontrolliertem Bevölkerungswachstum??!!

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Wer zahlt denn die Steuern?
Leute, die arbeiten.
Der Bevölkerungsdurchschnitt liegt bei ca 40-50 Jahren, d.h. diese gehen demnächst alle in Rente. Die Kinder die jetzt aufwachsen, werden es nicht schaffen für die ganzen alten Leute die Rente zu zahlen.

Unkontrollierter Bevölkerungswachstum??  Ganz sicherlich nicht in Deutschland.
Dass die in Indien zu viele Kinder haben, hilft uns hier in Deutschland auch nichts.

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Nein, die hohe Zahl der Einwanderer sorgt für mehr Kinder, die nach der Berufsausbildung auch Beiträge zahlen.

vollkommen realitätsfremder Unsinn

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@Halbammi

keineswegs, wurde in Politforen auch erwähnt. Außerdem soll die Rentenreform erst ab 2030 greifen, noch lange hin. Auch in der Vergangenheit wurden immer wieder Hororscebarien aufgetischt, danach müßte die Renenkasse völlig Pleite sein, sie lebt aber immer noch und hat Überschüsse.

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Das ist richtig. Ohne Migration sähe es nämlich noch weitaus düsterer aus. Genau deswegen ist jeder €, der in die Zuwanderer investiert wird, auch gut angelegt.

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G20 wird,s schon richten...

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