Haben wir mit unserer Intelligenz das Maximum erreicht da Selektion in immer mehr Ländern dank Arbeitslosengeld und anderen Maßnahmen nicht mehr stattfindet?

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Arbeitslosigkeit hat nicht unbedingt etwas mit Intelligenz zu tun. Umgekehrt können auch hochintelligente Menschen Pech haben und "niedere" Jobs ausüben. 

Früher wurde auch nicht auf Intelligenz selektiert, sondern auf gutes Immunsystem (Kindersterblichkeit etc.), Beruf und ggf. Aussehen. Heute stimmt es zwar, dass nicht mehr extrem selektiert wird - Menschen unterschiedlichster Fähigkeiten und unterschiedlichster Attraktivität bekommen Kinder - aber darin unterscheiden wir uns nicht von unseren Vorfahren, im Gegenteil. Viele ärmere, ungebildetere Leute hatten früher mehr Kinder (weil die die Eltern im Alter ernähren sollten, vielleicht eher aus Liebe geheiratet wurde oder weniger Zerstreuung bereit stand bzw. potentielle Liebhaber, wenn man den Ehepartner nicht mochte). Heute ist eher Karriere an späteres Kinderkriegen gekoppelt und damit an weniger Kinder (weniger Jahre stehen zur Verfügung). Ob die Kinder der Menschen, die eher auf die Karriere verzichten, unbedingt genetisch weniger gut für ein modernes Leben geeignet sind, kann man mMn gar nicht sagen. Und ob sie schlechter auf ein modernes Leben vorbereitet werden, also weniger Bildung genießen, auch nicht unbedingt (man weiß nicht, wie intensiv sich die Eltern darum kümmern und welche Bildungsangebote die Kinder selbst wahrnehmen, z.B. AGs, Internet/ MOOC/ Bildungsvideos etc., Büchereien, kostenlose Kurse etc.

Man muss bedenken, dass die Selektion allein (Gene) nicht ausreicht, man muss auch gebildet WERDEN bzw. sich selbst bilden. Die Grundintelligenz dürfte bei den meisten ausreichen, nur an den Bildungsgelegenheiten hapert es ggf. von zu Hause aus. Immer stärker hat das aber jeder selbst in der Hand, nicht unbedingt in Form von Bildungsabschlüssen, aber in Form von Bildungsinhalten, sowohl Fakten also auch Lernen, analytisch, kreativ zu denken und Fakten zu behalten.


Meines Wissens ist es sehr schwierig zu sagen, ob frühere Menschen, die unter anderen Bedingungen lebten als wir, intelligenter oder "dümmer" waren als wir. Sie hatten andere Probleme, die sie lösen mussten, und andere Mittel dazu. Suche mal Schulabschlusstests der USA aus dem 19. Jahrhundert. Da schlackern uns die Ohren. Die Leute konnte keinen Aufsatz schreiben in vielen Schulen, aber sehr komplexe Rechenaufgaben im Kopf lösen. Heute schreiben wir in der Grundschule schon Aufsätze, und die meisten lernen nie, solch komplexe Rechenaufgaben im Kopf zu lösen. ;-)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Also intelligenter sind die Menschen in den letzten Jahrtausenden keinesfalls geworden, daran ändert auch die höhere Schulbildung rein garnichts. Das Maximum an Intelligenz kann schon deshalb nicht erreicht sein, als das die soziale Intelligenz regelrecht noch immer verkrüppelt ist. diese kann nur durch eine veränderte Gesellschaftordnung angehoben werden. Bei unserem jetzigen System bleibt sie unterentwickelt, so dass uns dsbzgl . auch weiterhin Hirnamputierte als Zeitgenossen begleiten werden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von strolo1
17.05.2016, 04:12

Du hast das Thema ein klein wenig verfehlt

0

Wissenschaftliche Untersuchungen haben Zuwächse im IQ in den letzten Jahrzehnten gezeigt (Flynn-Effekt). Dieser positive Effekt scheint zum Stillstand gekommen zu sein. Er ist auch überlagert von einem globalen langfristigen Trend, wonach der IQ und die Kinderzahl von Frauen weltweit negativ korrelieren. Mit anderen Worten: Im Durchschnitt haben die weniger gebildeten und dümmeren Frauen mehr Kinder als die intelligenteren. Der Effekt wird als dysgenische Fertilität bezeichnet und ist in der Wissenschaft ein alter Hut, bringt aber immer wieder Leute, die nicht dran glauben wollen, auf die Palme.

Gruß

Rick

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Gute Frage.

Viele Wissenschaftler sind der Meinung, dass Menschen die vor 50000 Jahren gelebt haben, heute aufwachsen könnten und sich genauso zurecht fänden wie wir.

Und es verhält sich eher umgekehrt. Die schlausten Menschen heutzutage vermehren sich nicht mehr, eher die bildungsfernen Schichten. Es gibt einen Film der das erklärt:


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von RickBlack99
17.05.2016, 18:06

Der Film zeigt es sehr drastisch, aber es ist in der Tat etwas Wahres dran. Es gibt einen klaren Zusammenhang: Frauen mit niedrigem IQ haben mehr Kinder als Frauen mit einem hohen. Das gilt weltweit.

Der wissenschaftliche Fachbegriff: Dysgenische Fertilität.

Gruß

Rick

0

Das noch zum Thema 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von RickBlack99
17.05.2016, 18:16

Super Plädoyer, mach weiter so! Deine Begeisterung steckt an!

Anmerkung1: Bezüglich Rechtschreibung sollte man nicht so anspruchsvoll sein, denn selbst die Schreiber in der Süddeutschen Zeitung wissen manchmal nicht, ob's dass oder das heißen muss.

Anmerkung2: Deine Aussagen zur Bedeutung der Vererbung sind nicht ganz richtig, 70 bis 85 Prozent ist zu hoch gegriffen. Derzeitiger Stand der Wissenschaft: etwa 50 Prozent, aber nicht bezogen auf den Einzelfall, sondern auf die Population. Nicht verstanden? Kein Wunder, ist eine schwierige Kiste ....

Gruß

Rick

0

Was möchtest Du wissen?