Haben wir in Deutschland ein Problem mit Rassismus?

31 Antworten

Ja, haben wir, aber in einem deutlich geringeren Ausmaß als anderswo und auch keinen staatlich organisierten bzw. unterstützten (zumindest solange die AfD nichts zu sagen hat)

Das Problem ist, das Rassismus bzw. Vorurteile in der Natur des Menschen liegt und das bekommt man nicht weg. Es gibt Menschen die haben das ganz gut im Griff und es gibt Menschen die geben ihren Trieben leicht nach. Man kann die Situation sicher noch verbessern, durch Bildung z.B. und/oder das Rassismus nicht geduldet wird, aber ganz weg zu bekommen ist das nicht. Insgesamt würde ich aber sagen das wir in D da schon mit am weitesten sind. 

Insgesamt hat Deutschland damit kein Problem, sondern die Personen, die sich das Recht herausnehmen zu Frechheiten.

Ich wurde schon oft grundlos beleidigt wegen meiner Herkunft, weil ich aus dem Osten bin und im Westen lebe aufgrund meiner Eltern und sich viele Personen das Recht herausnehmen, den Osten schlecht zu sprechen und mich heruntermachen und beleidigen als Ossi, obwohl gar nicht mehr so stark Ost und West herrschen sollte. Und ich bin auch nicht ganz Deutsch, was viele auch nicht verstehen möchten.

Zudem sind die meisten einfach verblödet und wollen mir was mitteilen, das lasse ich mir nicht gefallen, weil es kindisch ist.

Das passiert bei mir in der Schule und eben im ganzen normalen Leben, beim Arzt oder sonstiges.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Das ist sch.... Ich bin ebenfalls im Osten geboren, damals Anfang der 80er. Und ich habe hier nie etwas von Rassismus mitbekommen. Klar gibt es ein paar versprengte, aber die gibt es im Westen genauso, wie im Osten. Daher, wie die Medien den Osten darstellen ist nicht richtig, es grenzt selbst schon an Rassismus, wenn sie Ostdeutschland als Dunkeldeutschland verunglimpfen. Die AfD ist nicht nur im Osten aktiv, im Westen ist sie genauso aktiv, schade, das man das Land nun wieder zu teilen versucht, nachdem man endlich den kalten Krieg beendet hatte. Viele im Westen reden halt leider auch nur das nach, was ihnen der Nachrichtensprecher vorplappert, viel Substanz hat dieses Gelabere eh nicht.

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@kj9886

Da stimme ich dir voll und ganz zu!

Ich glaube die meisten verstehen es nicht mal ansatzweise, was sie da von sich geben, ich musste erstmals schlucken als ich das am eigenen Leib so hart miterleben musste, weil ich aufgrund dessen auch oft ausgeschlossen wurde bei Spielen in der Grundschule zum Beispiel.

Ich finde es schon unfair, weil wie du beschreibst die meisten kennen den Osten von anderen Gerede oder verschlimmerten Filmchen und waren selbst nie dort. Das ist einfach respektlos.

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Zunächst einmal muss man verschiedene Formen von Rassismus unterscheiden. Einen echten staatlichen oder strukturellen Rassismus haben wir definitiv nicht.

Allerdings gibt es eine relativ große Gruppe (rund um die AfD, aber nicht nur), die permanent hetzt und per Framing eine Art von Rassismus offen auslebt. Das steckt dann leider zu viele gedanklich an, so dass sie dann einen unterschwelligen Rassismus in sich tragen. So lügt die AfD seit Jahren vor sich hin, dass Ausländer und besonders Muslime per se vielfach krimineller seien als wir Deutschen. Das ist schlichtweg gelogen, aber dennoch glauben das dann viele am Ende plötzlich doch irgendwann und werden "deutlich vorsichtiger", wenn sie Ausländern oder "anders aussehenden Menschen" begegnen.

Ist das dann schon Rassismus? Ist es nur eine Unsicherheit?

Jenseits dieser Formen gibt es aber zu viele Einzelfälle, als dass man darüber hinwegsehen darf. Jeder Einzelfall ist einer zu viel.

Wir haben auch ein gravierendes Problem mit dem verschweigen der Einzelfälle. Mir haben Bundeswehrsoldaten und Polizisten aus dem Bekannten-Kreis bestätigt, dass es dort ein offenes Geheimnis ist: Wenn es zu einem Vorfall kommt, verdonnern einen die Vorgesetzten zum Schweigen. Es wird ein "Wir regeln das unter uns" gelebt. Das wird dann tot geschwiegen. So etwas ist nicht gut. Gar nicht gut. So etwas muss genauso an den Pranger, wie wenn jemand eine schwere Straftat begeht. Dann hat er die Kameradschaft auch nicht mehr dahingehend verdient, dass man es vertuscht.

Ansonsten muss ich aber in einem Punkt mal besonders für die Polizei eine Lanze brechen. Wenn ein Polizist an einem polizeigekannten Drogentreff Menschen bestimmten Aussehens und vermuteter Herkunft öfter kontrolliert, weil dort nun mal bestimmte "Clan-Familien" Häuser bewohnen, die da involviert sind, dann hat das exakt nichts mit Rassismus zu tun. Das ist für mich exakt dasselbe, wie wenn man bei bekannten Rocker-Clans in der Nähe eines "Vereinsheims" vorwiegend bestimmte Arten von Motorrad-Fahrern permanent kontrolliert. Gerade diese Erfahrungswerte sind wichtig für die Polizeiarbeit.

Hier ist also Obdacht vonnöten, dass man mit der Rassismuskeule die wirklichen Fälle von Rassismus erwischt, dieses elende Unter-Den-Teppich-Kehren angeht und nicht total übers Ziel hinausschießt.

Und übrigens bin ich sowieso dafür, dass beispielsweise die Urheber des AfD-Malbuches und jeder aus der AfD, der das verteidigt als "Ist ja richtig" direkt 10 Jahre Knast bekommt. Und wenn er fragt, wieso, nochmal 10 Jahre drauf :-)

Rassismus gibt es überall auf der Welt. Du kannst die Gesinnung der Menschen nur schwer ändern. Die Frage ist, ob es einen systematischen Rassismus von staatlicher Stelle gibt, wie es anscheinend bei amerikanischen Polizisten der Fall ist. Und das sehe ich in Deutschland nicht.

Da sehe ich hier eher immer wieder Polizisten und Rettungskräfte als Opfer von Gewalt.

Auch wenn ich dir Recht gebe, ist aber auffällig und wird mir in der Bekanntschaft (Bundeswehr-Soldaten und Polizisten) bestätigt: Einzelfälle werden oft bewusst verschwiegen bzw. von Vorgesetzten-Stelle wird man zum Schweigen verdonnert.

Es wird oft so getan, als könne man das in der Gruppe selbst lösen.

Es ist zwar gut so, dass in Bundeswehr und Polizei ein starker Zusammenhalt herrscht. Aber so, wie man einen Kollegen, der seinen Ehepartner/in ermordet, nicht verschweigt, genauso darf man Rassismus nicht akzeptieren und verschweigen.

Das ist schwierig und ich weiß nicht, ob man das irgendwie in Zahlen (also Anzahl Fälle) jemals greifen kann. Aber dass es mir bestätigt wird, zeigt irgendwie auch, dass es nicht nur einmal in Deutschland vorkommt, sondern durchaus ein Thema ist.

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Ich würde es nicht als “Problem“ bezeichnen! Überall herrscht Rassismus. In Deutschland würde ich sagen, herrscht eher wenig Rassismus. Es gibt natürlich immer Leute die ein Problem haben. Das mit der Polizei Gewalt würde ich in Deutschland nicht wirklich als existent sehen. Das was man häufig im Social Media sieht, wo angebliche Polizeigewalt herrscht, sind meistens komplett aus dem Kontext gerissen und werden so manipuliert, dass man denkt es wäre gezielte Polizeigewalt. Viel nutzen solche Videos um Aufmerksamkeit zubekommen oder Aufregung zuwecken. Besonders bei Zeitungen ist das der Fall....

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